Die Debatte über Deutschlands Sommerferien-Regelung flammt erneut auf. Bayern und Baden-Württemberg beharren auf ihren traditionell späten Ferien. Aber ist das noch zeitgemäß? Deutschland debattiert über die Sommerferien, nachdem Nordrhein-Westfalens Bildungsministerin Dorothee Feller (CDU) eine Änderung der Ferienregelung ins Gespräch gebracht hat. Nordrhein-Westfalen hätte auch gern einmal einen späteren Ferienstart, sagte sie der "Westdeutschen Allgemeinen Zeitung". In 14 Bundesländern beginnen die Sommerferien von Jahr zu Jahr in einem rotierenden System zu unterschiedlichen Zeitpunkten. Nur in Bayern und Baden-Württemberg starten sie stets erst Ende Juli oder Anfang August und enden Mitte September. Die Sommerferientermine sind bis ins Schuljahr 2029/2030 festgelegt. Ende dieses Jahres wird über den darauffolgenden Zeitraum verhandelt. Immer wieder gab es in der Vergangenheit Vorstöße, um die Ferienzeiten auch in den beiden süddeutschen Ländern flexibler zu gestalten – so auch in diesem Jahr. Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) lehnt eine Änderung jedoch ab und beansprucht auch für die Zukunft, als letztes Land Ende Juli in die Sommerferien zu starten. "Sorry, wann bei uns Ferien sind, entscheiden wir Bayern selbst", sagte er "Bild". Der späte Ferienstart sei "im Biorhythmus der Bayern drin". Das führt zu der Frage: Hat Markus Söder recht? Oder: Sollte die Ferienregelung geändert werden?