Trump: "Wir werden Venezuela bis zum geordneten Machtwechsel regieren"
US-Präsident Donald Trump und führende US-Militärs berichteten nach dem nächtlichen Überraschungsangriff auf die venezolanische Hauptstadt auf einer Pressekonferenz über die Details der Militäroperation. Auch über deren Ziele und Folgen für die Welt äußerte sich Trump.
Trump lobte die gelungene Militäroperation. Es sei ein Angriff gewesen, wie ihn die Welt seit dem Zweiten Weltkrieg nicht mehr gesehen habe. Das gesamte venezolanische Militär sei bei der Gefangennahme von Venezuelas Präsident Nicolás Maduro außer Gefecht gesetzt worden.
Trump warf Maduro und dessen Frau erneut vor, Drogenkriminelle zu sein, die die USA mit Drogen geflutet hätten. Bezüglich der Zukunft Venezuelas äußerte sich Trump dergestalt, dass die USA das Land bis zu einem "sicheren, richtigen und vernünftigen Übergang" leiten würden.
Später fügte er hinzu, dass US-Außenminister Marco Rubio der Mann sein wird, der mit dem venezolanischen Volk zusammenarbeiten wird, "damit dort alles in Ordnung ist". Vizepräsidentin Delcy Rodríguez werde ein langes Gespräch mit Rubio führen müssen. Das sei der richtige Weg. Ihm zufolge habe sie Rubio ihre Unterstützung zugesichert. Wenn wir das Land verlassen hätten, hätten wir keine Chance zurückzukommen, betonte er. Damit deutete Trump an, dass US-Militär im Land präsent ist. Im Wortlaut sagte Trump:
"Vor wenigen Minuten hat die Vizepräsidentin Venezuelas ihren Amtseid abgelegt, und sie hat mit Marco gesprochen und gesagt: 'Wir werden alles tun, was Sie brauchen.' Ich denke, sie ist ziemlich großzügig, aber ehrlich gesagt hat sie auch keine andere Wahl."
Auch sagte Trump, er werde Venezuela mit einer Gruppe regieren und die Ölinfrastruktur wieder aufbauen. Er sagt, er werde bald bekannt geben, wer zu dieser Gruppe gehört, und dass es sich dabei um Militärangehörige handeln könnte. Er fügte hinzu, dass Trump keine Angst habe, Truppen vor Ort einzusetzen.
"Wir werden Erdöl exportieren und wir werden riesige finanzielle Vorteile bekommen", so Trump. Die USA werden Venezuela dazu bringen, amerikanische Ölfirmen zu entschädigen, fügte er hinzu.
In seinem Statement betonte Trump auch, dass die (vom Anfang des 19. Jahrhunderts stammende) Monroe-Doktrin wieder in Kraft gesetzt worden sei. Die USA verteidigten weiterhin ihre Grenzen und schützten ihre Bürger vor der Macht der Drogenkartelle. Die Aktion in Venezuela solle eine Warnung an alle sein, die US-amerikanische Leben aufs Spiel setzen wollen. Das venezolanische Volk sei nun wieder frei, und die USA seien ein sicherer Staat geworden.
Trump machte klar: Was Maduro zugestoßen sei, könnte auch anderen zustoßen. Trump dankte dem Militär für den Einsatz und lobte die Zusammenarbeit mit den Generälen und Kriegsminister Pete Hegseth. Dieser sagte, dass Maduro sich falsch verhalten habe und erkennen musste, welche Konsequenzen das hatte.
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