Im Taxi kam es zum Kuss, knapp einen Monat später sagten sie "Ja". Victoria Trauttmansdorff verliebte sich in einen Schauspielkollegen – und die Liebe hält bis heute. Victoria Trauttmansdorff ist primär durch die ZDF-Serie "Nord Nord Mord" bekannt, spielt dort die Rolle der Tabea Krawinkel. Am Montagabend ist sie im Zweiten in der Komödie "Feste Feiern" zu sehen. Ihre Leidenschaft für die Schauspielerei ist auch ihrem Mann nicht fremd. Wie die 64-Jährige ist er ebenfalls Teil der Schauspielbranche – und geht schon über drei Jahrzehnte gemeinsam mit ihr durchs Leben. Trauttmansdorff ist seit über 35 Jahren mit Mime und Regisseur Wolf-Dietrich Sprenger verheiratet. Er hat sich am Theater einen Namen gemacht, wirkte etwa am Düsseldorfer Schauspielhaus, am Staatstheater Stuttgart oder am Thalia Theater Hamburg . Doch auch die TV-Landschaft ist ihm nicht fern. So spielte er etwa in bekannten Produktionen wie dem "Tatort" oder "Soko Köln" mit. Beide sind bekannt aus Fernsehreihen: Die berühmten Ex-Partnerinnen von "Tatort"-Star Miroslav Nemec Zwölf Jahre nach "Skyfall": So sieht Bond-Girl Sévérine heute aus Die Schauspielerei führte ihn einst zu Trauttmansdorff. Kennengelernt haben sich die beiden Ende der Achtzigerjahre am Schauspielhaus Stuttgart, während der Proben zu "Kasimir und Karoline". Es waren intensive Proben – und ein ebenso intensives Kennenlernen. "Es war damals fast Liebe auf den ersten Blick", erinnerte sich Trauttmansdorff 2022 in einem "Bunte"-Interview. Sie und Sprenger seien nach der Arbeit abends einmal im gleichen Taxi gefahren, um nach Hause zu kommen. "Und da haben wir geknutscht und er hat gefragt, ob ich ihn heiraten möchte. Ich habe 'Ja' gesagt und fünf Wochen später haben wir geheiratet", erzählte sie. Victoria Trauttmansdorff war damals etwa 30 Jahre alt, der rund 18 Jahre ältere Sprenger Ende 40 und "am Thalia Theater ein sehr renommierter Schauspieler und Regisseur". Daran erinnerte sich Trauttmansdorff 2020 in einem Interview mit dem "Tageblatt" zurück. Durch ihren Mann habe auch ihr Weg nach Hamburg geführt. In der Hansestadt bauten sie und Sprenger sich ein gemeinsames Leben auf. Sie blieben nicht lange zu zweit, bekamen zwei Töchter, die heute längst erwachsen sind. Eine davon ist Theaterregisseurin Charlotte Sprenger. "Sie unterstützen uns und helfen, wo sie nur können. Dafür bin ich extrem dankbar", sagte Trauttmansdorff dem "Bunte"-Magazin. Streiten ist ihr Ehegeheimnis Ganz harmonisch geht es bei Trauttmansdorff und Sprenger nicht immer zu. Auf die Nachfrage, was ihr Ehegehemnis sei, antwortete die Schauspielerin: "Viel streiten. Ich habe sonst keins. Meine Kinder sagen, dass wir so unterschiedlich sind, dass wir ein ewiges Rätsel füreinander bleiben und dadurch immer beschäftigt sind, den anderen zu verstehen." Das halte sie auf Trab. Zeitweise arbeiteten Trauttmansdorff und Sprenger zusammen, sie als Theaterschauspielerin unter seiner Regie. Dann legte sie die Zusammenarbeit jedoch für einige Zeit auf Eis. Sie "habe schon eine Pause gebraucht", sagte sie dem "Tageblatt" 2020 und fügte hinzu: "Das hat wahrscheinlich unsere Ehe gerettet, dass wir nicht zusammen gearbeitet haben. Denn das ist schon eine ziemliche Herausforderung." Zum Zeitpunkt des Interviews konnte sie sich jedoch wieder vorstellen, unter Sprengers Regie zu spielen. Beziehungen seien "das Komplizierteste überhaupt", äußerte Trauttmansdorff bei "Bunte". Liebe, Partnerschaft, Verständnis, guter Sex, Kinder, gemeinsame Hobbys, sich Freiheit geben seien laut Trauttmansdorff Punkte, die in der Liebe wichtig sind. Der wichtigste Faktor sei aber der gegenseitige Respekt. "Haben große Intimität erlebt" Victoria Trauttmansdorff und Wolf-Dietrich Sprenger mussten während ihrer Ehe schon eine besonders schwere Zeit durchstehen. 1996 wurde bei Trauttmansdorff Lymphdrüsenkrebs diagnostiziert. Doch sie hat die Erkrankung erfolgreich bekämpft und ist seit über 20 Jahren krebsfrei. Die Erfahrung hat sie mental verändert, habe sie "weniger nervös und bodenständiger" gemacht, wie sie "Bunte" verriet. Auch auf ihre Ehe habe die Zeit Einfluss gehabt. Ihr Mann sei tapfer mit der Situation umgegangen, habe jedoch auch große Sorgen um sie gehabt. "Am Anfang dachte er, ich sterbe. In dieser Zeit drehte sich alles um mich. Erst nach der Krankheit realisierten wir, dass es für uns beide eine echte Herausforderung war", so Trauttmansdorff. Zwei Jahre lang hätten sie damals eine schwere Beziehungszeit durchlebt. Sie habe viel Mitleid aufgrund ihrer Erkrankung erfahren, ihr Mann sei dagegen jedoch "ein bisschen in Vergessenheit geraten innerhalb unserer Familie". Doch sie hielten aneinander fest und gingen gestärkt aus der Situation heraus. "Wir haben eine große Intimität erlebt, weil wir viel Schmerz miteinander geteilt haben", so Trauttmansdorff.