Mannheimer Fahrlachtunnel: Sperrung in Richtung Ludwigshafen nach Unfall
Mannheim. (cab) In Richtung Ludwigshafen geht im Fahrlachtunnel vorerst nichts mehr. Nach einem Verkehrsunfall, der sich dort am gestrigen Montagvormittag ereignet hatte, bleibt die Nordröhre des Tunnels wegen der nötigen Reparaturarbeiten voraussichtlich die ganze Woche lang zu. Davon geht zumindest die Mannheimer Stadtverwaltung aus.
Ein 26-jähriger Alfa-Romeo-Fahrer war kurz vor 10 Uhr zu schnell in den Tunnel eingefahren, kam anschließend ins Schleudern, prallte gegen die Tunnelwand und räumte einen Stromverteilerkasten, eine SOS-Station sowie einen Wasserhydranten ab. Anschließend blieb das Fahrzeug in der Tunnelmitte liegen - als Totalschaden. Der 26-Jährige und sein 61-jähriger Beifahrer wurden mit leichten Verletzungen zur Untersuchung in ein Krankenhaus eingeliefert. Der Alfa wurde abgeschleppt. Der Sachschaden betrug nach Schätzungen der Polizei insgesamt rund 50.000 Euro.
Die kaputte SOS-Station ist nach Aussage der Stadt das größte Problem und macht die Sperrung nötig. Um sie zu reparieren, muss nämlich die gesamte Nordröhre vom Stromnetz genommen werden. Dadurch werden einige Rettungs- und Alarmierungssysteme nicht mehr funktionieren. Dazu gehört zum Beispiel auch die automatisierte Tunnelbelüftung.
Jetzt soll der komplette Verkehr über die Südröhre abgewickelt werden. Die Vorbereitungen dafür begannen unmittelbar, nachdem die Unfallstelle geräumt war. Im Verlauf des Abends und der Nacht sollte zudem die Verkehrssicherung aufgebaut werden, sodass der Verkehr in Richtung Ludwigshafen ab dem heutigen Dienstagmorgen einspurig durch die Südröhre geführt werden kann. Wer häufig durch den Fahrlachtunnel fährt, der kennt das schon. Denn diese Verkehrsführung gibt es immer auch dann, wenn die Röhre ein Mal im Jahr turnusmäßig gewartet wird - Verkehrsbehinderungen inklusive.