Manchmal kommt es anders als gedacht. Da setzt die Wiener Staatsoper 70 Jahre nach Wiederöffnung einen neuen "Fidelio" an, jenes Werk also, das einst zum Neustart erklang. Und verabschiedet damit nach 55 Jahren und 268 Vorstellungen die Inszenierung von Otto Schenk. Viel historischer Ballast also. Und dann steht am Ende keine polarisierende Deutung von Puppenmeister Nikolaus Habjan, sondern eine brauchbare Repertoirearbeit. Die Probleme des Abends liegen anderswo.