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Venezuela nach US-Intervention: "Es könnte heilloses Chaos ausbrechen"

In Venezuela steht nach der Entführung von Nicolás Maduro bereits eine neue Regierung. Ihre Köpfe gehören jedoch zum alten System. Wohin steuert das Land nach der US-Intervention? Nach der aufsehenerregenden US-Militärintervention in Venezuela und der Entführung von Machthaber Nicolás Maduro steht das Land vor einer ungewissen Zukunft. Auffällig ist vor allem, wie reibungslos der Einsatz verlief – ohne nennenswerten Widerstand des venezolanischen Militärs. War Maduro am Ende isoliert und wurde von seinem eigenen Machtzirkel verraten? Welche Rolle spielt die neue Interimspräsidentin Delcy Rodríguez? Und steuert Venezuela nun auf einen politischen Neuanfang zu – oder lediglich auf eine Neuauflage des autoritären Systems? "Donroe-Doktrin": Putin bot Trump brisantes Tauschgeschäft an Venezuelas Ölwirtschaft: Sie machen Trump einen Strich durch die Rechnung Über die Hintergründe des Machtwechsels, mögliche Absprachen mit den USA und die unterschiedlichen Szenarien für Venezuelas Zukunft spricht der ehemalige Diplomat und Venezuela-Kenner İmdat Öner im t-online-Interview. t-online: Herr Öner, die US-Intervention in Caracas und Entführung von Machthaber Nicolás Maduro ging ohne größeren Widerstand des venezolanischen Militärs über die Bühne. Es gibt Stimmen, die sagen, Maduro wurde von seinen eigenen Leuten verraten. Was meinen Sie? İ mdat Öner: Darauf deutet aktuell alles hin. Und die Hauptverdächtige für den Verrat ist die neue Interimspräsidentin Delcy Rodríguez. Wie kommen Sie darauf? Sie hatte bereits seit Längerem Kontakt zur US-Regierung, wobei es vor allem um Öl-Deals ging. Auch ihr Bruder Jorge, der Parlamentspräsident ist, war an den geheimen Verhandlungen beteiligt. Die Rodríguez-Geschwister galten als Teil des harten Kerns des Maduro-Regimes und als absolut loyal zu Maduro selbst. Woher könnte nun der Sinneswandel kommen, den Machthaber zu opfern? Die Antwort liegt in der militärischen Aufrüstung der USA in der Karibik . Delcy und Jorge Rodríguez haben damit gerechnet, dass es zu einer Militäroperation kommen würde. Und so haben sie sich wohl entschieden, das Regime zu retten und selbst an der Macht zu bleiben, indem sie Maduro ausliefern. Der größte Machtfaktor in Venezuela ist das Militär. Hat man dort nichts von den Verhandlungen der Rodríguez-Geschwister mitbekommen? Höchstwahrscheinlich wusste Armeechef Vladimir Padrino López sehr wohl von den Unterredungen und verschloss in der Nacht des Angriffs schlicht die Augen. Das würde zumindest die fehlende Reaktion des venezolanischen Militärs erklären. Es ist kaum denkbar, dass das Militär schlicht technisch nicht reagieren konnte, denn es ist durchaus fähig, sich gegen Angriffe zu wehren. Der ganze Ablauf der Intervention deutet auf eine konzertierte Aktion zwischen Maduros innerstem Zirkel und den USA hin. Nun ist Delcy Rodríguez an der Macht. Einerseits stellt sie sich als Vertreterin des Chavismus dar, andererseits aber arbeitet sie beim Öl mit den USA zusammen. Wer ist die Frau? In manchen Medien wird sie als moderat dargestellt, was jedoch so nicht ganz stimmt. Sie ist moderat im Sinne wirtschaftlicher Öffnung, gilt politisch aber als Hardlinerin und vertritt die Regime-Linie. Schon unter Maduro kontrollierte sie die staatliche Ölindustrie. Über den in Venezuela tätigen US-Ölkonzern Chevron hatte sie daher auch bereits Kontakte nach Washington . Und so konnte sie auch das Vertrauen der Trump-Regierung gewinnen, ihr die Macht nach dem Sturz von Maduro zu übergeben. Wie sie letztlich regiert, wird jedoch die Zukunft zeigen. Interview zur US-Machtpolitik: "Bis heute ein Stachel im Fleisch der USA" Nach US-Angriff auf Venezuela: Trump droht der Welt In welche Richtung steuert Venezuela jetzt? Das ist kaum zu beantworten. Die Machtdynamiken in Venezuela sind aktuell sehr kompliziert. Noch hat Rodríguez ihre Macht nicht vollständig konsolidiert. Neben ihr spielen der Armeechef Vladimir Padrino López und besonders der Innenminister Diosdado Cabello eine wichtige Rolle. Ich sehe derzeit drei mögliche Szenarien für die Zukunft des Landes. Bitte erläutern Sie das. Im Grunde gibt es ein Szenario für den besten Ausgang für Venezuela, eines für den schlechtesten Ausgang und eines, das ich als "hässliches Szenario" bezeichne. Fangen wir mit dem bestmöglichen Ausgang an. In diesem Szenario gelingt es Delcy Rodríguez, sich der Hardliner-Fraktion des Chavismus zu entledigen. Dazu gehört vor allem Diosdado Cabello: Er ist sehr einflussreich, kontrolliert Teile des Militärs und paramilitärische Gruppen, die Colectivos genannt werden. Die USA haben ein Kopfgeld von 25 Millionen US-Dollar auf ihn ausgesetzt. Entweder die USA schnappen