Добавить новость
World News
Новости сегодня

Новости от TheMoneytizer

Imker auf dem Dach des Bundestags: Die Bienen auf dem Parlament

Im Bundestag wird nicht nur Politik gemacht. Die Gebäude des Parlaments bieten auch so manchen interessanten Ort. Ein Besuch beim Imker auf dem Dach. Es ist parlamentarische Sommerpause im Bundestag. In den Gebäuden des Parlaments ist in diesen Tagen wenig los. Die meisten Abgeordneten haben die Stadt verlassen, sie befinden sich in ihren Wahlkreisen oder im Urlaub. Nur ein paar Handwerker nutzen die ruhige Phase, um Ausbesserungen vorzunehmen. Sie tragen neue Abdeckungen durch die langen Gänge, heute werden sie kaum gestört. Doch während die Büros weitgehend verwaist sind, herrscht an anderer Stelle großer Betrieb – und zwar auf dem Dach des Jakob-Kaiser-Hauses. Hunderttausende Individuen tummeln sich hier auf engem Raum. Die parlamentarische Sommerpause ist ihnen egal, wie überhaupt der gesamte politische Betrieb, der sich den Rest des Jahres nur wenige Meter entfernt abspielt. Der Streit über die Nominierungen für das Verfassungsgericht war hier in den vergangenen Monaten ebenso wenig Thema wie die Debatte über eine mögliche Wehrpflicht. Bundestag: Sieben Mythen und Fakten Fotoshow: Die Politik im Bienen-Fieber Denn hier, nur wenige Meter entfernt von der Reichstagskuppel, leben zehn Bienenvölker. Gänzlich unbemerkt vom sonst regen Treiben im Regierungsviertel produzieren sie massenweise Honig. Und alle paar Tage bekommen sie Besuch von Daniel Holstein, dem Bundestagsimker. Das Büro von AfD-Chefin Alice Weidel liegt direkt unter dem Dach. Wenige Meter über Weidels Kopf surren etwa eine halbe Million Bienen. Bundestagsbienen: Zunächst gab es eine Absage In kurzer Hose und Sandalen kommt Holstein auf dem Dach an, bahnt sich seinen Weg über die Raucherrasse, eine Wendeltreppe und schmale Wege entlang des begrünten Daches zu seinen Bienen. Dort angekommen, wirft er sich schnell in seinen Ganzkörperanzug, um nach seinen Schützlingen zu sehen. In einem kleinen Verschlag auf dem Dach hat er alle wichtigen Utensilien verstaut. Zuerst zündet er etwas Hanfwolle an, um Rauch zu erzeugen. Der signalisiert den Bienen Gefahr, sie verkriechen sich, um Honig zu futtern und Kraft zu tanken. Dadurch greifen sie Holstein nicht an, er kann entspannt die einzelnen Kästen öffnen, um seine Völker zu inspizieren. Mittlerweile sind es für Holstein geübte Handgriffe, aber angefangen hat alles viel mit Bürokratie – und einer Absage. Die damalige Grünenpolitikerin Bärbel Höhn kam 2015 auf die Idee, ein Bienenvolk im Bundestag anzusiedeln. Unterstützung hatte sie von Holstein, der heutige Bundestagsimker war damals ihr Büroleiter. Es sollte als Botschafter für Arten- und Insektenvielfalt dienen. Allerdings war die Verwaltung zunächst wenig angetan. "Wir bekamen drei Seiten mit Gründen, warum das nicht funktioniert", erinnert sich der Imker. Doch Höhn wusste, wie sie mit den entsprechenden Stellen umgehen muss. Sie telefonierte viel herum, bis das Prestigeprojekt tatsächlich umgesetzt war. Etwaige Sorgen, die Bienen könnten in die Fenster oder Lüftungssysteme des Bundestags fliegen, erwiesen sich schnell als unberechtigt. Der Bundestagsimker arbeitet nicht im Bundestag Höhn sitzt seit 2017 nicht mehr im Bundestag und auch Holstein arbeitet bereits seit einigen Jahren nicht mehr hier. Um seine Völker kümmert er sich dennoch weiterhin – ehrenamtlich. Schließlich seien die Bienen zu einem echten "Imageträger" für den Bundestag geworden und ihr Honig ist mittlerweile ein beliebtes Souvenir. Angela Merkel etwa brachte einmal der litauischen Premierministerin ein Glas Bundestagshonig mit. Im August produzieren die Bienen keinen Honig mehr, zu tun gibt es dennoch genug. Nachdem Holstein den Großteil des Honigs in den vergangenen Wochen mittels einer Zentrifuge aus den Waben herausgeschleudert und in Gläser abgefüllt hat, bekommen die Bienen heute einen Teil des Honigs zurück. Denn zu dieser Jahreszeit ist Honig ein knappes Gut, das die Bienen zum Überleben brauchen. "Die Bienen fangen an, bei anderen Völkern zu räubern. Die Stimmung ist nicht mehr so gut." Und so geht es bei den Bienen mitunter ebenso wechselhaft zu wie bei den Politikern in den Stockwerken unter ihnen. "Bei schlechtem Wetter haben die Bienen auch sehr schlechte Laune", verdeutlicht Holstein. Auch zwischen den Völkern gebe es Unterschiede. Manche seien deutlich aggressiver als andere. Wer will, kann auch hier Parallelen zum Bundestag erkennen. Grundsätzlich sind es laut Holstein aber "gechillte Tiere, die kein Interesse an dir als Mensch haben". Außer: Der Geruch stört sie. "Bienen riechen so gut wie Hunde. Man sollte also auf ein zu