Protestzug: 500 Menschen demonstrieren gegen US-Angriff auf Venezuela
Die USA haben bei einem großangelegten Militäreinsatz Venezuelas Präsidenten Maduro entmachtet. Dagegen haben erneut hunderte Menschen in Hamburg demonstriert.
Rund 500 Menschen haben nach Angaben der Polizei am Abend gegen den Angriff der USA auf Venezuela und die Gefangennahme von Staatschef Nicolás Maduro demonstriert. Zu dem Protest unter dem Motto "Hände weg von Venezuela!" aufgerufen hatte Hamburgs Linke nach eigenen Angaben gemeinsam mit der Linksjugend Solid, der Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes – Bund der Antifaschistinnen und Antifaschisten (VVN-BdA) sowie dem Hamburger Bündnis gegen Militarismus und Krieg.
Die Demonstranten hielten Plakate hoch mit Schriftzügen wie "Hands off Venezuela" und "Ergreift Partei für Frieden und gegen Aufrüstung". Sie zogen bei Kälte und Schnee vom Heiligengeistfeld zum US-Konsulat in der HafenCity. Die Demonstration sei friedlich verlaufen, sagte ein Polizeisprecher.
"Mit Entsetzen blicken wir auf die Ereignisse in Venezuela", sagte Thomas Iwan, Co-Landessprecher der Hamburger Linken, laut Mitteilung. "Die Botschaft auch an die anderen lateinamerikanischen Staaten ist klar: Die USA holen sich ihren ‚Hinterhof‘ zurück - und wer sich den US-amerikanischen Interessen nicht beugt, muss mit härtesten Konsequenzen rechnen." Doch wie alle Länder der Welt stehe Venezuela auch unter der Maduro-Regierung selbstverständlich unter dem Schutz des Völkerrechts.
Weitere Proteste im Norden
Eine weitere Demonstration im Norden gab es am Nachmittag in Kiel mit rund 200 Teilnehmern. In Hamburg hatten bereits am Samstagabend rund 300 Menschen gegen den Angriff der USA auf Venezuela und die Gefangennahme von Staatschef Nicolás Maduro demonstriert.
Die USA hatten in der Nacht auf Samstag (Ortszeit) Ziele in Venezuela angegriffen, den autoritären Staatschef Maduro gefasst und außer Landes gebracht. Ihm soll nun in New York unter anderem wegen Drogenhandels der Prozess gemacht werden. Bereits am Samstagabend hatten in der Hamburger Innenstadt etwa 300 Menschen dagegen protestiert.