Zwei Seiten gezeigt
Nachdem sich Max Steinlechner bei den Danish Championship mit zwei starken Runden eine hervorragende Ausgangslage erarbeitete, zeigt der 25-jährige am Wochenende aber krankheitsgeschwächt eine gänzlich andere Seite und rasselt mit hohen Nummern deutlich im Klassement zurück.
Max Steinlechner glänzte an den ersten beiden Tagen mit Runden von 67 (-4) und 69 (-2) Schlägen regelrecht und übersprang damit nicht nur als einziger des heimischen Trios die Cuthürde, sondern startete sogar aus dem Spitzenfeld ins Wochenende. Am Moving Day allerdings erwischte es den jungen Tiroler dann krankheitsgeschwächt richtiggehend eiskalt. Nach durchaus gelungenem Beginn riss der gewinnbringende Schwung völlig ab und nach einer 76 (+5) rutschte er sogar bis auf Rang 37 zurück. Am Sonntag will er eigentlich wieder den Rhyhtmus der ersten Tage finden, nach wie vor geschwächt beißt er sich jedoch richtiggehend noch durch die letzten 18 Löcher.
Gleich der erste Drive bremst sich nur im Rough ein, was nach wildem Ritt am Ende sogar in einer anfänglichen Doublette mündet. Nur kurz kann er sein Spiel dann stabilisieren, ehe er am Par 5 der 3 nach gewasserter Attacke bereits den nächsten Schlagverlust verbuchen muss. Auch danach will am Sonntag so gut wie nichts gelingen, wie ein verpasstes Up & Down am Par 3 der 5 unangenehm beweist.
Erst am Par 5 der 6 kann er dann erstmals ein wenig durchatmen, nachdem sich mit Chip & Putt schließlich auch das erste Birdie ausgeht. Allerdings verfliegt die Freude mit dem nächsten Fehler bereits auf der 7 wieder. Immerhin kann er am kurzen Par 4 danach trotz wild verzogener Attacke sofort kontern. Schon auf der 11 wird es dann aber wieder ungemütlicher, nachdem ein verfehltes Fairway ihn wieder auf 4 über Par abrutschen lässt.
Wichtige Erfahrungen gesammelt
Erneut radiert er den Faux-pas aber aus gut zwei Metern schon auf der 12 zwar sofort wieder aus, nach verfehltem Grün setzt es aber auch postwendend das nächste Bogey. Diesmal weiß er darauf keine Antwort und rutscht nach einem verzogenen Tee Shot am Par 3 der 15 sogar auf bereits 5 über Par zurück. Selbst aus 1,5 Metern will dann am Par 5 Schlussloch kein Birdie mehr gelingen, weshalb sich auch am Sonntag nur die 76 (+5) ausgeht. Mit dem tiefschwarzen Wochenende pendelt er sich schließlich zwar lediglich auf Rang 53 ein, angesichts seines geschwächten Zustandes muss man dies jedoch eindeutig in Relation setzen. „Ich bin froh, dass jetzt mal Pause ist“, so Max nach der Runde.
Die Tourcard für die DP World Tour hat er dank seiner hervorragenden Auftritte auf der Hotelplanner Tour bereits so gut wie fix in der Tasche, womit die große Tour kommendes Jahr wohl seine Heimat darstellen wird. Vorerst jedenfalls enden die DP World Tour Gastauftritte nun vorerst und kommende Woche wird er auch eine wohlverdiente und benötigte Pause einlegen. Genügend Zeit also um die beiden Wochen in Schottland und Dänemark nun in aller Ruhe zu analysieren und um die gesammelten Erfahrungen bestmöglich zu seinem Vorteil verarbeiten zu können.
Den sieben deutschen Vertretern ergeht es nur bedingt besser als Max Steinlechner, denn Austrian Alpine Open Champion Nicolai Von Dellingshausen wird mit einer Mittelfeldplatzierung noch der beste der schwarz-rot-goldenen Vertreter in Dänemark. Marco Penge (ENG) fängt Lokalmatador Rasmus Hojgaard noch ab und gewinnt bei gesamt 16 unter Par.
Leaderboard Danish Championship
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Der Beitrag Zwei Seiten gezeigt erschien zuerst auf golf-live.at.