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Oktoberfest-Attentat: Explosionen wecken böse Erinnerungen an 1980

Eine Explosionsserie erschüttert München. Die Wiesn macht kurzfristig dicht. Erinnerungen an das Oktoberfestattentat von 1980 werden bei vielen wach. Erst in der vergangenen Woche ging der Blick am Rande der Wiesn zurück. Von "einer Geschichte des langen Ringens um Wahrheit und Anerkennung" sprach Münchens Oberbürgermeister Dieter Reiter (SPD) am vergangenen Freitag. Nur ein paar hundert Menschen waren gekommen. Dabei ging es um einen besonderen Jahrestag: Das Oktoberfestattentat vom 26. September 1980 jährte sich zum 45. Mal. Dreizehn Menschen wurden damals durch eine Bombe getötet, mindestens 221 weitere wurden verletzt. Das Attentat ist der schwerste Terroranschlag in der bundesdeutschen Geschichte. Stand der Ermittlungen: Was zu den Bombendrohungen in München bekannt ist Fotostrecke: Das Oktoberfestattentat 1980 Noch sind die Hintergründe der aktuellen Anschlagsserie unklar. Aber bei vielen Menschen in München werden Erinnerungen an jenen Tag im September 1980 wach. Es war 22.19 Uhr, als die Bombe an jenem Herbstabend am nördlichen Ausgang der Wiesn detonierte. Unter den Opfern ist auch Gundolf Köhler, 21, Geologie-Student der Universität Tübingen . Unweit der Leiche finden die Ermittler seinen Personalausweis. Rasch wird klar: Der Student aus Baden-Württemberg hat Kontakte zur rechtsextremen Wehrsportgruppe Hoffmann – kurz WSG. Gegründet von Neonazi Karl-Heinz Hoffmann, organisierte die Truppe Wehrertüchtigungslager im Pfälzer Wald und in Franken. Auch Köhler nahm daran teil. Stete Zweifel an der Einzeltäterschaft Schon wenige Wochen nach der Tat, am 14. Oktober 1980, legten sich die Ermittler auf eine Einzeltäterthese fest. Demnach handelte Köhler allein, mutmaßliches Motiv Liebeskummer. Schon wenige Wochen nach der Tat aber kamen auch Zweifel an Köhler auf. Hoffmann war kurz nach dem Attentat nach Syrien ausgereist. In seiner Begleitung der Neonazi Walter-Ulrich Behle. Er traute sich nach Recherchen der "Süddeutschen Zeitung" kurz nach der Flucht in Syrien einem Barmann in einem Hotel in Damaskus . So wandte sich der Barmann an den BND-Vertreter in der deutschen Botschaft in Syrien. Doch in der Heimat passierte erstmals nichts. Das Attentat fiel in die Endphase des Bundestagswahlkampfs 1980. Bayerns legendärer Ministerpräsident Franz Josef Strauß (CSU) wollte den noch legendäreren Bundeskanzler Helmut Schmidt (SPD) ablösen. Rechter Terror, zumal in Bayern, passte da nicht ins Bild. "Heute gibt es keine Gefahr mehr von rechts, weder zur Zeit noch in naher Zukunft", erklärte Strauß in einem TV-Interview. Bundesanwaltschaft nimmt Verfahren wieder auf Strauß verlor die Bundestagswahl knapp. Die Einzeltäterthese aber hielt sich beharrlich. Erst im vergangenen Jahrzehnt wurden neue Ermittlungen aufgenommen. Neue Zeugen meldeten sich und auch alte, die ihre Beobachtungen von damals wiederholten. "Man wollte nicht wahrhaben, dass es mehrere Täter waren", sagt Toni Müller vor zehn Jahren der "Süddeutschen Zeitung". Müller wurde damals beim Oktoberfestattentat verletzt und lag auf der Intensivstation. Erst nach dem 14. Oktober wurde er vernommen. Da aber hatten sich die Fahnder schon auf Gundolf Köhler als Einzeltäter festgelegt. Bei der Wiederaufnahme der Ermittlungen tauchten alte Akten auf, auch aus BND-Beständen. Köhler soll in Begleitung anderer Männer beobachtet worden sein. Zeugen sahen sie nach dem Anschlag in einem Pkw davonfahren. Selbst von einer zweiten Bombe war die Rede. Der Streit um die Herausgabe von Akten landete bis vor dem Bundesverfassungsgericht . Doch 2020 stellte die Generalbundesanwaltschaft das Wiederaufnahmeverfahren ein. So bleibt Gundolf Köhler Alleintäter. Sein Motiv: Durch rechten Terror Unruhe stiften und so einem neuen "Führerstaat" den Weg ebnen. Im Nachklang zu den Ermittlungen wurden auch Querverbindungen der Wehrsportgruppe Hoffmann zu anderen Anschlägen bekannt. Kurz vor dem Oktoberfestattentat kamen im italienischen Bologna 95 Menschen bei einem rechtsextremen Anschlag ums Leben. Im Dezember 1980 wurden in Erlanger der Rabbiner Shlomo Lewin und seine Lebensgefährtin Frida Poeschke durch ein Mitglied der Wehrsportgruppe Hoffmann erschossen. Doch blieb es bei der Einzeltäterthese. Opfer und Angehörige des Münchner Anschlags mussten lange um eine Entschädigung kämpfen. An der Wiesn erinnert heute ein Denkmal an das Oktoberfestattentat von 1980. Münchens OB Reiter mahnte dort zum Jahrestag am vergangenen Freitag: "Rechtsextremismus ist keine Bedrohung von gestern, sondern die größte Gefahr für die Demokratie. Heute mehr denn je."

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