Im Spiel gegen Eintracht Frankfurt fiel Union-Trainer Steffen Baumgart unter anderem mit einer Mittelfingergeste auf. Lothar Matthäus hat dafür kein Verständnis. Lothar Matthäus hat Union-Trainer Steffen Baumgart für seine Mittelfingergeste im Spiel gegen Eintracht Frankfurt kritisiert. In seiner Kolumne für den TV-Sender Sky schrieb der Rekordnationalspieler: "Einen Mittelfinger zu zeigen, wie Steffen Baumgart zuletzt in Frankfurt, das gehört sich nicht." Dabei sei auch unerheblich, ob der Mittelfinger ohne Ziel in den "luftleeren Raum" gezeigt worden sei oder sich konkret gegen jemanden gerichtet habe. Baumgart hatte beim Sieg seiner Mannschaft gegen Eintracht Frankfurt nach dem 4:3-Anschlusstreffer der Frankfurter einen Mittelfinger gezeigt, weil er sich über die vorausgegangene Elfmeterentscheidung ärgerte. Der Mittelfinger war von den Schiedsrichtern unbemerkt geblieben. Vom Platz flog der Coach dennoch, weil er zunächst für überzogenes Meckern die Gelbe Karte und dann für das Treten einer Papierkugel die Gelb-Rote-Karte sah. Mindestens für das kommende Duell mit seinem Ex-Klub Hamburger SV ist Baumgart nun gesperrt. Aufgrund des Mittelfingers drohen ihm aber noch härtere Konsequenzen. Der DFB-Kontrollausschuss hat Untersuchungen aufgenommen. "Jede Szene der Trainer wird diskutiert und wenn es auch nur ansatzweise in Richtung Schiedsrichter oder einem Fan war, der ihn beleidigt hat, geht das nicht", schrieb Matthäus über die Aktion. "Das musst du als Trainer wegstecken. Ich bin selbst als Trainer zwei, dreimal ermahnt worden, aber das gehört zum Job dazu und da muss man sich zusammenreißen."