Berlin (dpa) - Die Bundeswehr wird sich weiterhin an der Blauhelm-Mission im Sudan beteiligen. Der Bundestag beschloss am Mittwoch die Verlängerung des Einsatzes in der Konfliktregion um drei Monate. Damit können weiterhin bis zu 50 deutsche Soldaten dort eingesetzt werden. Die Mission UNAMID der Vereinten Nationen und der Afrikanischen Union soll das Darfur-Friedensabkommen von 2006 überwachen und die Friedensverhandlungen im Sudan unterstützen. Die Bundeswehr beteiligt sich seit 2012 an dem Darfur-Einsatz - derzeit mit sieben Soldaten. «Immer noch finden in Darfur schwerste Menschenrechtsverletzungen statt», sagte der CDU-Abgeordnete Peter Beyer. Die Verlängerung gebe den Soldaten Rechtssicherheit. Der SPD-Abgeordnete Dirk Vöpel sagte, den Rotstift bei Friedensmissionen anzusetzen, wäre Sparen an der falschen Stelle.Am Dienstag hatten die Abgeordneten bereits fünf Bundeswehreinsätze verlängert, darunter die wichtigsten und größten der Truppe. Die Mandate laufen teils Ende dieses Jahres, teils Ende Januar 2018 aus. Sie sollen zunächst nur bis Ende März oder Ende April 2018 verlängert werden. Über die künftige Ausgestaltung der Missionen soll dann die nächste Bundesregierung entscheiden.