Die Suche nach einem neuen Bahnchef hat begonnen. Dafür vertraut der Aufsichtsrat des Unternehmens auf einen externen Dienstleister. Nach dem überraschenden Aus für Bahnchef Richard Lutz hat der Aufsichtsrat der Deutschen Bahn die Suche nach einer Nachfolge gestartet. Dabei soll externe Unterstützung helfen. Wie aus Kreisen des Kontrollgremiums hervorgeht, wurde eine große deutsche Personalberatung damit beauftragt, entsprechende Angebote einzuholen. Das berichtet das "Handelsblatt". Dem Vernehmen nach handelt es sich um das Unternehmen Egon Zehnder. Aus dem Bundesverkehrsministerium hieß es, es sei auch ein weiterer Headhunter im Gespräch. Eine Sprecherin von Egon Zehnder wollte sich auf Anfrage nicht zu möglichen Kunden äußern. Lutz' Rauswurf kam wohl überraschend Die vorzeitige Abberufung von Lutz am Donnerstag kam offenbar nicht nur für die Öffentlichkeit überraschend. Auch nahezu alle Mitglieder des DB-Aufsichtsrats seien nicht eingeweiht gewesen, heißt es. Selbst der Personalausschuss, der laut Satzung für Personalfragen auf Vorstandsebene zuständig ist, soll nicht informiert gewesen sein. Nur Aufsichtsratschef Werner Gatzer war demnach eingeweiht. Verkehrsminister Patrick Schnieder (CDU) hatte die Entscheidung bekannt gegeben. Er will die Nachfolge möglichst bis zum 22. September klären – für diesen Tag ist eine neue Strategie zur Reform des Bahnkonzerns geplant. Lutz bleibt vorerst im Amt, bis ein Nachfolger gefunden ist.