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Patrick Henry Village Heidelberg: Warum sich Bürger und Einzelhändler in der Region Schwetzingen sorgen

Von Harald Berlinghof

Schwetzingen/Heidelberg. Heidelbergs Oberbürgermeister Eckard Würzner bekommt sein Fett weg. Die viel gelobte Heidelberger Bahnstadt wird zerpflückt, der Heidelberger Stadtteil Emmertsgrund als Negativbeispiel vorgeführt. Die anwesenden Bürger im Schwetzinger SPD-Bürgerzentrum nehmen kein Blatt vor den Mund. In unmittelbarer Nachbarschaft von Schwetzingen, Plankstadt und Oftersheim soll ein neuer Stadtteil mit 10.000 Einwohnern und 5000 Arbeitsplätzen entstehen. Das bedeutet noch mehr Konkurrenz um Fachkräfte und noch mehr Verkehr zum Autobahnzubringer. Auch Konkurrenz um Einwohner: Schwetzingen hat sowieso schon damit zu kämpfen, dass die Einwohnerzahlen nicht mehr steigen. Der neue Heidelberger Stadtteil auf dem ehemaligen Patrick Henry Village liegt jedenfalls geografisch näher an den drei genannten Kommunen als an Heidelberg.

Michael Braun, Geschäftsführender Direktor der Internationalen Bauausstellung Heidelberg (IBA), der auf Einladung des SPD-Landtagsabgeordneten Daniel Born ins Schwetzinger Gemeindezentrum der Sozialdemokraten gekommen war, stand Rede und Antwort. Doch der Stadtplaner und Städtebau-Professor aus Berlin hatte auch keine einfachen Lösungen für die Frage parat, wie der zunehmende Wohnraummangel an attraktiven Standorten wie Heidelberg oder Schwetzingen auf die Schnelle zu beheben ist. Aber er hat eine Vision. Und die heißt PHV - Patrick Henry Village.

Dort, wo auf 97 Hektar zwischen Heidelberg-Kirchheim, Schwetzingen, Plankstadt und Oftersheim einst GIs mit ihren Familien lebten, soll ein neuer Stadtteil entstehen, wo Software-Manager neben Kita-Erzieherinnen und Pflegekräften, Senioren neben Azubis leben sollen. "Durchmischung" lautet sein Zauberwort. Die heterogene Stadt - ein bisschen Romantik aus Heidelberg, ein bisschen Barock aus Schwetzingen, ein bisschen Multikulti aus Mannheim - ist die Stadt der Zukunft, nicht die funktionsgetrennte Stadt. Hier die Schlafstadt Emmertsgrund, dort die Industriestadt Mannheim. Die Ideen des Städteplaners klingen gut.

Die Heidelberger Bahnstadt mag aus ökologischen Gründen noch durchgehen. Aus sozialer Sicht geht das gar nicht. Von einer oberen Mittelschicht an Immobilien-Eigentümern, die sich dort einkaufen, ist bei den anwesenden Schwetzingern die Rede. So etwas ist in PHV nicht angedacht, sagt Braun.

Bildung, Forschung, Wohnen. Sich überlappende Funktionen sieht er in seinem Utopia. Heterotopia sozusagen. "Das gab es das letzte Mal im Mittelalter", betont Braun. "Aber die Umsetzung wird noch Jahrzehnte dauern", relativiert er seine Aussagen. Und die Entwicklung eines neuen Stadtteils, der quasi aus dem Boden gestampft werden muss, auch wenn einige der Gebäude erhalten bleiben sollen, sei eine regionale Aufgabe.

Plankstadt liegt dem PHV näher als Heidelberg. Das ist Tatsache. In direkter Nachbarschaft der drei Spargelkommunen soll eine Stadt der Zukunft entstehen. Und die wird anders aussehen als die Stadt der Gegenwart. "In den nächsten 150 Jahren werden sich unsere Städte ebenso dramatisch verändern wie in den vergangenen 150 Jahren", meint er. Und wer kann sich heute noch vorstellen, in einer Stadt am Anfang der Industrialisierung zu leben. Nichts davon ist geblieben. Nichts von unserem Heute wird bleiben. Zumindest nicht, "wie es ist", betont er. Das erzeugt Ängste. Doch diese unausweichliche Entwicklung in die richtigen Bahnen zu lenken, das ist die Aufgabe der Städteplaner. Einzelhäuschen, Reihenhäuschen, oder was? Ein Herr aus dem Publikum fragt tatsächlich, ob man alle 10.000 Einwohner in einem einzigen Gebäude unterbringen könnte. Das würde Wege sparen und Leitungsverlegungen minimieren.

So weit wollte Braun nicht gehen. Er glaubt aber, dass das Äußere der Architektur in 40 Jahren keine große Rolle mehr spielt. Nur die vorhandene Digital-Infrastruktur werde zählen. Straßenbahnen werden durch Apps ersetzt. Kommunikation erfolgt am Bildschirm, bestellt wird am Bildschirm, gearbeitet wird am Bildschirm. Gemüse wächst an den Hausfassaden. Das Wasser sammelt sich in Regenrückhaltebecken. Die Gebäude sind energieautark.

Diese Visionen der Zukunft stoßen noch nicht bei allen Schwetzingern auf Begeisterung.

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