ihn wie Maduro oder Rodríguez kann ihn davon überzeugen, ins Exil zu gehen. Und dann? Sind die Hardliner einmal aus dem Weg geräumt, kann es einen friedlichen Übergang hin zu einer Demokratie geben. Mit Cabello und Armeechef Padrino López in mächtigen Positionen ist das undenkbar. Rodríguez würde dann eng mit den USA kooperieren. So könnten binnen eines Jahres freie Wahlen stattfinden, bei denen vielleicht auch María Corina Machado antritt und gewinnt. Da Machado die Unterstützung Trumps offenbar verloren hat, erscheint dieses Szenario zunächst wenig wahrscheinlich. Welches wäre denn der schlechtmöglichste Fall? Dabei würde es zu internen Machtkämpfen kommen. Das Militär und sein Chef Padrino López würden Delcy Rodríguez das Vertrauen entziehen, ebenso Hardliner Diosdado Cabello. Es könnte also zu einem Putschversuch von innen kommen. Dies führt zu einer massiven Gegenreaktion innerhalb des Landes: In Venezuela gibt es eine hohe Zahl bewaffneter Akteure wie Drogenkartelle, Guerillagruppen oder die bereits genannten Colectivos. Es könnte ein heilloses Chaos ausbrechen. Wie würden die USA darauf reagieren? Trump will, dass Venezuela ein Erfolg für ihn bleibt. Er müsste dann viele Kräfte dorthin schicken. Unweigerlich würden US-Soldaten in Venezuela stationiert werden. Das könnte zu einer Situation wie im Irak , in Syrien oder Libyen führen. Niemand kann dieses Szenario aktuell ausschließen. Zuletzt bleibt noch das "hässliche Szenario". In diesem Fall ändert sich grundsätzlich nicht viel. Delcy Rodríguez würde so weiterregieren, wie es Maduro getan hat: Sie unterdrückt die Bevölkerung, kontrolliert die Presse und regiert generell autoritär. Aufgrund des Drucks aus den USA müsste sie dennoch eng mit Trump zusammenarbeiten. Er schließt gegen Bezahlung mit Öl die Augen vor dem autoritären Regime und lässt Rodríguez gewähren. Der Chavismus würde also an der Macht bleiben und Trump könnte das Regime ähnlich behandeln wie andere Autokratien etwa in Saudi-Arabien , Katar oder in der Türkei . Venezuelas neue Staatschefin: Sie ist "in tausend Schlachten erprobt" Venezuela-Expertin: "Die USA sind zurück" Welches der drei Szenarien ist das wahrscheinlichste? In Venezuela ist derzeit noch zu viel im Fluss, um das sicher zu beantworten. Es ist kaum vorhersehbar, was in der nächsten Woche passiert. Für das Regime steht viel auf dem Spiel. Keiner der Chavisten will dasselbe Schicksal erleben wie Maduro. Ich fürchte, dass das "hässliche Szenario" derzeit am nächsten liegt: Trump ist schlicht egal, ob in Venezuela Menschenrechte eingehalten werden. Und wenn das Regime in Caracas ihm Öl gibt, kann es wohl schalten und walten, wie es will. Für die Menschen in Venezuela wäre das schlecht. Sehen Sie keine Anzeichen für politische Veränderungen? Wir können davon ausgehen, dass es zu einer Art Säuberung innerhalb des Regimes kommt. Insbesondere könnte Rodríguez eher moderate und auch Leute aus der Opposition einbringen, nur um nach außen hin zu zeigen, dass sie moderater regiert. Außerdem gibt es Hunderte politische Gefangene, die sie als Zeichen des guten Willens nun teilweise freilassen will. Die Regierung wird sich entweder mäßigen oder in ihrem Überlebenskampf noch angespannter und schärfer. Hat die US-Regierung einen validen Plan für ein Venezuela nach Maduro? Trump geht es vor allem um Stabilität in dem Land. Deshalb wird die US-Militärpräsenz in der Karibik auch noch eine Weile bleiben, um das Regime auf Linie der Trump-Administration zu halten. Für Trump war Venezuela ein großer Erfolg – und er ist längst nicht fertig: Er will die gesamte westliche Hemisphäre neu organisieren. Wenn in Venezuela also etwas schiefläuft, muss er das notfalls mit militärischer Gewalt korrigieren. Bisher konzentriert sich Trump vor allem auf das Öl: Rutscht Venezuela so in eine Art Vasallenverhältnis zu Washington? Investitionen in den Ölsektor können schon eine Menge in Venezuela bewirken. Zumindest wirtschaftlich kann sich das Land mittels der Öleinnahmen entwickeln. Die Aufhebung von US-Sanktionen trägt dazu bei. Eine Demokratisierung spielt in Trumps Diskurs zwar aktuell keine Rolle. Doch die US-Regierung kann ihre Strategie auch noch ändern. Dabei ist vor allem interessant, wie Außenminister Marco Rubio fortan agiert. Warum Rubio? Er ist der Architekt der gesamten Lateinamerikastrategie der US-Regierung und hat großen Einfluss auf Trump. Venezuela könnte eine Art Test für seine zukünftige Karriere sein. Rubio will vielleicht schon 2028 Präsident werden. Er kann jetzt den Boden für ein Szenario bereiten, das seiner politischen Agenda in Zukunft nutzt. Ich werde daher genau beobachten, wie Rubio sich nun mit Blick auf Venezuela verhält. Herr Öner, vielen Dank für das Gespräch.

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