Die deutsche Hockey-Nationalmannschaft hat sich den Titel bei der Heim-EM in Mönchengladbach gesichert. Im Finale gelang die Revanche gegen die Niederlande. Der Titeltraum ist wahr geworden: Nach der Finalniederlage bei den Olympischen Spielen im vergangenen Jahr ist der deutschen Hockey-Nationalmannschaft im EM-Endspiel gegen die Niederlande die Revanche geglückt. Das Team von Bundestrainer André Henning setzte sich in Mönchengladbach gegen den Erzrivalen mit 4:1 im Shootout durch, nach 60 Minuten hatte es 1:1 (0:1) gestanden. Damit kann das deutsche Team den neunten EM-Titel der Geschichte feiern. Sieg gegen Belgien: Deutsche Hockey-Damen stehen im Finale Erst im letzten Viertel sorgte Justus Weigand für den umjubelten Ausgleich (46.), im Penaltyschießen behielt das Team von Bundestrainer Henning dann die Nerven. Der entscheidende Treffer gelang Thies Prinz. Erstmals seit 2013 bejubeln die "Honamas" wieder einen EM-Titel. Mit dem insgesamt neunten Triumph halten die Rekordsieger auch den großen Rivalen auf Distanz (sieben Titel), das Tor durch Tijmen Reyenga (26.) war nicht genug für die Niederlande. Bronze sicherte sich Spanien nach einem 2:0 gegen Frankreich. Zumindest die kleine Revanche gegen Oranje ist so nun endlich geglückt: Im Olympiafinale 2024 behielten die Niederlande in einem hitzigen Duell noch die Oberhand, auch bei den EMs 2021 und 2015 hatte es Endspielpleiten für die deutsche Auswahl gesetzt. Auch für Kapitän Mats Grambusch schließt sich mit dem Titel in seiner Heimatstadt ein Kreis: Als einziger Spieler im Kader krönte er sich bereits bei seiner Turnierpremiere 2013 zum Europameister, in seinem Abschiedsspiel für den DHB steht er nun erneut ganz oben. Duell der Fanlager Am frühen Samstagabend ging es auf und neben dem Spielfeld sogleich hitzig zur Sache, das Publikum verwandelte den ausverkauften Hockeypark in einen echten Hexenkessel. Eine "Hölle" hatte Henning gefordert, die bekam er gleich doppelt: Munter duellierten sich auch die Fanlager, mit dem Geschehen auf dem blauen Kunstrasen wechselten auch die Sprechchöre stets die Seiten. Nur Tore gab es zunächst nicht, Jean Danneberg klärte mit dem Schlusspfiff des ersten Viertels spektakulär mit dem Schläger – für die Parade gab es sogar einen Handschlag vom Gegner. Am Führungstreffer nach Strafecke konnte aber auch der herausragende deutsche Keeper nichts machen. In der Folge blieb es spannend, Weigand gelang etwas überraschend der Ausgleich.