Der Sänger hat zwei Frauen angegriffen. Nun hat die Jury vor Gericht eine Entscheidung getroffen. Er machte sich als Sänger einen Namen, nun droht ihm das Gefängnis. Ross Davidson wurde wegen Vergewaltigung und versuchter Vergewaltigung angeklagt. Die Vorfälle ereigneten sich 2015 in London und 2019 in Thailand . Beide Male waren die Opfer Frauen. Vor Gericht plädierte der 37-Jährige auf nicht schuldig, die sexuellen Handlungen seien einvernehmlich gewesen. Die Jury war jedoch anderer Meinung. Wie die britische Zeitung "Daily Mail" berichtet, lernte Ross Davidson die beiden Frauen jeweils über die Datingplattform Tinder kennen. Der Staatsanwalt Richard Hearnden gab vor Gericht wieder, laut den Opfern habe Ross Davidson "eine viel dunklere Seite gehabt, die sie zumindest anfangs nicht bemerkt haben". Der Angeklagte erwartet "Sex auf Abruf" zu bekommen. Bekommt er die Nähe nicht, "greift er zu Vergewaltigung und sexueller Nötigung", so Richard Hearnden. Die Geschworenen berieten sich elf Stunden Ein Opfer berichtete, dass Ross Davidson geäußert hatte, er interessiere sich für Sex mit "einer hilflosen Person, jemandem, der sich nicht bewegt". Die Ermittlerin Kamila Kedadrova von der Metropolitan Police bezeichnete den Sänger als "Serientäter". Ross Davidson stand bereits vor zwei Jahren vor Gericht, wurde damals ebenfalls wegen eines Sexualdelikts schuldig gesprochen. Die Geschworenen am Wood Green Crown Court befanden den Beschuldigten nach mehr als elf Stunden Beratung in allen Anklagepunkten für schuldig. Das Strafmaß steht noch aus. Klar ist jedoch, dass dem Sänger Gefängnis droht. Bis zur Verkündung bleibt er in Gewahrsam. Ross Davidson ersetzte Tony Hadley im Jahr 2018 als Sänger der Band Spandau Ballet, verließ die Band jedoch elf Monate später. Darüber hinaus wurde er als Hauptdarsteller des Queen-Musicals "We Will Rock You" bekannt. Auf der Bühne tritt er unter seinem Künstlernamen Ross Wild auf.