Добавить новость
World News
Новости сегодня

Новости от TheMoneytizer

Frühstart-Rente in der Kritik: Experte fordert Einmal-Zahlung bei Geburt

Ein guter Gedanke, viele offene Fragen: Die Frühstart-Rente stößt bei Eltern und Fachleuten auf Kritik. Was jetzt dringend nachgebessert werden müsste. Ab 2026 sollen Kinder in Deutschland mit der sogenannten Frühstart-Rente beim Vermögensaufbau unterstützt werden. Geplant ist ein staatlicher Zuschuss von zehn Euro pro Monat, der frühzeitig den Grundstein für die spätere Altersvorsorge legen soll. Was nach einem wichtigen Schritt klingt, entpuppt sich bei genauerem Hinsehen als halbherziges Modell mit deutlichen Schwächen. Bogdan Jakuschenko von Invest4Kids hält die Frühstart-Rente in ihrer aktuellen Form für weder zu Ende gedacht noch für fair. Im Gespräch mit t-online erklärt er, warum seiner Ansicht nach viele Eltern mit dem Konzept überfordert sind, weshalb der Startpunkt mit sechs Jahren ökonomisch fragwürdig ist und wie der Staat mit einfachen Anpassungen deutlich mehr erreichen könnte – für Kinder wie auch für die öffentlichen Haushalte. "Zu kompliziert": Eltern sind überfordert Würde das Frühstart-Depot heute schon existieren, wären viele Eltern erst einmal ratlos. Bogdan Jakuschenko erlebt das nach eigenen Worten täglich im Austausch mit Familien. "Die häufigste Antwort ist: Es ist zu kompliziert", sagt er. Viele Eltern wüssten nicht, wo sie anfangen sollen, wie ein Depot funktioniert oder welche Schritte nötig wären. Hinzu kommt der Alltag mit Kindern: Finanzthemen hätten für viele schlicht keine Priorität. Eine Umfrage zur Frühstart-Rente bestätigt dieses Bild. Zwar befürwortet die Mehrheit das Projekt grundsätzlich, doch viele geben an, es nur teilweise oder gar nicht zu verstehen. Für Jakuschenko ist das ein Warnsignal: Ein Modell, das auf breite Akzeptanz zielt, muss auch verständlich sein. Wunsch nach Einfachheit – und die Grenzen staatlicher Vollverwaltung Sind Eltern also zu bequem, sich mit Geldanlagen zu beschäftigen? Jakuschenko widerspricht dieser Verkürzung. Laut der Umfrage wünschten sich viele Eltern vor allem ein möglichst einfaches Modell. Einige gingen sogar so weit, dass sie den Staat als alleinigen Verwalter sehen möchten – nach dem Vorbild eines Staatsfonds wie in Norwegen . Die Idealvorstellung vieler Eltern: Zur Geburt zahlt der Staat einen festen Betrag ein, später wird automatisch ausgezahlt. Dazwischen passiert nichts, womit man sich beschäftigen müsste. Doch genau hier sieht Jakuschenko ein Problem. Die Frühstart-Rente solle nicht nur Geld bereitstellen, sondern auch Wissen vermitteln. "Eltern und Kinder sollen an den Kapitalmarkt herangeführt werden", erklärt er. Volljährig – und jetzt? Was Sie beim Kinderdepot beachten sollten Unterschätzter Einfluss: Was wir von unseren Eltern über Geld gelernt haben Doch wer den Staat alles regeln lässt, verzichtet aus Sicht Jakuschenkos auf diesen Lerneffekt. Die Finanzbildung würde zu kurz kommen und das sei langfristig weder im Interesse der künftigen Rentner noch des Staates. Sechs Jahre zu wenig: Ein Startpunkt ohne klare Begründung Kritik übt Jakuschenko auch am geplanten Startalter. Die Frühstart-Rente soll erst ab dem sechsten Lebensjahr greifen. Warum gerade dieser Zeitpunkt gewählt