Ein Mann starb in ICE-Haft. Laut der Regierung hatte er versucht, sich umzubringen. Doch die Ergebnisse der Autopsie legen einen anderen Schluss nahe. Ein kürzlich in ICE-Haft verstorbener Kubaner wurde offenbar von Beamten der US-Einwanderungsbehörde getötet. Das nun veröffentlichte Ergebnis der Gerichtsmedizin kommt zu dem Ergebnis, dass der 55-jährige Geraldo Lunas Campos aufgrund von Druck auf Hals und Oberkörper erstickt war. Damit widerspricht der Bericht der offiziellen ICE-Darstellung, wonach sich Lunas Campos selbst umgebracht habe. So erklärte Vize-Heimatschutzministerin Tricia McLaughlin, der Mann habe am 3. Januar versucht, sich das Leben zu nehmen. Die Wachbeamten hätten versucht, ihn zu retten. Lunas Campos habe allerdings Widerstand geleistet und weiter versucht, sich umzubringen. Schließlich habe er während der Tumulte aufgehört zu atmen und das Bewusstsein verloren, zitieren mehrere US-Medien McLaughlin. Internes Memo veröffentlicht: ICE darf gewaltsam in Häuser eindringen "Angriff auf unsere Stadt": ICE nimmt Stadtrats-Mitarbeiter fest – Mamdani reagiert Zuvor hatte ein Mithäftling der "Washington Post" berichtet, Lunas Campos sei gewürgt worden und habe mehrmals beklagt, er könne nicht atmen. Anschließend sei eine Stunde lang versucht worden, ihn zu reanimieren. Lunas Campos saß im Camp East Montana auf dem Militärgelände Fort Bliss nahe der Stadt El Paso in Texas . Es ist die größte Haftanstalt für Migranten in den USA . In dem Zeltlager an der Grenze zu Mexiko können bis zu 5.000 Menschen inhaftiert werden, um anschließend in ihre Heimatländer abgeschoben zu werden. In den vergangenen Monaten starben mehrere Menschen in ICE-Haft, allein sechs in den ersten beiden Wochen des Jahres 2026.