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Lange Leine, Gegenpressing, Individualität: Erste Erkenntnisse zu Arbeloas Real

Álvaro Arbeloa konnte mit seinem Team ein erstes Ausrufezeichen setzen – Foto: getty images

Arbeloas lange Leine stößt auf Zuspruch

Man kann davon, dass Álvaro Arbeloa in den letzten Tagen nahezu alles daran setzte, um die Spieler aus der Schusslinie zu nehmen, halten, was man möchte, doch offensichtlich scheint dieser Ansatz bei den königlichen Stars gut anzukommen. Egal, ob nach der Niederlage in der Copa gegen Albacete (Wenn es einen Schuldigen für diese Niederlage gibt, dann bin ich das!“) oder nach dem gellenden Pfeifkonzert beim Heimspiel gegen Levante ( „Ich glaube, die Pfiffe gingen gegen alle und vor allem gegen mich. Ich bin verantwortlich für dieses Team und wenn es nicht läuft, bin ich der erste, der die Verantwortung dafür übernehmen muss.“) – Reals neuer Cheftrainer schaffte es bisher, den Fokus und Druck ein wenig von der Mannschaft zu nehmen und einen Großteil der Aufmerksamkeit auf seine Person zu lenken.

Und mehr noch: Arbeloa lässt quasi keine Möglichkeit aus, den Aushängeschildern der Mannschaft öffentlich den Rücken zu stärken, deren Qualitäten immer wieder zu loben und anzupreisen. Ein Vorgehen, das bei den Schwergewichten der Kabine offensichtlich gut ankommt. Ebenso wie die vermeintliche lange Leine, die Reals früherer Rechtsverteidiger im Umgang mit seinen Stars hegt. Zumindest von außerhalb wirkt es so, als wolle Arbeloa viel auf die Vorlieben und Wünsche von Vinícius und Co. eingehen, was vor allem der Brasilianer nun gegen die AS Monaco (6:1) mit einem Gala-Auftritt, vier Torbeteiligungen und einer innigen Umarmung bei seinem Tor zurückzahlte. Dass er aber auch Entscheidungen im Sinne des Teams trifft, zeigt die erneute Aufstellung Fede Valverdes als Rechtsvereidiger beziehungsweise die überraschende Nominierung Eduardo Camavingas als Linksverteidiger – ohne es sich auf der Pressekonferenz im Nachgang der Partie natürlich nehmen zu lassen, beide Spieler nochmals gesondert hervorzuheben: Ich rechne ihm, wie auch Fede, hoch an, dass sie auf einer Position spielen, die sie normalerweise nicht bekleiden und sich und ihre Qualitäten damit in den Dienst der Mannschaft stellen.“

Gegenpressing, zielstrebiges Umschalten, Vertikalität

Fernab von all den Geschichten rund um die individuellen Befindlichkeiten der Spieler wurde gegen Monaco natürlich auch Fußball gespielt – und phasenweise taten das die Blancos sogar sehr überzeugend. Tatsächlich ließen sich auch inhaltlich erste Ansätze dessen erkennen, was den Fußball unter dem Trainer Álvaro Arbeloa in den kommenden Monaten ausmachen könnte: Eine (überraschend) hohe Intensität mit und gegen den Ball, zielstrebiges Umschalten in beide Richtungen und vor allem eine sehr hohe Vertikalität im Spiel nach vorne mit vielen Läufen in die Tiefe und – was den Blancos zuletzt doch häufig abging – einer stets guten Strafraumbesetzung. Und die Wahrscheinlichkeit, dass man diese Dinge auch in den kommenden Wochen häufiger zu Gesicht bekommt, ist relativ hoch, zeichnete sich doch bereits Arbeloas Castilla durch ebendiese Charakteristika aus.

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Reals Cheftrainer hatte bei seinem Amtsantritt zwar betont, dass es der Anspruch sei, als Real Madrid die Spiele zu dominieren, die Art und Weise ließ er jedoch offen. Und so dominierte man gegen die Monegassen nicht zwangsläufig durch lange Ballbesitzphasen und hohes Pressing, sondern agierte aus einer guten Kompaktheit heraus und killte den Gegner durch Geschwindigkeit und Zielstrebigkeit im Umschaltspiel – der schnelle Konter zum 2:0 durch Kylian Mbappé erinnerte in seiner Entstehung beinahe sogar an einstige Zeiten unter José Mourinho oder eine gewisse „BBC“-Sturmreihe. Und was im Vergleich zu den letzten Wochen positiv hervorzuheben ist: Bei Ballverlusten agierten die Madrilenen hellwach und gefielen durch ein intensives Gegenpressing, wodurch stets das Gefühl entstand, die Blancos würden auch ohne Ball eine gewisse Dominanz ausstrahlen. Und wie ausgeprägt der Wille und Lust auf das Spiel gegen Ball offensichtlich an diesem Abend war, zeigte eine Szene in den Schlussminuten, als Mbappé (!) höchstselbst einen Sprint über den ganzen Platz ansetzte, um einen Angriff Monacos im eigenen Strafraum zu verteidigen.

