Werfermeeting: Pudenz und Gambetta knacken WM-Norm
Kristin Pudenz und Niko Kappel haben beim Werfermeeting am Samstag in Halle für die herausragenden Leistungen gesorgt. Die Diskuswerferin vom SC Potsdam schleuderte die Scheibe auf 66,11 Meter und verwies Lokalmatadorin Shanice Craft (63,28) und die Neubrandenburgerin Claudine Vita (61,43) auf die weiteren Plätze. Pudenz knackte damit die WM-Norm. Craft und Vita erfüllten das Soll für den Start bei der Europameisterschaft in München.
Kristin Pudenz und Niko Kappel haben beim Werfermeeting am Samstag in Halle für die herausragenden Leistungen gesorgt. Die Diskuswerferin vom SC Potsdam schleuderte die Scheibe auf 66,11 Meter und verwies Lokalmatadorin Shanice Craft (63,28) und die Neubrandenburgerin Claudine Vita (61,43) auf die weiteren Plätze. Pudenz knackte damit die WM-Norm. Craft und Vita erfüllten das Soll für den Start bei der Europameisterschaft in München.
«Ich hätte mich im Wettkampfverlauf gern gesteigert, aber noch ist meine Technik nicht konstant genug. Daran muss ich noch arbeiten», sagte Pudenz, die sich mit ihrer Weite auf den zweiten Platz der Weltjahresbestenliste katapultierte. Die Potsdamerin wird am Samstag beim Diamond League-Meeting in Eugene starten und sich im Hinblick auf die dort stattfindende Weltmeisterschaft mit den dort herrschenden Wettkampfbedingungen vertraut machen.
Kugelstoßerin Sara Gambetta (SV Halle) hat ebenfalls die WM-Norm (18,50 Meter) erfüllt, kam mit ihrer Weite von 18,62 Meter als Vierte jedoch nicht auf das Podest. Chase Ealey (USA) siegte mit 19,76 Metern vor Auriol Dongmo (Portugal/19,09) und der Schwedin Fanny Roos (18,72). Christin Hussong (Zweibrücken) siegte im Speerwerfen, verpasste aber mit 62,33 Meter die Vorgaben für die beiden Großereignisse in diesem Jahr.
Behindertensportler Niko Kappel sorgte für den zweiten Glanzpunkt bei diesem Meeting. Der Stuttgarter verbesserte den Weltrekord im Kugelstoßen in der Klasse F41 um starke 63 Zentimeter. Der Paralympics-Sieger von 2016 wuchtete die Kugel im zweiten Versuch auf 14,94 Meter. «Ich habe einige Dinge im Training umgestellt. Das scheint sich auszuzahlen», sagte Kappel, der am nächsten Samstag beim Grand Prix in Nottwil (Schweiz) seinen Rekord bestätigen möchte.
Die deutschen Diskuswerfer konnten in Halle noch nicht überzeugen. So gewann überraschend der Tscheche Marek Barta mit 63,36 Metern die Konkurrenz vor dem Magdeburger Martin Wierig (62,95) und David Wrobel (62,90) aus Stuttgart. «Bei den schwierigen Windverhältnissen ist der Diskus einfach nicht gesegelt. Es war eine erste Standortbestimmung", sagte Wierig.
Der ehemalige Weltmeister David Storl aus Leipzig belegte im Kugelstoßen mit 20,31 Metern hinter dem Briten Scott Lincoln (20,92) und Marcus Thomsen aus Norwegen (20,57) den dritten Platz.