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Proteste im Iran: Schah-Sohn Reza Pahlavi und seine umstrittene Rolle

Aus dem Exil befeuert der Sohn des letzten Schahs die Proteste im Iran. Dort fordern viele seine Rückkehr. Doch längst nicht alle sind begeistert von Reza Pahlavi. Sein Vater wurde einst aus dem Land verjagt, weil er für Unterdrückung und Menschenrechtsverletzungen stand: Nun will ausgerechnet Reza Pahlavi, Sohn des letzten Schahs, eine demokratische Revolution im Iran herbeiführen. Er selbst rief die Bevölkerung aus seinem US-amerikanischen Exil zu Protesten auf – und es folgten Tausende. Nachdem die Demonstrationen bereits in den Vorwochen mit einem Protest gegen die hohe Inflation gestartet waren, nahmen diese nach Pahlavis Aufruf noch einmal zu. Mittlerweile werden sie von der breiten Bevölkerung getragen. Schah-Sohn Pahlavi: Europäer sollten von Trump lernen Womöglich bis zu 2.000 Tote im Iran: "Wir werden eine Entscheidung treffen" In den wenigen Videos der Proteste, die trotz der Internetsperre ins Ausland gelangen, sind "Lang lebe der Schah"-Rufe zu hören, Menschen halten Bilder von Pahlavi hoch. Doch es steht bei Weitem nicht die gesamte Bevölkerung hinter dem Sohn des Schahs, viele sehen ihn aufgrund seines Hintergrunds kritisch. Dennoch erreicht er die Iraner besser als andere Exil-Oppositionelle. Pahlavi "will Islamische Republik stürzen" In einer Videobotschaft auf X sagte Pahlavi kürzlich: "Wir werden die Islamische Republik und ihren abgenutzten, fragilen Repressionsapparat vollständig in die Knie zwingen." Er rief zu einer neuen Phase der Demonstrationen auf, "um die Islamische Republik zu stürzen". Schon in der Vergangenheit hatte er wiederholt zu Protesten aufgerufen, etwa bei den Massendemonstrationen nach der umstrittenen Präsidentschaftswahl von 2009 oder 2022 nach dem Tod von Mahsa Amini, die in Haft starb, weil sie angeblich gegen die Kleidervorschriften verstoßen hatte. Ihr Tod löste die "Frau, Leben, Freiheit"-Proteste aus. Viele seiner Versuche scheiterten. Er versuchte bereits, eine Exilregierung zu bilden, schmiedete mehrmals Oppositionskoalitionen – etwa den 2013 gegründeten Iranischen Nationalrat für Freie Wahlen. Zuletzt entstand im Anschluss an die Bewegung "Frau, Leben, Freiheit" das Bündnis für Demokratie und Freiheit im Iran, das prominente Oppositionelle und verschiedene politische Strömungen vereinte. Die Koalition zerbrach jedoch bald an internen Differenzen. Opposition im Iran ist zersplittert Der Vorgang zeigt, vor welchem Problem die iranische Opposition steht. Es gibt ein Führungsvakuum und keine Einigkeit. Meist haben die Bündnisse mit Meinungsverschiedenheiten oder begrenzter Reichweite im Iran zu kämpfen. Selbst in Momenten, in denen das iranische Mullah-Regime angeschlagen ist, profitiert die Opposition nicht langfristig. Als organisierte Gruppe gibt es nur die Volksmudschaheddin. Sie haben aber aufgrund ihrer ultrareligiösen Ansichten viel Unterstützung verloren. So schreiben sie ihren weiblichen Mitgliedern etwa den islamischen Hidschab vor, eine demokratische Wende mit ihnen ist ausgeschlossen. Zudem kollaborierte die Gruppe während des irakischen Militärangriffs auf den Iran mit Saddam Hussein – was ihre Anhängerschaft deutlich reduzierte. Der Schah wurde 1979 gestürzt So bleibt nur Pahlavi – trotz oder wegen seines familiären Hintergrunds? Sein Vater Mohammad Reza Pahlavi wurde 1979 gestürzt. Dessen Regentschaft war von Zensur und der gefürchteten Geheimpolizei Savak geprägt, die zur Unterdrückung abweichender Meinungen eingesetzt wurde und für Menschenrechtsverletzungen bekannt war. Die Schah-Familie lebte im verschwenderischen Luxus, während die Vermögenskluft in der Bevölkerung immer weiter auseinanderging. Der Schah verfolgte zwar eine Modernisierung des Iran, also eine Angleichung an den Westen, unterdrückte aber Demokratisierungsversuche. Unruhen infolge einer Landreform ließ er brutal niederschlagen. Religiöse Führer des schiitischen Klerus spielten bei den Unruhen eine zunehmend wichtige Rolle, insbesondere Ajatollah Ruhollah Chomeini. Nach einem Gefängnisaufenthalt ging dieser ins Exil nach Paris , von wo aus er den Widerstand und schließlich die islamische Revolution steuerte. Anfang 1978 brachen Massenproteste aus, die erneut brutal niedergeschlagen wurden – dennoch beteiligten sich immer mehr Menschen. Der Schah verlor auch innerhalb der Armee zunehmend an Rückhalt und musste schließlich am 16. Januar 1979 ins Exil nach Ägypten fliehen. Dort starb er im darauffolgenden Jahr. Sein Sohn Reza erlebte den Sturz des Vaters nicht vor Ort, er war im Vorjahr nach Texas geschickt worden, um dort zum Kampfpiloten ausgebildet zu werden. Er kam schließlich nach Ägypten, um seinem Vater beizustehen und sich dort nach dessen Tod im Exil selbst zum Schah krönen zu lassen. An seinem 21. Geburtstag erklärte Reza Pahlavi dann seine "Bereitschaft, seine Verantwortung und Verpflichtungen als rechtmäßiger König des Iran zu übernehmen". Im Anschluss ging er zurück in die USA , wo er studierte, eine Amerikanerin mit iranischen Wurzeln heiratete und seitdem in der Nähe von Washington , D.C. lebt. Seine Nachbarn beschreiben ihn als unauffällig, er besuche regelmäßig und ohne große Sicherheitsvorkehrungen lokale Cafés mit seiner Frau Yasmine. Reza Pahlavi: Demokratie statt Thronrückkehr Insbesondere für die Monarchisten blieb Pahlavi auch im Exil weiterhin ein starkes Symbol. Es gibt nicht wenige, die sich nach der Schah-Zeit mit rasanter Modernisierung und engeren Beziehungen zum Westen zurücksehnen. Sie forderten seine Rückkehr in den Iran und eine Wiedereinführung des Throns. Insbesondere vor dem Hintergrund des schiitischen und mit dem Westen verfeindeten Mullah-Regimes erscheint die Schah-Regentschaft einigen Menschen als die bessere Zeit. Pahlavi präsentiert sich mittlerweile allerdings nicht mehr als Thronfolger, sondern als Symbolfigur der nationalen Versöhnung. Eine Rückkehr zu einer absoluten Monarchie oder Erbmonarchie lehnt er ab. Er betont, er wolle beitragen, den Iran in Richtung freier Wahlen, Rechtsstaatlichkeit und gleicher Rechte für Frauen zu lenken. Er fordert einen Übergang zu einem "volksnahen Regierungssystem, das auf der freien Wahl des Volkes beruht". Das genaue System will er durch ein Referendum des Volkes bestimmen lassen. Er selbst hat in der Vergangenheit ein säkulares, demokratisches System favorisiert. Dabei betonte er auch, selbst kein politisches Amt anzustreben, sondern nur den geordneten Übergang sicherstellen zu wollen. Dieses Vorgehen hat ihm im Laufe der Zeit in der Bevölkerung eine immer größere Unterstützung eingebracht, über die Monarchisten hinaus. Dennoch betrachten ihn viele Iraner auch weiterhin mit Skepsis, schließlich habe er vieles, was er über das Regieren des Landes wisse, von seinem Vater gelernt. Nach Einschätzung des iranischen Regimekritikers Sadegh Sibakalam ist Pahlavis Beliebtheit weniger seinen Führungsqualitäten geschuldet als der Unfähigkeit, der Misswirtschaft und den Fehlentscheidungen der Staatsführung. Behnam Ben Taleblu, Iran-Experte der pro-israelischen und konservativen Foundation for Defense of Democracies sagte der "Washington Post": "Der Erfolg des Kronprinzen und seines Teams besteht darin, einen scharfen Kontrast zwischen der Normalität dessen, was war, und dem Versprechen dessen, was sein könnte, einerseits und dem Albtraum und der gegenwärtigen Notlage andererseits zu ziehen, die für so viele Iraner Realität sind." Pahlavi sucht Trumps Nähe Während Pahlavi so zumindest für den Moment viele Iraner hinter sich vereinen kann, kämpft er international noch um Anerkennung. Bereits in der ersten Amtszeit von US-Präsident Donald Trump suchte Pahlavi dessen Nähe und steigerte so seinen Bekanntheitsgrad. Auch jetzt wandte er sich erneut an Trump. Pahlavi lobte Trump als Mann, der sich dem Frieden und dem Kampf gegen die Mächte des Bösen verschrieben habe. Er sei "das absolute Gegenteil von Barack Obama und Joe Biden". Trump sei ein Vorbild für Europa. In Anspielung auf Trumps Motto forderte er den US-Präsidenten auf: "Make Iran Great Again" (zu Deutsch: Mach den Iran wieder groß). Er bot Trump an, mit ihm zusammenzuarbeiten und selbst in den Iran zurückzukehren, sobald dies möglich sei. Doch der US-Präsident gibt sich bisher zurückhaltend. Zwar verkündete er bereits, die Iraner zu unterstützen, erklärte aber hinsichtlich des Schah-Sohns, er sei sich "nicht sicher, ob ein Treffen mit Pahlavi angebracht wäre". Auch europäische Staats- und Regierungschefs vermeiden bisher ein Bekenntnis zu Pahlavi.

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