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Charlie Kirk erschossen: Amerikas politische Gewalt eskaliert

Ein einzelner, tödlicher Schuss auf einer Uni-Bühne in Utah: Das Attentat auf Charlie Kirk reiht sich womöglich ein in eine Serie politischer Gewalttaten in Amerika. Aber gerade dieser Mord könnte das Land noch tiefer in einen Abgrund stürzen. Bastian Brauns berichtet aus Washington Die Videos, die von dem Attentat auf den rechten Aktivisten Charlie Kirk durchs Internet geistern, sind schwer zu ertragen. Ein sonniger Nachmittag an der Utah Valley University in der Stadt Orem. Ein weißes Pavillon-Zelt, auf dem der Slogan "The American Comeback" zu lesen ist. Charlie Kirk sitzt auf dieser überdachten Bühne und beantwortet Fragen aus dem Publikum . Dann ist der Knall eines einzelnen Schusses zu hören. Kirk zuckt zusammen, ein Schwall von Blut schießt aus seinem Hals. Er sackt zusammen. Wenig später erliegt er im Krankenhaus seinen Verletzungen. Es ist Amerikas jüngster Akt politischer Gewalt. Jeder, der will, kann die brutale Tat im Netz ansehen. Es sind gerade diese Bilder, die wirken und Folgen haben werden. Charlie Kirk war 31 Jahre alt. Er hinterlässt eine Frau und zwei kleine Kinder. Seine Ermordung auf offener Bühne in Utah ist nicht nur eine persönliche Tragödie. Obwohl die Hintergründe der Tat bisher nicht bekannt sind, könnte sie ein politisches Beben auslösen. Ein Verdächtiger war laut der Ermittlungsbehörde FBI in Gewahrsam, wurde aber wieder freigelassen . Was wir bislang über das tödliche Attentat wissen Das Attentat droht Amerikas Abwärtsspirale in Richtung gewaltsamer Konfrontation noch weiter zu vertiefen. Denn Kirk war mehr als nur ein konservativer Provokateur. Als Mitgründer und CEO von Turning Point USA war er der bekannteste Jugendorganisator der amerikanischen Rechten. Ein Mann, der ganze Hallen mit Spendern füllte. Millionen von Follower verfolgten seine Social-Media-Feeds. In der Trump-Ära wurde Kirk mit den Jahren zu dem, was etwa die "New York Times" als den "Einflüsterer der Jugend" der "Make America Great Again"-Bewegung bezeichnete. Kirk war eine immens wichtige Figur im Trump-Lager, die wie sonst kaum einer High-School- und College-Studenten, vorwiegend junge, weiße Männer, für die Agenda gewonnen hat. Eine lange Blutspur Kirks Ermordung reiht sich ein in eine düstere Abfolge von politisch motivierter Gewalt. Zumindest wird sie bereits als solche behandelt. Erst im Juni dieses Jahres wurde mit Melissa Hortman eine demokratische Abgeordnete des Bundestaates Minnesota, zusammen mit ihrem Ehemann, in ihrem Haus in Brooklyn Park erschossen. Auch ein Senator von Minnesota, John Hoffman, und seine Frau wurden bei einem Anschlag schwer verletzt. Schon im April wurde das Wohnhaus des Gouverneurs von Pennsylvania , Josh Shapiro, in Brand gesetzt, während er mit seiner Familie darin schlief. Im Dezember 2024 war der Manager einer Krankenversicherung mitten in Manhattan aus politischen Gründen erschossen worden. Und über allem liegt auch noch immer der Schatten des Attentatsversuchs auf Donald Trump bei einer Wahlkampfkundgebung in der Stadt Butler in Pennsylvania im vergangenen Jahr. Dies sind keine vereinzelten Ausreißer – auch der mutmaßlich politisch motivierte Mord an Charlie Kirk nicht. Experten zufolge hat es eine solche Häufung von politischer Gewalt in den USA seit den 1960er- und 70er-Jahren nicht mehr gegeben. Es war jene Zeit, die Martin Luther King Jr., John F. Kennedy , Robert F. Kennedy und Malcolm X das Leben kostete. Die Gewalt trifft viele Gruppen Zur Wahrheit gehört: In den vergangenen Jahren waren die Ziele vielfältig. Es waren mal Republikaner, mal Demokraten, mal Juden, mal Muslime. Es trifft gewählte Mandatsträger, aber auch einfache Mitarbeiter von Unternehmen. Die politische Gewalt tritt über alle Ideologien hinweg zutage, und sie droht, die Demokratie immer weiter zu zersetzen. Sie sät Angst, schüchtert ein und ruft noch größere Wut hervor. Auch die vielen hämischen Online-Kommentare zur Ermordung Charlie Kirks zeugen davon, wie tief die amerikanische Gesellschaft in einem tiefen Sumpf zu stecken scheint, aus dem sie kaum noch herauskommt. Die bedenklichen Äußerungen lauten vielfach: Kirk habe das Attentat wegen seiner rechtskonservativen Äußerungen selbst zu verantworten. Er selbst habe Empathie bei Gewalttaten abgelehnt und das Recht auf Waffenbesitz gegen die Opfer von Waffengewalt in Stellung gebracht. In solchen öffentlichen Aussagen lauert eine große Gefahr, zumal in einem Land, in dem es mehr Schusswaffen als Einwohner gibt. Es ist kein Zufall, dass sich insbesondere demokratische Politiker deshalb nun zu Wort melden