Zur Wahrheit gehört aber auch, dass die AS Monaco an diesem Abend keinen ebenbürtigen Gegner darstellte und dennoch zu einigen aussichtsreichen Abschlüssen kam. So hätte das Endergebnis durchaus knapper ausfallen können, hätten sich die Franzosen ähnlich kaltschnäuzig vor dem Gehäuse gezeigt wie die Madrilenen. So dürfte das Aufeinandertreffen mit dem Drittplatzierten Villarreal am Samstag (21 Uhr) in dieser Hinsicht ein anderer Gradmesser werden. Die positiven Ansätze im Spiel mit und gegen den Ball geben aus Real-Sicht aber natürlich Ansatz zu Hoffnung.

4-4-2 gegen den Ball, 4-2-3-1 mit vielen Freiheiten mit Ball

Fernab von der generellen Art und Weise, wie der Fußball unter Arbeloa zukünftig aussehen könnte, ließ der Auftritt in der Königsklasse auch Rückschlüsse hinsichtlich zukünftiger Formation und der individuellen Rollenverteilung zu. Wie schon zuletzt unter Xabi Alonso setzt auch Arbeloa gegen den Ball auf ein 4-4-2, forciert dabei aber eher die Kompaktheit als ein hohes Pressing. Dass er so vor allem Vinícius und Mbappé entlasten möchte, gab der 43-Jährige ganz offen zu: „Ich will auch ehrlich sein, wir brauchen Stürmer, die sich auf das Offensivspiel konzentrieren. Ich möchte nicht zwei Stürmer haben, die mit nach hinten laufen müssen, um Außenverteidiger oder Mittelfeldspieler zu verfolgen. Ich will, dass sie eine gute Arbeit leisten, ich will ein Team sehen, das sich unterstützt, aber auch, dass Vini und Kylian vorne den Unterschied ausmachen können, so wie sie es heute getan haben.“

Arbeloa geht es eher darum, die Spieler in Räume und Situationen zu bringen, die ihrem Naturell und Spielstil entgegenkommen, statt sie in ein vorgegebenes taktisches Gerüst zu zwingen. So erhielt Vinícius mit Ball jegliche Freiheiten, tauchte so sowohl am linken Flügel als auch phasenweise zentral als hängende Spitze auf. Ein weiterer Akteur, der von dieser auf individuelle Freiheiten ausgerichteten Formation merklich profitierte, war Arda Güler, der in Ballbesitz mehr oder weniger als Zehner in einem flexiblen 4-2-3-1 agierte und so seine Stärken beim (vor)letzten Pass (beispielsweise vor dem 2:0) viel besser ausspielen konnte als auf der tieferen Achterposition. Eine Beobachtung, die schon nach seiner Einwechslung gegen Levante zur Halbzeit auffiel, als er an beiden Toren beteiligt war. Jude Bellingham hingegen bekleidete eine hybride Rolle zwischen der Sechs und Acht und konnte so seine Qualitäten im Ballschleppen gewinnbringend einbringen. Dass man mit Franco Mastantuono zudem einen „echten“ Rechtsaußen auf dem Feld hatte, der den entsprechenden Gegenpart zu Vinícius darstellte, sorgte ebenfalls für mehr Flexibilität im Angriffsspiel.

Dass man auch zukünftig Camavinga und Valverde weiterhin als Außenverteidiger sehen könnte, scheint ebenfalls wahrscheinlich. So ließ Arbeloa durchblicken, dass er möchte, dass „die Außenverteidiger auch viel nach innen rücken, sie können aber auch nach außen schieben. Wir wollen, dass es viel Rotation auf den Positionen gibt.“  Ein weiterer Satz, der eine Vorstellung davon gibt, wie Arbeloas Idealvorstellung zukünftig aussehen könnte: Ein auf Freiheit und die individuellen Stärken der Spielertypen zugeschnittenes taktisches Grundgerüst mit klaren Prinzipien gegen den Ball, welches eher auf Dominanz durch Umschaltspiel und Individualität denn Ballbesitz und hohes Pressing setzt. Sozusagen eine Mischung aus José Mourinho und Carlo Ancelotti. Man darf gespannt sein, ob es Reals Cheftrainer in den kommenden Wochen gelingt, diese Ansätze weiter zu implementieren und zu festigen – auch gegen Gegner mit höherer Qualität.

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