In den vergangenen Tagen ist Karim Adeyemi in den Fokus gerückt – allerdings abseits des Sports. Gegen ihn liegt ein Strafbefehl vor. Wie reagiert der BVB? Nun steht die Strafe für Karim Adeyemi fest: Wie die "Bild"-Zeitung und der "Kicker" übereinstimmend berichten, haben Dortmunds Geschäftsführer Lars Ricken und Sportdirektor Sebastian Kehl am Mittwoch ein Gespräch mit dem Nationalspieler geführt. Demnach soll Ricken die Unterhaltung als "ausführlich und deutlich über sein Verhalten" bezeichnet haben. Die Strafe: Adeyemi soll die Dortmunder Nordstadtliga besuchen und dort gemeinsam mit den Kindern Trainingseinheiten absolvieren – als sogenannte Sozialstunden. Dabei handelt es sich um ein soziales Projekt, das eng mit der BVB-Stiftung "Leuchte auf" verbunden ist. Dies hatte Ricken mit DFB-Sportdirektor Rudi Völler abgesprochen. Wirbel um DFB-Star Adeyemi: Ihm droht ein dramatischer Absturz In einer Stellungnahme, die dem "Kicker" vorliegt, wird Ricken zudem so zitiert: "Wir haben die Angelegenheit natürlich sehr ernst genommen. Er bereut seinen Fehler zutiefst." Der Spieler habe beteuert, dass er so etwas nicht mehr machen wolle. Daher sagte Ricken: "Wir vertrauen ihm, dass er sich daran hält." Polizei findet Waffenring und Taser – Adeyemi reagiert Wie die "Bild"-Zeitung zuvor berichtet hatte, soll der Offensivspieler von Borussia Dortmund vor wenigen Wochen einen Strafbefehl wegen unerlaubten Besitzes von Waffen erhalten haben. Der WDR bestätigte die Information und die Probleme mit der Justiz. Die Staatsanwaltschaft Hagen bestätigte beiden Medien, dass gegen Adeyemi ein Strafbefehl wegen des Vorwurfs des Besitzes verbotener Gegenstände nach dem Waffengesetz erlassen wurde. Dabei handelte es sich offenbar um einen Schlagring sowie einen Taser. Die Folge: Der 23-Jährige muss eine hohe Geldstrafe zahlen. Er wurde vom Amtsgericht Wetter (Ruhr) zu 60 Tagessätzen à 7.500 Euro verdonnert. Insgesamt 450.000 Euro kostet Adeyemi sein Vergehen damit. Nach Informationen des "Kicker" soll keine weitere Geldstrafe durch den BVB dazu kommen. Der Spieler selbst äußerte sich am Mittwoch dazu auf Instagram. Er schrieb in seiner Story: "Es fällt mir nicht leicht, darüber zu sprechen: Anfang 2024 habe ich aus Leichtsinn und ohne wirklich darüber nachzudenken, was ich da tat, eine sogenannte 'Mystery Box' im Internet bestellt. Darin befanden sich auch Gegenstände, die waffenrechtlich nicht erlaubt sind." Adeyemi: Paket "durch Zufall bei der Polizei gelandet" Der Offensivspieler führte aus: "Viele Monate später wurde das Paket zugestellt, und ist durch einen Zufall ungeöffnet bei der Polizei gelandet. Trotzdem war es ein riesiger Fehler. Einer, der mir sehr leid tut, mich viel gekostet hat und den ich zutiefst bereue." Auch in der deutschen Nationalmannschaft rückte der Fokus zunehmend auf Adeyemi. Völler und Bundestrainer Julian Nagelsmann hatten den Profi während der Länderspielpause beiseitegenommen. "Wir wollten seine Version hören. Er hat dann auch versucht, es uns einigermaßen zu erklären", berichtete Völler, der Adeyemis Verhalten "dumm" nannte: "Man muss auch hin und wieder bestrafen. Aber natürlich ist es wichtig, solche Spieler auch in den Arm zu nehmen." Dennoch wolle er Adeyemi "nicht verdammen. Junge Spieler machen Fehler." Eine sportliche Konsequenz bleibt also aus.