wurde, erschließt sich ihm nicht. Zwar traue er den beteiligten Experten fachliche Kompetenz zu, doch die Entscheidung wirke ökonomisch nicht durchdacht. Aus seiner Sicht ist die Grundidee richtig: Früh investieren lohnt sich, weil Zeit der wichtigste Faktor beim Vermögensaufbau ist. Der sogenannte Zinseszinseffekt stellt sicher, dass Erträge wiederum Erträge erwirtschaften. Wer früh beginnt, braucht später deutlich weniger Geld, um auf dieselbe Summe zu kommen. Frühstart-Rente: Berater der Bundesregierung kritisieren 1.500 Euro für alle Kinder Frag t-online: Wie kann ich für meine Enkelkinder sparen? Genau deshalb hält Jakuschenko den Start mit sechs Jahren für einen Fehler. Sechs Jahre, in denen Geld nicht investiert wird, gingen verloren. Sinnvoller sei es, direkt bei der Geburt zu beginnen oder zumindest mit den jeweils neu geborenen Jahrgängen, wenn die Mittel begrenzt sind. Geburt statt Schulalter: Mehr Rendite ohne höhere Kosten Jakuschenko rechnet vor, warum der frühere Start entscheidend ist. Würde der Staat die geplanten zehn Euro monatlich von Geburt bis zum zwölften Lebensjahr einzahlen und das Geld anschließend bis zum 18. Geburtstag liegen lassen, entstünde bereits mehr Vermögen als beim heutigen Modell ab sechs Jahren. Am Ende gehe es nicht um Symbolpolitik, sondern um die Frage, wie viel Kapital beim Renteneintritt tatsächlich zur Verfügung steht. Je höher dieses Kapital ist, desto weniger muss der Staat später zuschießen. "Das ist eine einfache Zinseszins-Rechnung", sagt Jakuschenko – eine Rechnung, die aus seiner Sicht zu wenig Beachtung findet. Ineffizienz: Warum eine Einmalzahlung sinnvoller wäre Auch die monatlichen Einzahlungen hält Jakuschenko für ökonomisch ineffizient. Zehn Euro im Monat über zwölf Jahre ergeben 1.440 Euro staatliche Förderung. Bei einer angenommenen jährlichen Rendite von sechs Prozent – ein Wert, der langfristig bei breit gestreuten Aktienfonds realistisch ist – würden daraus rund 2.112 Euro. Doch es geht deutlich besser: Würde der Staat stattdessen einmalig 1.000 Euro zu Beginn einzahlen, ergäben sich nach zwölf Jahren bei gleicher Rendite rund 2.012 Euro. Der Effekt wäre fast derselbe – der Staat hätte jedoch rund 440 Euro pro Kind gespart. Beginnt diese Einmalzahlung nicht mit sechs Jahren, sondern bei der Geburt, wächst der Effekt weiter. Nach 18 Jahren läge das Vermögen unter denselben Annahmen bereits bei rund 2.854 Euro – ganz ohne zusätzliche Einzahlungen. Der Blick bis zum Renteneintritt: Zehntausende Euro Unterschied Besonders deutlich wird der Unterschied bei einem langen Zeithorizont. Der erste Jahrgang, der 2026 in die Frühstart-Rente startet, geht voraussichtlich 2094 mit 68 Jahren in Rente . Eine Einmalzahlung von 1.000 Euro bei Geburt würde bei sechs Prozent Rendite bis dahin rund 52.600 Euro ergeben. Die geplante 10-Euro-Variante für Kinder zwischen sechs und 18 Jahren käme im selben Zeitraum nur auf etwa 38.900 Euro. Der Unterschied beträgt rund 13.700 Euro – pro Person. Für Jakuschenko ist das ein zentrales Argument: Mehr Effizienz heute bedeutet weniger Belastung für den Staat morgen. Ungerecht oder unvermeidlich? Wo der Staat Grenzen ziehen muss Dass zunächst nur Kinder des Jahrgangs 2020 profitieren sollen, ruft bei vielen Eltern Unmut hervor. Ältere