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"Tatort" in der ARD: Ein Experiment im Ersten, das in sich zusammenfällt

Der "Tatort: Murot und der Elefant im Raum" wagt ein TV-Experiment, das viele Zuschauer ratlos zurücklassen dürfte. In gewisser Weise bleibt sich der Sonntagskrimi damit treu. Eine "Tatort"-Kritik von Steven Sowa Felix Murot (Ulrich Tukur) steht im "Tatort"-Kosmos für das Schräge, das Verspielte, das Abseitige – selten für konventionelle Ermittlungen. Auch sein neuester Fall, "Murot und der Elefant im Raum", bleibt dieser Linie treu. Doch dieses Mal verkommt der Mut zur Andersartigkeit zur Schrulle. Statt eines packenden Krimis entfaltet sich ein bewusst entrückter Trip ins Unterbewusstsein, bei dem Form und Idee von Minute zu Minute wichtiger werden als Handlung und Spannung. Zunächst beginnt alles recht bodenständig: Eine Mutter entzieht sich mit ihrem Sohn einem laufenden Sorgerechtsverfahren und taucht unter. Als sie bei einer Verfolgungsfahrt verunglückt und ins Koma fällt, steht Kommissar Murot vor einem scheinbar unlösbaren Rätsel: Wo steckt das Kind? "Alles dicht machen"-Macher steckt hinter neuem Murot Der Fall entwickelt sich schnell zur Nebensache. Statt klassischer Ermittlungsarbeit steigt Murot mithilfe einer Maschine in das Unterbewusstsein der bewusstlosen Frau ein. Doch der Ausflug ist keine Einbahnstraße – auch sie dringt in seine Seele ein. Realität und Gedankenwelt verschwimmen, der Fall wird zur psychologischen Selbstbetrachtung, die zunehmend die Erzählung dominiert. Regisseur und Drehbuchautor Dietrich Brüggemann hat schon früher mit Filmen wie "3 Zimmer/Küche/Bad" bewiesen, dass er Konventionen aufbrechen kann – und spätestens mit seiner Initiation der "Alles dicht machen"-Aktion zu Zeiten der Corona-Pandemie, dass er auch vor Gegenwind nicht zurückschreckt. Bei seinem bereits zweiten Murot-"Tatort" nach 2018 setzt er jetzt auf eine verspielte, teils surreale Inszenierung. Fantasievolle Bilder, symbolische Räume, verschachtelte Dialoge – alles ist durchkomponiert und mit filmischer Raffinesse inszeniert. Doch bei aller visuellen Experimentierfreude verliert der Film das Gleichgewicht zwischen Form und Inhalt. Zumal Buch und Regie auch handwerkliche Rätsel aufgeben. Etwa, als es zu dem Ausflug der Mutter kommt, die angeblich wegen einer Packung Cornflakes ihren Sohn allein im Wald zurücklässt und anschließend einen Unfall produziert. Dies ist nicht nur unglaubwürdig und arg konstruiert, sondern wäre bei aller Liebe zu abseitigen Ideen auch schlicht eleganter zu lösen gewesen. In "Murot" steckt Mut, aber leider keine Überzeugung Es passt ins Bild: Die Handlung tritt immer weiter in den Hintergrund, der Fall verflüchtigt sich zugunsten assoziativer Szenen, die mehr wollen, als sie leisten können. Wer nicht bereit ist, sich ganz auf diese hermetische Welt einzulassen, bleibt außen vor – und mit fortschreitender Erzähldauer auch auf der Strecke. Ulrich Tukur spielt wie gewohnt präzise, mit feinem Gespür für Zwischentöne und Irritation. Sein Felix Murot bleibt auch in diesem Fall eine Figur, die sich nicht greifen lässt – zwischen Melancholie, Ironie und intellektueller Schärfe. Doch dieses Mal kann selbst sein Spiel nicht kaschieren, dass die Figur zunehmend im eigenen Konstrukt versinkt. Murot verliert seine Funktion als Ermittler, wird zum Projektionsraum einer verkopften Erzählung. Was sonst als kluger Bruch mit dem Format funktioniert, kippt hier in Beliebigkeit. Die emotionale Fallhöhe bleibt aus – und damit auch das, was Murot eigentlich so besonders macht. "Murot und der Elefant im Raum" ist ein mutiger Film, aber kein überzeugender. Wer Lust auf surreales Erzählen, auf symbolische Räume und psychologische Tiefe hat, wird hier manches entdecken. Doch wer einen spannenden Fall, eine nachvollziehbare Handlung oder gar emotionale Wucht erwartet, dürfte enttäuscht sein. Dieser "Tatort" will mehr als ein Krimi sein, ein ARD-"Twin Peaks" für Feinkostliebhaber – und verliert dabei ausgerechnet das aus dem Blick, wofür er entworfen wurde: das Publikum.

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