und politische Gewalt im Angesicht von Kirks Ermordung explizit verurteilen. Unter ihnen sind Kaliforniens Gouverneur Gavin Newsom, der sich mit Kirk schon heftige Debatten lieferte, und die beiden Ex-Präsidenten Barack Obama und Joe Biden . Warum gerade das Kirk-Attentat schwerer wiegt Die Ermordung Kirks wiegt noch schwerer als die anderen grausamen Fälle. Und das, obwohl er eben kein bekannter Gouverneur, Senator oder Abgeordneter war. Er war gewissermaßen ein politischer Unternehmer, der es geschafft hat, rechte Politik für weite Teile einer jungen Generation attraktiv zu machen. Seine Organisation "Turning Point USA" baute er von einem Graswurzel-Projekt zu einer viele Millionen Dollar schweren, rechtspopulistischen Nonprofit-Bewegung aus, mit gigantischem Einfluss auf die US-Politik. Kirk inszenierte studentische Happenings in einer Art Rockkonzert-Atmosphäre und brachte die politischen Stars aus dem Trump-Universum auf die Bühne. Er schuf mehr als nur neue Wählergruppen für die MAGA-Bewegung. Seine Fans dürften zu den loyalsten unter Trumps Anhängern zählen. Als politischer Popstar galt er vielen jungen Trumpisten schon lange als Legende. Die Ermordung macht ihn jetzt zu ihrem Märtyrer. Sein Tod birgt nun das Risiko, eben nicht nur Trauer und Wut, sondern auch eine weitere Radikalisierung auszulösen. Besonders bei jenen, die ohnehin glauben, dass das System im Chaos versinkt, wenn der politische Gegner nicht unschädlich gemacht wird. Trumps stellvertretender Stabschef Stephen Miller bezeichnete die gesamte Demokratische Partei erst kürzlich als "extremistische Organisation". Eine Kultur der Erlaubnis Zahlreiche amerikanische Extremismusforscher warnen seit Jahren: Gewalt entsteht dort, wo führende Politiker entmenschlichende Rhetorik benutzen, wo Verschwörungstheorien ungeprüft in den sozialen Medien wuchern und wo Institutionen Täter nicht zur Verantwortung ziehen. Und genau das ist in den USA geschehen, insbesondere auch im rechten Spektrum. Dazu muss man sich nur Trumps Begnadigungen der inhaftierten Gewalttäter vom 6. Januar 2021 anschauen. Aber auch die Häme seines Sohnes Donald Trump Jr. Der hatte sich nach einem gewaltsamen Angriff auf den Ehemann der früheren Sprecherin des Repräsentantenhauses, Nancy Pelosi, öffentlich über das Opfer Paul Pelosi lustig gemacht. Das Signal, das die Trump-Familie dabei immer wieder setzt: Gewalt ist im Grunde erlaubt, solange sich die Wut gegen die "Richtigen" richtet. Vor dem Hintergrund einer solchen Gedankenwelt könnte Kirks Ermordung diese Erzählung nun noch weiter verschärfen. Der Hass gegen alles Linke vonseiten vieler Republikaner wird bereits kräftig geschürt. Auch ohne, dass der Täter bekannt ist. Zum Beispiel von der Abgeordneten Nancy Mace, die sagte, die Demokraten hätten die Tat zu verantworten. Oder Elon Musk , der direkt nach dem Anschlag bei X verallgemeinernd schrieb: "Die Linke ist die Partei des Mordens". "In Amerika wurde eine Lunte entzündet", sagte Matt Boyle von der ultrarechten Webseite "Breitbart News" im Gespräch mit dem Rechtspopulisten Steve Bannon. Er glaube, dass die "amerikanische Rechte und vor allem die jungen Leute" nicht akzeptieren würden, dass eine ihrer wichtigsten Stimmen getötet worden sei. Und der US-Präsident? Der behandelt den Mord an Kirk schon jetzt anders als jenen an der demokratischen Abgeordneten Melissa Hortman aus Missouri. Anders als bei ihrem gewaltsamen Tod ordnete Trump umgehend eine Trauerbeflaggung an. Und er hielt damals eine Ansprache an die Nation, die eher spalten als einen dürfte. Nur die radikale Linke macht er für politische Gewalt im Land verantwortlich. Zu den politisch motivierten Morden, Angriffen und Drohungen von rechts kein einziges Wort. Die größte Gefahr Die vielen Taten sind für sich genommen schon schlimm genug. Ihre Opfer, ob links oder rechts, erleiden unermesslichen Schmerz. Die größte Gefahr kommt noch dazu: Gewalt ist dabei, sich zu normalisieren. In einigen Fällen wird so sogar heroisiert. Welche Lektionen lernen insbesondere junge Amerikanerinnen und Amerikaner aus solchen Fällen? Politik hat für sie womöglich bald nicht mehr nur mit Überzeugungen zu tun, sondern mit purem Überleben. Und wenn es um Leben und Tod der eigenen Gruppe geht, ist der Weg nicht mehr weit, auf dem einem jedes Mittel recht ist. Hinzu kommen eine extrem unübersichtliche Situation im eigenen Land und eine explosive Weltlage, in der Desinformation, Lügen und Halbwahrheiten wie ein Treibstoff wirken. Mit jedem politischen Attentat stirbt in Amerika etwas, das früher selbstverständlich schien: das Grundvertrauen in die Demokratie.

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