Geschwister gehen leer aus. Jakuschenko betont, dass diese Kritik häufig aus der Elternschaft selbst komme. Objektiv sei das Problem jedoch strukturell: Es fehle an Geld. Rentenplan wird gestutzt: Diese Kinder gehen bei Frühstart-Rente zunächst leer aus Egal, für welches Modell man sich entscheide, es werde immer Jahrgänge geben, die nicht profitieren. Absolute Gerechtigkeit sei nicht erreichbar. Der Anspruch müsse deshalb ein anderer sein: Mit den vorhandenen Mitteln die größtmögliche Wirkung erzielen. Aus seiner Sicht gelingt das nur mit einer Einmalzahlung bei Geburt. Kostenfrage: Droht ein neues Riester-Problem? Auch der Sozialbeirat der Bundesregierung warnt vor einem bekannten Risiko: Hohe Gebühren könnten einen Teil der staatlichen Förderung wieder auffressen. Banken, Broker oder Sparkassen verlangen für Depots und Fonds Verwaltungs- und Produktkosten. Jakuschenko räumt ein, dass es auch künftig Anbieter geben werde, die versuchten, überproportional zu verdienen. Das Riester-System sei ein abschreckendes Beispiel. Gleichzeitig beobachtet er aber eine klare Entwicklung hin zu günstigeren Produkten. ETFs etwa sind börsengehandelte Fonds, die einen ganzen Aktienindex abbilden und meist sehr niedrige laufende Kosten haben. Ihr Weg an die Börse: Diese Wertpapiere lohnen sich für Einsteiger wirklich Völlig kostenlos wird Vermögensverwaltung dennoch nicht sein. Auch Finanzdienstleister kämpfen mit der Inflation und steigenden Löhnen. Aus Jakuschenkos Sicht bewegen sich die Kosten heute jedoch bereits auf einem sehr niedrigen Niveau mit wenig Spielraum nach unten, aber ohne das Risiko, die Rendite vollständig zu zerstören. Fazit: Mut zum Investieren fehlt "Wenn man schon früh investieren will, dann richtig", fasst Jakuschenko zusammen. Der Vorteil der Zeit, also der Zinseszinseffekt , werde in der bisherigen Form der Frühstart-Rente bislang nicht konsequent genutzt. Dabei verlange der Staat von den Bürgerinnen und Bürgern genau das: langfristig denken, mutig investieren und Verantwortung für die eigene Rente übernehmen. Bei der Frühstart-Rente selbst bleibe dieser Mut bislang aus.

Читайте на сайте


Smi24.net — ежеминутные новости с ежедневным архивом. Только у нас — все главные новости дня без политической цензуры. Абсолютно все точки зрения, трезвая аналитика, цивилизованные споры и обсуждения без взаимных обвинений и оскорблений. Помните, что не у всех точка зрения совпадает с Вашей. Уважайте мнение других, даже если Вы отстаиваете свой взгляд и свою позицию. Мы не навязываем Вам своё видение, мы даём Вам срез событий дня без цензуры и без купюр. Новости, какие они есть —онлайн с поминутным архивом по всем городам и регионам России, Украины, Белоруссии и Абхазии. Smi24.net — живые новости в живом эфире! Быстрый поиск от Smi24.net — это не только возможность первым узнать, но и преимущество сообщить срочные новости мгновенно на любом языке мира и быть услышанным тут же. В любую минуту Вы можете добавить свою новость - здесь.




Новости от наших партнёров в Вашем городе

Ria.city
Музыкальные новости
Новости России
Экология в России и мире
Спорт в России и мире
Moscow.media






Топ новостей на этот час

Rss.plus





СМИ24.net — правдивые новости, непрерывно 24/7 на русском языке с ежеминутным обновлением *