Die Doppelfolge des "Tatorts" vom Sonntag überzeugte viele Zuschauer nicht. Sie störten sich vor allem an einem Aspekt, der bei dem Krimi aus Hamburg regelmäßig kritisiert wird. Acht Monate nach dem letzten Fall aus Hamburg zeigte Das Erste am Sonntag gleich zwei neue "Tatort"-Folgen mit Hauptkommissar Thorsten Falke, gespielt von Wotan Wilke Möhring . Die Einschaltquoten waren mittelmäßig. "Das ARD-Doppel aus 'Ein guter Tag' und 'Schwarzer Schnee' ist erzählerisch und visuell ein Ausrufezeichen – und es führt den 'Tatort' in eine neue Liga", kommentierte Steven Sowa, stellvertretender Unterhaltungschef von t-online. Seiner TV-Kritik schließen sich manche t-online-Leser an, anderen gefielen die Krimis nicht. "Bitte mehr davon" Sabine Meier schreibt: "Der 'Tatort'-Doppler zog mich in seinen Bann. Er war spannend, aufrüttelnd und machte mich traurig und nachdenklich. Alles stimmte, von der beklemmenden Stimmung bis hin zur passenden Musik. Bis in die kleinste Nebenrolle spielten alle Darsteller überzeugend. Bitte mehr davon." "Ich wollte mir eigentlich beide 'Tatort'-Folgen anschauen, schaltete aber nach 15 Minuten auf ein anderes Programm um", gesteht Brigitte Stamm . "Ich kann nicht verstehen, wie ein solch brutales Geschehen als besonders sehenswert angepriesen wird. Da lobe ich mir die Münsteraner 'Tatorte'." "Tatort"-Umfrage: Welches Team hat Sie 2025 am meisten überzeugt? Wotan Wilke Möhring: "Es geht ja leider schon länger nicht gut" Ähnlich sieht es Andreas Herrmann : "Meine österreichischen Freunde guckten 'Single Bells', einen fröhlichen Satirefilm, passend zur Weihnachtszeit. Stattdessen bei uns: Mord und Totschlag zur Weihnachtszeit, und dann noch in einer quasi aus dem Leben gegriffenen Doppelfolge. Geht's noch? Es reicht doch, was in Europa gerade passiert. Die Botschaft von Weihnachten war einmal: Frieden auf Erden." Anke Brusdeylins hingegen war begeistert: "Das war super spannend und nah an der Realität. Selten schaute ich einen so spannenden 'Tatort'. Ich musste dranbleiben. Die Charaktere waren vielfältig und die Handlung fesselnd. Keine Sekunde kam Langeweile auf. Das Beste kam am Schluss: Es wurde keine falsche Hoffnung gemacht mit einem Happy End. Weiter so mit guten Drehbüchern für das neue Team." "Teilweise nicht zu verstehen" "Das waren 180 Minuten voller Spannung, mit top Darstellern und am Ende blieb viel Ratlosigkeit", lobt Ralf von Bruchhausen , kritisiert aber etwas, das dem TV-Publikum bereits bei vorangegangenen "Tatort"-Fällen aus dem Norden missfiel: "Die Dialoge waren teilweise schlecht bis gar nicht zu verstehen. Das machte es für mich als Zuschauer schwer, das Geschehen durchgängig nachzuvollziehen." Christa Börner meint: "Das war ein fürchterlicher Film, da kann man nur abschalten. Den Inhalt kann man vergessen. Die Gespräche waren nicht zu verstehen, denn Wotan nuschelt nur so vor sich hin." Karl Brockers bemängelt ebenfalls die Sprache: "Es gab mal genuscheltes, mal gebrochenes Deutsch, mal Niederländisch, mal Englisch, mal Untertitel, mal Obertitel – nein, danke. Falke war mal gut, wird es vielleicht auch bald wieder. Aber diesmal war's nicht mein Geschmack." "Es hätte ein super 'Tatort' werden können", mailt Sabine Schindler . "Denn Falke und Schmitt sind ein super neues Team. Ihre Dialoge waren spritzig und witzig. Wenn nur nicht ständig diese Untertitel gewesen wären. Die nervten meinen Mann und mich ziemlich. Deshalb sparte ich mir den zweiten Teil."