Seit einem Jahr ist Vincent Kompany Trainer des FC Bayern. 2022 hätte er bei einem anderen Bundesligaverein anheuern können. Doch er hatte sich bereits anders entschieden. Borussia Mönchengladbach hätte in der Saison 2022/23 beinahe Vincent Kompany als Cheftrainer präsentiert. Das verriet Roland Virkus in der Sky-Dokumentation "Mythos Borussia: Eine Legende wird 125", die ab dem 29. August ausgestrahlt wird. Demnach habe sich der Gladbacher Sportchef damals zunächst intensiv um eine Rückkehr eines Ex-Trainers der "Fohlen" bemüht. "Eigentlich wollten wir Lucien Favre zurückholen und waren auch schon weit in den Gesprächen", so Virkus, der dann aber verriet: "Mein Plan B nach Favre war Vincent Kompany." Thomas Müller: Weltmeister bekommt besonderes Geschenk in Vancouver Er habe sich dreimal mit dem Belgier getroffen und dabei mit diesem jeweils drei Stunden über Fußball gesprochen. "Ein absoluter Fachmann", so der 58-Jährige über den früheren Innenverteidiger. Die Folge: "Als Favre abgesagt hat, habe ich sofort Vincent Kompany angerufen und gesagt: Vinc, jetzt ist es so weit, wir können." Virkus stand plötzlich "ohne einen Trainer da" Doch Virkus kam zu spät. Kompany erklärte ihm, dass es ihm leidtue, er aber bereits beim FC Burnley zugesagt habe. "Und dann stand ich da ohne einen Trainer", fasste Virkus die Situation zusammen. In der Folge übernahm dann Daniel Farke den Klub, der nach dem Abschied von Adi Hütter auf der Suche nach einem neuen Coach war. Doch die Zusammenarbeit mit Farke endete nach nur einer Saison und Platz zehn in der Bundesliga . Im Sommer 2023 übernahm Gerardo Seoane das Team. Kompany wechselte ein Jahr später zum FC Bayern München . Kompany zu Bayern: "Max, top Entscheidung" Trotz des verpassten Wechsels pflegen Kompany und Virkus weiterhin ein gutes Verhältnis. In der Sky-Dokumentation ist zu sehen, wie sich beide nach dem 1:0-Sieg der Bayern im Borussia-Park in der vergangenen Saison herzlich umarmen. Kompany sagt dabei: "Danke noch mal. Ich weiß, in diesem Moment hast du mir dein Vertrauen gezeigt." Virkus erwiderte: "Kein Problem, alles gut. Es freut mich, dass du diese Entwicklung genommen hast. Das ist viel wichtiger. Alles andere ist egal." Die Kritik an Max Eberl , der Kompany nach München holte, kann Virkus dementsprechend auch nicht nachvollziehen – im Gegenteil. "Als ich das gehört habe, habe ich gesagt: Max, top Entscheidung", betonte der Gladbach-Manager hinsichtlich der Kompany-Verpflichtung. Der Ex-HSV-Profi sei ein wachsender Trainer mit eigenen Ideen. Diese hätten auch gut zu Borussia Mönchengladbach gepasst, so Virkus.