Seit September 2024 sitzt Sean Combs in New York im Gefängnis. Im Juli wurde er wegen Sexualstraftaten verurteilt – jetzt folgte das Strafmaß. Etwas über ein Jahr ist es her, dass US-Rapper Sean "Diddy" Combs in der Lobby eines Hotels im New Yorker Stadtteil Manhattan festgenommen wurde. Seitdem sitzt der einstige Musikmogul im Gefängnis in Brooklyn, mehrere Anträge auf Freilassung gegen Kaution wurden abgelehnt. Im Frühjahr startete der Prozess gegen den 55-Jährigen und brachten schockierende Anschuldigungen ans Licht. Die Staatsanwaltschaft warf ihm Missbrauch, Sexhandel, organisierte Kriminalität und weitere Vergehen vor – und forderte eine Haftstrafe von elf Jahren und drei Monaten. Combs war im Juli jedoch nur teilweise schuldig gesprochen worden, weshalb seine Verteidigung eine Höchststrafe von 14 Monaten anvisierte. Am Freitag wurde nun das Strafmaß verkündet: Die Anwälte von Staatsanwaltschaft und Verteidigung sowie Combs und zahlreiche seiner Familienmitglieder hatten sich um 10 Uhr Ortszeit in dem Gerichtssaal in New York versammelt. Nach Stunden teilte Richter Arun Subramanian schließlich mit: Combs muss für vier Jahre und zwei Monate ins Gefängnis. Combs bat Richter um "zweite Chance" Kurz vor der Verkündung des Strafmaßes hatte der Rapper den zuständigen Richter in einem emotionalen Brief um eine "zweite Chance" gebeten. "Ich habe viele Fehler in meinem Leben gemacht, aber ich renne nicht mehr vor ihnen davon", schrieb Combs in dem vierseitigen Dokument. "Das Leid, das ich verursacht habe, tut mir so leid." Seine Ex-Freundin Cassie Ventura – eine der Zeuginnen im Prozess –, habe er geliebt, sie zu schlagen, sei "komplett falsch" gewesen. Er habe sich aus Egoismus in "Drogen und Exzess" verloren, fuhr Combs fort. Nach rund einem Jahr im Gefängnis sei er nun "gedemütigt und gebrochen". "Mein altes Ich ist im Gefängnis gestorben und eine neue Version von mir wurde geboren." Die vergangenen zwei Jahre seien die "härtesten" seines Lebens gewesen – "und ich kann niemanden für die derzeitige Realität und Situation beschuldigen als mich selbst". Er bat den Richter, aus ihm ein "Beispiel zu machen von einer Person, der eine zweite Chance gewährt werden kann".