Der nächste Rosamunde-Pilcher-Film greift ein Thema auf, das bislang außerhalb seiner Erzählwelt lag. Damit will die Reihe moderner erscheinen. Am Sonntag ab 20.15 Uhr läuft im ZDF der Rosamunde-Pilcher-Film "Einspruch für die Liebe". Darin geht es um eine Anwaltskanzlei, in der Johanna Rashdorf (Anna Hausburg) und Bill Reynolds (Keri Weller) zusammenarbeiten und sich näherkommen. Ein Nachbarschaftsstreit hält die Anwälte dabei auf Trab. Während Witwer Frederik Duffy seinen akkurat gepflegten und unkrautfreien Garten liebt, baut seine Nachbarin Diane Lloyd nebenan Hanf an. Genau da setzt der Tabubruch in der Rosamunde-Pilcher-Reihe ein. Das doch eher konservativ angelegte Romantikformat bekommt einen unerwarteten Dreh: Im neuen Film der "Rosamunde Pilcher"-Reihe im ZDF wird erstmals Cannabis konsumiert. Erfolgsreihe: Warum Rosamunde Pilchers Werk so viele fasziniert Die Pflanze wird von der Nachbarin zu Tee und Salbe verarbeitet und aus gesundheitlichen Gründen verwendet. Wittwer Duffy dreht sich dann aber auch einen Joint aus dem Gras, medizinische Gründe sind hier nicht direkt ersichtlich. Der Konsum ist ein Novum in der Reihe, die lange für ihre klaren Grenzen bekannt war: kein Sex und keine Drogen. Michael Smeaton, der mit seiner Produktionsfirma für die Inhalte der Pilcher-Filme verantwortlich ist, erklärt die Entscheidung mit einem veränderten Zeitgeist: "Wir haben darüber gesprochen, ob das eine zulässige Grenzüberschreitung ist oder nicht. Verändern wir damit die Pilcher-Welt? Wir sind zu der Erkenntnis gekommen, dass wir damit nur ausdrücken, dass wir mit der Zeit gehen. Spätestens seit der Legalisierung ist es ja zumindest in Deutschland auch kein großes Thema mehr", sagte er der "Bild"-Zeitung. Der Schritt wurde mit dem Sender abgestimmt. Das ZDF selbst habe laut Smeaton "damit kein Problem" gehabt. "Das hat mich gefreut. Es ist auch vom ZDF ein mutiger Schritt in die richtige Richtung. Das ist ein jüngerer Pilcher geworden – mit modernen Themen und schnellem Erzähltempo."