35 Jahre Wiedervereinigung: Warum sich junge Menschen heute wieder als „Ossis“ begreifen
Fünfunddreißig Jahre nach der Deutschen Einheit will die CDU das Amt des Ostbeauftragten abschaffen. Ihr Argument: Auch im Westen gibt es Regionen, die unter Abwanderung, schwacher Infrastruktur und wirtschaftlichem Niedergang leiden. Ein gesamtdeutscher Beauftragter für gleichwertige Lebensverhältnisse solle die Aufgaben bündeln. Es hat sich ausgeossiet in der Infrastrukturpolitik.
Das klingt modern, ist aber verkürzt. Die ostdeutsche Erfahrung ist eine andere. Der Umbruch nach 1990 war radikaler als jede Strukturkrise im Westen. Millionen Menschen verloren ihre Arbeit, ganze Industrien brachen zusammen, Hunderttausende wanderten ab. Diese Brüche prägen den Osten bis heute, ökonomisch, politisch und kulturell.
Die Unterschiede sind klar. Das mitt
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