Erneut muss ein Trainer bei Manchester United gehen. Für einen Spieler ist es bei Weitem nicht das erste Mal, dass er künftig unter einem neuen Coach spielt. Nach etwas mehr als einem Jahr ist Rúben Amorim bei Manchester United bereits wieder Geschichte. Der portugiesische Trainer wurde am Montag von seinen Aufgaben entbunden. Die Vereinsführung der "Red Devils" habe "schweren Herzens entschieden, dass es an der Zeit für eine Veränderung ist", hieß es in einer Klubmitteilung. Zum Verhängnis wurde Amorim auf der einen Seite wohl die dürftige Punkteausbeute in den vergangenen Wochen, unter anderem mit einem Unentschieden gegen Tabellenschlusslicht Wolverhampton. Auf der anderen Seite gab es offensichtliche Spannungen zwischen dem 40-Jährigen und der Vereinsführung. Amorim kritisierte zuletzt unter anderem Einmischungen von hochrangigen United-Persönlichkeiten in seine Arbeit, die er anderswo nicht tolerieren würde – offenbar ein No-Go für die Klubbosse, welche die Reißleine zogen. Als Interimstrainer übernimmt vorerst Ex-United-Profi Darren Fletcher. Er ist bereits der elfte Coach im Klub seit dem Abgang von Trainerlegende Sir Alex Ferguson. Für einen Profi ist Fletcher zudem bereits der 13. neue Trainer – und das mit gerade einmal 26 Jahren. Fletcher ist de Ligts vierter Trainer in Manchester In Manchester spielt Matthijs de Ligt seit 2024. 45 Millionen Euro ließ sich der englische Rekordmeister den Transfer kosten. De Ligt kam damals vom FC Bayern in den Norden Englands – und durfte in nur anderthalb Jahren bereits unter vier Trainern arbeiten. Erik ten Hag war es gewesen, der den Abwehrmann nach Manchester holte. Doch dessen Amtszeit endete im Oktober 2024. Ex-Torjäger Ruud van Nistelrooy übernahm für vier Spiele, dann folgte Amorim – und jetzt Fletcher. Doch auch unabhängig von seiner Zeit im United-Trikot hat de Ligt eine fast schon unheimliche Bilanz, was den Trainerverschleiß seiner Klubs angeht. Denn seitdem der Niederländer Profifußballer ist, spielt er jede Saison unter einem anderen Coach. De Ligts spezieller Fluch begann mit der Saison 2016/2017. Im September 2016 gab er unter dem späteren Leverkusen- und BVB-Trainer Peter Bosz sein Profidebüt. Im Sommer 2017 übernahm dann Marcel Keizer an der Seitenlinie, der aber schon im Dezember des Jahres wieder gehen musste. Für ein Spiel sprang Michael Reiziger ein, der in der Ligapartie gegen Willem II (3:1) dann auch auf de Ligt setzte. Trainerwechsel in Turin und München Kurz darauf wurde Erik ten Hag, auf den de Ligt später auch noch einmal in Manchester treffen sollte, Trainer bei Ajax. Unter dem 55-Jährigen wurde der Nationalspieler zum Ajax-Kapitän. Mit ten Hag ging es auch in die Spielzeit 2018/2019, in der Ajax letztlich das Halbfinale der Champions League erreichte. Im Sommer 2019 wechselte de Ligt dann zu Juventus Turin – und bekam dort mit Maurizio Sarri zum Saisonstart mal wieder einen neuen Coach. Die Liaison zwischen dem italienischen Rekordmeister und Sarri hielt aber nur etwas mehr als ein Jahr. Im August 2020 übernahm Weltmeister Andrea Pirlo bei der "Alten Dame" das Zepter. Er blieb bis zum Sommer 2021. Dann kehrte Massimiliano Allegri zu Juventus zurück und wurde damit zum dritten Trainer von de Ligt im Klub. Ein vierter sollte nicht mehr folgen. 2022 entschied sich de Ligt nämlich für den bereits erwähnten Wechsel zum FC Bayern. In München hieß sein neuer Coach Julian Nagelsmann . Der heutige Bundestrainer wurde im März 2023 aber von seinen Aufgaben entbunden. De Ligt bekam mit Thomas Tuchel erneut einen neuen Trainer vor die Nase gesetzt, ehe es ihn 2024 nach Manchester zog – wo sein Fluch auch 2026 nicht zu enden scheint.