Alexander Zverev hat seine gute Form bei den Australian Open bestätigt und zieht ins Viertelfinale ein. Zudem gab es eine kleine Kampfansage. Alexander Zverev kann weiter von einem erneuten Einzug ins Finale der Australian Open träumen: Der deutsche Tennis-Star hat sein Achtelfinalspiel gegen Francisco Cerúndolo dank einer hochkonzentrierten Leistung mit 6:2, 6:4, und 6:4 gewonnen. In der John Cain Arena verwandelte Zverev nach zwei Stunden und zwölf Minuten seinen Matchball und holte sich auf seinem Lieblingscourt auf der Anlage den Applaus ab. Der Hamburger zog damit zum fünften Mal in die Runde der besten acht in Melbourne ein – Boris Becker gelang das in seiner Karriere nur viermal. "Er hat heute hervorragend gespielt – vom ersten bis zum letzten Satz", lobte Eurosport-Experte Becker. "Ich bin sehr happy mit dem Match. Um im Viertelfinale zu sein, musst du gut spielen, und die letzten Sätze von mir hatten ein hohes Niveau", sagte Zverev und wagte eine kleine Kampfansage: "Ich habe die Hoffnung, dass ich die nächsten – hoffentlich – drei Matches noch besser spielen kann." Die Temperaturen waren am Tag nach den Hitze-Kapriolen mit bis zu 40 Grad Celsius in Melbourne wieder auf einen angenehmen Wert gesunken. Zu Spielbeginn zeigte das Thermometer 22 Grad an. Zverev nahm sich beim Aufwärmen vor der Partie sogar Zeit für Autogramme und ein Pläuschchen mit Casper Ruud. Zverev war vor der Partie gegen den "super Spieler" Cerúndolo gewarnt. Schließlich hatte er von den vergangenen fünf Duellen drei verloren. Doch der Argentinier entpuppte sich in der Anfangsphase eher als schlagbarer Gegner. Zverev braucht nur 30 Minuten für ersten Satzgewinn Während Zverevs Service-Spiel zu Beginn über jeden Zweifel erhaben war, erinnerten Cerúndolos zweite Aufschläge immer wieder stark an Einwürfe: Mehrfach erreichten sie nicht einmal 150 km/h. Der Deutsche bedankte sich mit zwei Breaks und brauchte nur eine halbe Stunde für den Satzgewinn. Mehrere Dutzend lautstarke argentinische Fans sorgten in den Pausen für einen Hauch von Fußballatmosphäre. "Tenemos que ganar" – "wir müssen gewinnen", schallte es von der Tribüne; doch Zverev hatte andere Pläne. Sein einstiger Schwachpunkt, die Vorhand, lief erneut sehr gut. Der 28-Jährige spielte zwischenzeitlich mehr Winner mit der Vor- als mit der Rückhand und gewann auch den zweiten Durchgang – diesmal nach exakt einer Stunde. Und Zverev ließ sich von seinem guten Weg nicht mehr abbringen, obwohl sich Cerúndolo im dritten Satz stabilisierte. Er verfügt nun über eine ausgeglichene Bilanz von 3:3 gegen den Sandplatz-Experten aus Argentinien. Dem Weltranglistendritten fehlen auf der Jagd nach seinem ersten Grand-Slam-Titel nur noch drei Siege bis zum großen Ziel. Am Dienstag aber droht Zverev nun die erste ganz große Herausforderung im Turnierverlauf: ein mögliches Duell mit seinem Angstgegner Daniil Medwedew . Der einstige US-Open-Sieger, dessen Achtelfinale gegen Learner Tien (USA) am Sonntag parallel angesetzt war, weist gegen Zverev eine Bilanz von 14:8 in den direkten Duellen auf.