Knast | „Eine sozialpolitische Bankrotterklärung“: Berliner Gefängnistheater kämpft mit Kürzungen
Achtzehn Männer skandieren im Chor die Heiner-Müller-Fassung von Shakespeares blutigster Tragödie, Titus Andronicus: „Gras sprengt den Stein / die Wände treiben Blüten / die Fundamente schwitzen Sklavenblut“. Martialische Verse über Roms Untergang, die im Innenhof eines stillgelegten Traktes der Justizvollzugsanstalt Tegel zwischen der gestuften Bühne und den Publikumstribünen widerhallen. Vergitterte Fenster und Stacheldraht rundherum, oben ziehen weiße Wolken über einen blauen Himmel: Premiere hat die alljährliche Freiluftinszenierung des Berliner Gefängnistheaters aufBruch.
Seit 27 Jahren erarbeitet aufBruch Theaterproduktionen mit Gefangenen. Der dramatische Stoff, den Regisseur Peter Atanassow aussucht, hat stets e
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