Chinas Fußballverband greift mit drastischen Maßnahmen gegen Korruption durch. Ein Ex-Nationaltrainer sowie 72 weitere Personen werden lebenslang gesperrt. Chinas Fußballverband hat Ex-Nationaltrainer Li Tie, den früheren Verbandspräsidenten Chen Xuyuan sowie 71 weitere Menschen lebenslänglich von Aktivitäten in der Sportart ausgeschlossen. Die Entscheidung wurde nach einem Behördentreffen zur Bekämpfung von Spielmanipulation und Glücksspiel bekannt gegeben. Als Begründung nannte der Verband lediglich "unzulässige Transaktionen", ohne weitere Details zu liefern. Punktabzüge für 13 Vereine der chinesischen Liga Rund einen Monat vor Beginn der neuen Spielzeit sind zudem auch 13 Vereine der chinesischen Liga von den Sanktionen des Verbands betroffen. Dazu zählen der Hauptstadtklub Beijing Guoan sowie Tianjin Jinmen Tiger und Shanghai Shenhua. Die Strafen umfassen Punktabzüge für die Saison 2026 und Geldstrafen zwischen 200.000 und einer Million Yuan (etwa 24.000 bis 120.000 Euro). Tianjin Jinmen Tiger und Shanghai Shenhua treffen die Maßnahmen am härtesten. Sie müssen die neue Saison mit jeweils zehn Minuspunkten beginnen. China strebt an, eine Fußballnation zu werden, wurde jedoch immer wieder von Bestechungs- und Spielmanipulationsskandalen erschüttert. Ende 2024 erhielt Li Tie, der als Profi auch beim FC Everton spielte, wegen Korruption eine 20-jährige Haftstrafe. Der frühere Verbandspräsident Chen Xuyuan wurde im März desselben Jahres zu lebenslanger Haft verurteilt. Der Grund: Annahme von Bestechungsgeldern.