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Wetter: Etliche Unfälle und Verletzte durch Sturmtief "Gunda"

Stern 

Glatteis, Massenkarambolagen, blockierte Straßen. Auch Kinder werden bei Unfällen verletzt. Selbst Streufahrzeuge kommen an ihre Grenzen. Wie die Nacht im Freistaat vielerorts verlaufen ist.

Bei Winterwetter und Glatteis durch Tief "Gunda" ist es im Freistaat zu zahlreichen Polizeieinsätzen gekommen. Etliche Menschen wurden bei Unfällen auf den bayerischen Straßen verletzt, mehrere von ihnen schwer, wie die Polizeien mitteilten. Darunter seien auch Kinder. Überdies meldeten die Beamten viele Blechschäden, teils mit hohen Summen.

In Niederbayern zählte die Polizei seit Montagabend mindestens 18 Unfälle auf spiegelglatten Straßen. Fünf Menschen seien leicht verletzt worden.

Mindestens eine Million Euro Schaden durch Auffahrunfall 

Im oberfränkischen Lichtenfels wurden 13 Menschen bei einer Massenkarambolage auf einer Bundesstraße verletzt. Zwei von ihnen erlitten schwere Verletzungen, wie die Polizei mitteilte. Die Straße sei so glatt gewesen, dass die Streufahrzeuge kaum von der Stelle gekommen seien. In die Massenkarambolage seien 18 Autos, ein Lastwagen und ein Streufahrzeug verwickelt gewesen – zehn Fahrzeuge seien abgeschleppt worden. 

Auf der Autobahn 9 bei Bayreuth meldete die oberfränkische Polizei neun Unfälle. Das Eis auf der Fahrbahn sei dabei bis zu zwei Zentimeter dick gewesen, schätzte ein Polizeisprecher. Demnach waren 39 Fahrzeuge beteiligt, darunter mehrere Lastwagen. Der größte Unfall war wohl ein Auffahrunfall mit mehreren Autos und Lastwagen. Laut Feuerwehr wurden dabei sechs Menschen verletzt, einer von ihnen schwer. Die Polizei schätzte den Schaden auf mindestens eine Million Euro.

Zwei vierjährige Kinder verletzt

Auch in Oberbayern rückten die Einsatzkräfte aus: Bei der Eisglätte seien etliche Fahrzeuge auf der Bundesstraße 20 an der Landesgrenze zu Österreich stecken geblieben. Zwei Lastwagen steckten in einer Kurve bei Bayerisch Gmain fest und blockierten damit die gesamte Straße, wie die Polizei berichtete. Erst nach etwa drei Stunden wurden die Sattelzüge befreit. Die Straßenmeisterei verteilte Streusalz.

Etwa 100 Kilometer weiter wurden durch einen Frontalzusammenstoß sieben Menschen verletzt. Als Unfallursache wird die Glätte vermutet, wie ein Polizeisprecher sagte. Unter den Verletzten seien auch zwei vierjährige Kinder, eines davon habe schwere Verletzungen erlitten. Eine 32-Jährige war zuvor mit ihrem Auto in einer Kurve auf die Gegenfahrbahn geraten.

Entspannung in Sicht

Der Deutsche Wetterdienst (DWD) hatte am Montag für die Nacht erneut vor Glatteis gewarnt (Stufe 3 von 4). Am Dienstag solle es demnach noch in den östlichen und nördlichen Landesteilen Glatteis geben. Im Laufe des Tages beruhige sich aber auch dort die Lage: Steigende Temperaturen und Niederschläge seien in Aussicht.

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