Beim Neujahrsspringen in Garmisch-Partenkirchen rückt erneut Timi Zajc in den Fokus. Der Slowene wird disqualifiziert – und muss viel Kritik einstecken. Nach zwei Disqualifikationen wegen nicht regelkonformer Anzüge hat Österreichs Sportdirektor Mario Stecher schwere Vorwürfe gegen den slowenischen Skispringer Timi Zajc erhoben. "Es ärgert mich wirklich maßlos. Wenn die Schrittlänge nicht passt, dann hat sie vorher auch nicht gepasst, weil der Anzug weiter und länger wird", sagte der 48-Jährige laut Nachrichtenagentur APA österreichischen Medien in Innsbruck. "Das ist für mich absolut eine Manipulation. Das geht nicht." Der 25-jährige Zajc wurde beim Neujahrsspringen in Garmisch-Partenkirchen mit vier Millimetern Abweichung im Anzug erwischt und erhielt die Rote Karte für die restliche Vierschanzentournee . Denn: Bereits beim Auftaktspringen in Oberstdorf war Zajc mit einem nicht regelkonformen Anzug aufgefallen, damals betrug die Abweichung von der Norm drei Millimeter. Stecher deutlich: "Da geht es nicht mehr um einen Millimeter, sondern da geht es einfach um eine Grundsatzdiskussion." Erneute Disqualifikation: Skisprung-Star für Rest der Vierschanzentournee gesperrt Hannawald verärgert: "Dieses Arrogante, dieses Respektlose" Auch Ex-Skispringer Martin Schmitt hatte bei Eurosport bereits deutliche Kritik an Zajc geübt : "Das ist ein Denkzettel für ihn. Ich finde es frech – und das nicht im positiven Sinne." In Oberstdorf habe er noch Mitleid mit Zajc gehabt. "Aber ich habe absolut überhaupt kein Verständnis für das, was hier passiert ist", so Schmitt. Die Slowenen hatten sich darüber beschwert, dass Chefkontrolleur Mathias Hafele seinen Kontrollort plötzlich vom Auslauf nach oben verlegt hat. Sven Hannawald hatte sich ebenfalls bereits über Zajc echauffiert. "Dieses Arrogante, dieses Respektlose, dieses Ignorante, von Timi Zajc zum Beispiel, da einfach den gleichen Anzug zu nehmen und sich via Instagram auch noch lustig zu machen, das muss jetzt vorbei sein", sagte der Tourneesieger von 2002 der "Sportschau". Zajc hatte nach dem Springen in Oberstdorf in seiner Instagram-Story geschrieben: "Was für ein schöner Wettkampf... Lasst uns den Anzug ein bisschen stretchen, vielleicht ist dann in Ga-Pa (Garmisch-Partenkirchen) alles okay." Doch das war es nachweislich nicht.