Rund drei Wochen nach seinem Tod ist Ulli Potofski in Gelsenkirchen beigesetzt worden. Es wurde eine Zeremonie im Zeichen des Vereins, dem er sein Leben lang treu war. In Gelsenkirchen haben Familie, Freunde und Wegbegleiter Abschied von Ulli Potofski genommen. Der langjährige Sportmoderator wurde am Freitag auf dem Schalker Fan-Feld des Friedhofs Beckhausen-Sutum beigesetzt, unweit der Arena des Klubs, mit dem er zeitlebens eng verbunden war. Sein letzter Wunsch wurde erfüllt: Die Urne in Form eines Fußballs wurde auf dem Gemeinschaftsgrabfeld beerdigt. Dort liegt auch Schalkes Vereinslegende Reinhard "Stan" Libuda. Viele Wegbegleiter vor Ort – Sedlaczek kämpft mit Tränen Die Trauerfeier begann um 11.04 Uhr. Mehr als 100 Gäste wohnten der Zeremonie bei, unter ihnen Borussia Dortmunds Vorstandschef Hans-Joachim Watzke, Ex-Schalke-Aufsichtsratschef Clemens Tönnies , der frühere Sportmoderator Werner Hansch und Esther Sedlaczek . Die Moderatorin, die Potofski als ihren "Fernseh-Papa" bezeichnete, kämpfte mit den Tränen. Am Grab wurde das Steigerlied gesungen, das als Bergmannslied tief in der Region verwurzelt ist. Viele Fans hatten Schals und Fahnen mitgebracht, um dem gebürtigen Gelsenkirchener die letzte Ehre zu erweisen. Ulli Potofski war am 2. August im Alter von 73 Jahren an Leukämie gestorben. In den 1970er-Jahren hatte er seine Karriere beim WDR begonnen. Ende der 1980er-Jahre gehörte er bei RTL zu den Machern der Bundesliga-Sendung "Anpfiff". Ab 2006 war er für Sky, damals noch Premiere, als Moderator und Kommentator im Einsatz. Nach seinem Tod hatten mehrere Bundesliga-Klubs öffentlich ihre Anteilnahme bekundet. Potofski galt als einer der bekanntesten Sportreporter des Landes.