intensives Aftershave verzichten." Bundestagsmitarbeiter werden geschult Mittlerweile versucht Holstein auch andere Menschen für die Bienen zu begeistern. Regelmäßig gibt er Kurse für Bundestagsmitarbeiter. Heute ist einer der Kursteilnehmer zur weiteren Pflege seines Bienenvolks da. Denn neben den zehn großen Völkern gibt es kleinere Kästen mit weiteren Bienen, in denen Holstein neue Bienenköniginnen züchtet. Diese markiert der Imker im Normalfall mit einem farbigen Punkt, um sie stets schnell zu finden. Bei dem neuen Volk fällt es nun aber sowohl dem Bundestagsmitarbeiter als auch Holstein selbst schwer, die Königin zu identifizieren. Nach und nach nehmen sie die sogenannten Rähmchen aus Holz heraus, in denen die Bienen ihre Waben bauen, um die Königin zu suchen. Holstein geht mit dem Zeigefinger jede Reihe durch. Doch die größere Königin findet er auch mit geschultem Auge nicht. So bleibt die Markierung der neuen Königin heute aus, ebenso wie die Namensgebung. Auch die war in jüngerer Vergangenheit durchaus ein politisches Thema. So hießen die Königinnen in der Ampelzeit etwa Annalena und Roberta – in Anlehnung an die Spitzenköpfe der Grünen. Doch es müssen nicht immer weibliche Namen sein. Zuletzt hatte Holstein überlegt, eine Königin – zu Ehren des Kanzlers – Fritz zu nennen. Heute steht allerdings keine neue Namensgebung an, sodass die schwarz-roten Minister noch auf ihre schwarz-gelben Namensvetter warten müssen. Bienen auf dem Dach: Der Bundestag hat nichts damit zu tun Einen Anspruch auf Vollständigkeit gibt es ohnehin nicht – schließlich gehören die Bienenvölker ebenso wie sämtliches Equipment Holstein selbst. Der Bundestag stellt nur die Fläche zur Verfügung. "Es ist nicht ganz preiswert, aber ich habe das Hobby für meine zweite Lebenshälfte gefunden", erzählt Holstein. Dank des Honigs holt er seine Ausgaben auch wieder rein. 200 Kilogramm erntet er pro Jahr ungefähr. In diesem Jahr wird es eventuell etwas weniger sein, denn nicht alle Bienenvölker sind gut durch den Winter gekommen. Nur die Hälfte der zehn Völker produzierte letztlich auch Honig. Holstein verkauft das Produkt zur Weihnachtszeit als "Bundestagshonig" – und der ist durch alle Parteien hinweg stets äußerst beliebt. Berlin als idealer Honigstandort Denn neben dem außergewöhnlichen Produktionsort spricht auch die Qualität für sich. Entgegen der landläufigen Meinung ist Honig aus der Stadt meist hochwertiger als vom Land. Dort kommt es häufiger zu Problemen mit Pestiziden, sodass der Honig teilweise unbrauchbar wird. Zudem produzieren die Bienen in Städten wie Berlin deutlich mehr Honig, weil es mehr Blühbäume wie Ahorn, Kastanie oder Linde gibt. Vor allem die Nähe zum Tiergarten ist da von Vorteil. Aber selbst auf dem Bundestagsdach blüht in diesem Jahr allerhand, sodass die Bienen nicht allzu weit fliegen mussten. Für die Bienen ist der Standort ideal – ebenso wie für Holstein selbst. Er genießt die Ruhe mitten im Hauptstadtrubel. Manchmal nimmt er sogar seinen Laptop mit und arbeitet hier. Oder er kommt nach Feierabend und liest ein Buch. Dann entdecken ihn hin und wieder Kuppelbesucher auf dem gegenüberliegenden Reichstag und winken ihm zu. An die herumschwirrenden Bienen hat er sich längst gewöhnt. Als er einen Kasten gerade wieder schließt, stellt er lapidar fest: "Jetzt ist mir eine in die Sandale geflogen. Die wird mich gleich stechen. Aber da bin ich bei dem Schuhwerk selbst schuld." Wenige Sekunden später folgt dann die Feststellung: "Jetzt ist es passiert." Der kurze Schmerz ist es offenbar wert.

Читайте на сайте


Smi24.net — ежеминутные новости с ежедневным архивом. Только у нас — все главные новости дня без политической цензуры. Абсолютно все точки зрения, трезвая аналитика, цивилизованные споры и обсуждения без взаимных обвинений и оскорблений. Помните, что не у всех точка зрения совпадает с Вашей. Уважайте мнение других, даже если Вы отстаиваете свой взгляд и свою позицию. Мы не навязываем Вам своё видение, мы даём Вам срез событий дня без цензуры и без купюр. Новости, какие они есть —онлайн с поминутным архивом по всем городам и регионам России, Украины, Белоруссии и Абхазии. Smi24.net — живые новости в живом эфире! Быстрый поиск от Smi24.net — это не только возможность первым узнать, но и преимущество сообщить срочные новости мгновенно на любом языке мира и быть услышанным тут же. В любую минуту Вы можете добавить свою новость - здесь.




Новости от наших партнёров в Вашем городе

Ria.city
Музыкальные новости
Новости России
Экология в России и мире
Спорт в России и мире
Moscow.media






Топ новостей на этот час

Rss.plus





СМИ24.net — правдивые новости, непрерывно 24/7 на русском языке с ежеминутным обновлением *