Nyon (dpa) - Die UEFA sieht trotz des Olympia-Ausschlusses von WM-Cheforganisator Witali Mutko derzeit keine Veranlassung für eine Intervention bei der FIFA. «Das Thema stand heute nicht auf der Tagesordnung», sagte UEFA-Präsident Aleksander Ceferin nach der Sitzung des Exekutivkomitees am Donnerstag in Nyon. Die Entwicklungen nach dem IOC-Urteil gegen Mutko vom Dienstag seien «noch zu frisch», um konkret Stellung zu beziehen.Mutko war wegen seiner Verstrickung in den russischen Doping-Skandal vom IOC lebenslang von Olympia ausgeschlossen worden. Die FIFA hält dennoch an dem stellvertretenden russischen Regierungschef als ranghöchstem WM-Macher für 2018 fest. Ceferin ist in seiner Funktion als UEFA-Chef auch FIFA-Vizepräsident und zudem Vorsitzender des Organisationskommission für FIFA-Wettbewerbe.«Ich als Person bin für eine Null-Toleranz-Politik in Sachen Doping», sagte Ceferin. Bei der UEFA sei das IOC-Urteil in den Gremien aber noch nicht diskutiert worden. Der Geschäftsführer des WM-Oks, Alexej Sorokin, wollte die Entwicklungen in Russland nicht kommentieren.«Es ist im Fußball kein Thema. Und hier war es kein Thema», sagte er nach der Sitzung in Nyon, bei der er als europäisches Mitglied des FIFA-Councils dabei war. Diesen Posten hatte der Russe als Nachfolger Mutkos im Mai übernommen.