Er weiß, wie es sich anfühlt, mit einer neuen Lunge zu leben. Nach seiner eigenen Transplantation vor fast 16 Jahren macht Roland Kaiser der norwegischen Kronprinzessin Hoffnung. Schlagerstar Roland Kaiser hat nach seiner Lungentransplantation im Februar 2010 Kronprinzessin Mette-Marit Mut zugesprochen. "Man kann mit einer transplantierten Lunge heutzutage lange leben", sagte der 73-Jährige mit Blick auf die Erkrankung der Norwegerin. Die unheilbare Lungenfibrose Mette-Marits hat sich verschlechtert. Sie steht derzeit zwar noch nicht auf der Warteliste für eine Transplantation, doch eine solche ist der nächste Schritt für ihre Behandlung. Medikamente reichen nicht mehr aus. Kaiser selbst erhielt vor beinahe 16 Jahren aufgrund seiner schweren COPD-Erkrankung eine neue Lunge. Bei der chronisch obstruktiven Lungenerkrankung sind die Atemwege verengt und entzündet. "Ein Trauerprozess": Haakon spricht über Mette-Marits Zustand "Die Transplantation ist die letzte Chance, die man noch hat", erklärte er. Für ihn sei es ein befreiendes Gefühl gewesen, nach der Operation einfach ohne Stress atmen zu können. Doch bevor es überhaupt zu dem Eingriff kommen kann, wird umfangreich untersucht. Kaiser erklärte: "Es geht ja auch darum abzuklären, ob sonst alles funktioniert, damit der Körper die Operation gut verkraftet. Ich war mehrere Stunden lang im OP. Das ist von Fall zu Fall verschieden. Je nachdem, ob die komplette Lunge transplantiert wird oder es eine Teiltransplantation ist." "Dann beginnt ein neues Leben" Nach der OP folgte für ihn die intensive Überwachung und medikamentöse Einstellung auf einer Spezialstation. Kaiser berichtete, dass er sich nach wenigen Tagen vorsichtig bewegen und etwas Fahrrad fahren durfte. Anschließend war Kaiser "sechs Wochen in der Reha, danach ist es eigentlich so, dass man alles überstanden hat". Er sagte: "Dann beginnt ein neues Leben." Arzt von Mette-Marit: "Letzte Behandlungsmöglichkeit, die man hat" Neue Lunge: Wie gut sind die Chancen auf ein normales Leben? Kaiser betonte, dass die Medizin sich weiterentwickelt habe und die Nachsorge immer besser geworden sei. Er selbst gibt Konzerte und geht jährlich auf große Tourneen. "Meine Lunge funktioniert wunderbar", sagte Kaiser. Mit Blick auf Mette-Marits anstehende Transplantation sagte er: "Die Chancen für Mette-Marit, hinterher ein normales Leben haben zu können, sind groß." Sie sei noch eine junge Frau, so Kaiser, und werde "das sicher gut verkraften". Das norwegische Königshaus hatte 2018 öffentlich gemacht, dass Mette-Marit vor einigen Jahren die Diagnose Lungenfibrose bekommen hatte. Dabei handelt es sich um eine chronische, unheilbare Krankheit, bei der Lungengewebe vernarbt, sodass Sauerstoff schlechter in die Blutgefäße gelangt. Das führt etwa zu trockenem Reizhusten und Atemnot. Betroffene sind oft müde und wenig belastbar. An diesem Freitag wurde bekannt gegeben, dass Mette-Marits Krankheit nicht mehr mit Medikamenten behandelbar sei und die 52-Jährige auf eine Transplantation vorbereitet werde, da sich ihr Zustand innerhalb dieses Jahres arg verschlechtert hat.