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Zwei Rücken, eine Wand

Im Bremer Weserstadion treffen sich am Samstagnachmittag zwei gebeutelte Mannschaften. Beide performen zurzeit nicht annähernd so, wie sich Vereine und Anhängerschaft das vorstellen. Beide kämpfen um den Klassenerhalt in der Fußball-Bundesliga. Bei beiden stehen die Trainer zunehmend im Fokus.

Bei Werder Bremen gilt die Partie gegen Borussia Mönchengladbach schon fast als ein Endspiel für Trainer Horst Steffen. Der ehemalige Borussen-Spieler war vor der Saison mit der Empfehlung, für ein kleines Fußball-Wunder verantwortlich zu sein, an die Weser gekommen. Mit dem saarländischen Dorfverein SV Elversberg hatte Steffen im vergangenen Mai erst in der Relegation den Aufstieg in die erste Bundesliga verpasst.

In Bremen lief es von Beginn an nicht wirklich rund für Steffen. Der größte Erfolg war der 4:0-Sieg in Mönchengladbach, bei dem ein überragender Samuel Mbangula mit einem Tor und zwei Assists für einen verdienten Erfolg bei völlig indisponierten Borussen sorgte. Wie für die ganze Mannschaft ging es auch für den Belgier nicht so weiter. Zwischenzeitlich verlor er seinen Stammplatz, seine Leistungen: bestenfalls schwankend. Für Werders Ergebnisse wäre „schwankend“ ein Euphemismus. Zuletzt hat das Team neunmal in Folge nicht gewonnen. Zuletzt gab es im eigenen Stadion eine 0:2-Niederlage gegen die allerdings zurzeit auch enorm formstarke TSG Hoffenheim.

Gegen Borussia muss Bremen auf Amos Pieper verzichten. Der Innenverteidiger hatte sich am vorletzten Spieltag in Leverkusen verletzt und steht seinem Team bis auf Weiteres nicht zur Verfügung. In der Defensive fehlen Bremen mit Wöber und Stark ohnehin schon zwei Mann dauerhaft. Der gegen Hoffenheim gesperrte Kapitän Marco Friedl dagegen kann am Samstag spielen. Rechtsverteidiger Isaac Schmidt wird voraussichtlich trotz in Leverkusen erlittener Gehirnerschütterung im Kader stehen. Das gilt auch für Felix Agu. Der Linksverteidiger war zuletzt mehrere Monate wegen einer Syndesmoseverletzung außer Gefecht.

Auch Borussia plagen weiterhin Verletzungssorgen. Neben den zahlreichen und prominenten Langzeitverletzten fällt in Bremen auch Kevin Diks aus. Die Kopfverletzung, die der Verteidiger im Spiel beim HSV erlitten hat, setzt ihn auf unbestimmte Zeit außer Gefecht. Auch Giovanni Reyna fehlt weiter. Der vermeintliche Coup-Einkauf von Roland Virkus schlägt sich wie von Beginn an erwartet, mit muskulären Problemen herum.

Ob die unendliche Geschichte der Rekonvaleszenz oder eben nicht Rekonvaleszenz von Tim Kleindienst und Robin Hack vom Schicksal oder von unsachgemäßer Arbeit handelt, wissen wir nicht. Was wir seit dieser Woche ahnen, ist, dass Borussia finanziell deutlich schlechter aufgestellt sein könnte, als offen kommuniziert. Nicht nur, dass auf die anhaltenden strukturellen Probleme der Mannschaft keine echte Reaktion erfolgen kann, sondern Sportkopf Rouven Schröder genötigt ist, allein mit der Leihe von Talenten mögliche Lücken zu stopfen, ist das Eine. Dass man auf fünf eingesparte Monatsgehälter von Kapitän Jonas Omlin derart angewiesen ist, dass man in der aktuellen sportlichen Situation auf einen Ersatztorwart setzt, der bei einem Abstiegskandidaten der Dritten Liga gerade seinen Stammplatz verloren hat, ist das Andere. Der Tausch Omlin-Olschowsky ist sportlich ein Rückschritt gewaltigen Ausmaßes – zumal auch Tiago Perreira-Caroso in der laufenden Regionalliga-Saison nicht gerade als großer Rückhalt der eigenen U23 auffällig geworden ist.  Dieser Deal lässt nur einen Schluss zu: Borussia braucht jeden Cent. Das kann gut gehen, solange Moritz Nicolas fit ist. Sollte sich der Mann mit der Nummer 33 verletzten, gnade uns Gott oder wer auch immer den Abstiegskampf in der Bundesliga orchestriert.

Auch mit einem gesunden Nicolas im Tor wird es bei Borussia in Bremen und darüber hinaus fast weniger auf die Auf- als auf die Einstellung ankommen. Das ist eine Binsenweisheit sonder gleichen, aber wer die letzten drei Spiele gesehen hat, kann kaum zu einem anderen Schluss kommen. Eine Mannschaft ohne Struktur und Führung kann nur dann gelegentlich erfolgreich sein, wenn alle Spieler immer an ihre Grenzen gehen. Und von denen waren die meisten zuletzt meilenweit entfernt. Ob nun Yannic Engelhardt oder Philipp Sander auf der Sechs spielen, ob Rocco Reitz nominell eher im offensiven oder defensiven Mittelfeld unterwegs ist, ob Netz oder Ullrich spielt, es ist im Prinzip egal. Auch das seit Wochen medial erwartete aber doch niemals erfolgte Startelfdebut für Wael Mohya wird kaum der Game-Changer sein, wenn die Mannschaft nicht endlich als eine solche auftritt. Die Frage ist, ob Eugen Polanski in der Lage ist, so etwas zu initiieren. Wenn nicht er, wird es vermutlich niemand sein. Trotzdem würde es, auch angesichts des Spielplans der kommenden Woche, für Polanski äußerst ungemütlich, wenn seine Mannschaft sich in Bremen nicht ganz anders präsentiert als gegen Wolfsburg, Hoffenheim, den HSV und den VfB Stuttgart. Bestenfalls mit einem zählbaren Ergebnis.

SEITENWAHL-Prognose

Christian Spoo: Wie Borussia zu schlagen ist, weiß inzwischen vermutlich jeder Bezirksligist. Früh anlaufen, aggressiv im Mittelfeld, viel laufen, dann klappts auch mit den Punkten. Unsere einzige Hoffnung ist, dass Werder Bremen dieses Wissen nicht in die Praxis umsetzen kann. Aber den Gefallen werden sie uns vermutlich nicht tun. Borussia verliert mit 1:3 und fällt weiter mehr oder weniger frei in Richtung Tabellenkeller.

Claus-Dieter Mayer: Nach langer Suche findet die Borussia einen Gegner, der noch schlechter ist als man selbst und weiß das zu nutzen. Das 3:1 in Bremen sorgt zumindest vorübergehend für große Erleichterung in Gladbach.

Mike Lukanz: Wenn eine Mannschaft seit neun Spielen auf einen Sieg wartet, kann es nur einen Gegner geben, der diese Serie brechen kann. Nach dem 1:3 in Bremen wird die Stimmung am Niederrhein eisig.

Michael Oehm: Also, nachdem Bremen einen Trainer nach dem anderen aus der Bundesliga kegelte, wäre es höchst an der Zeit, dass man dem SVW die eigene Medizin zu schmecken gäbe. Und was soll ich sagen: Es wird ein 1:2! Ob der Trainer dann wirklich gehen muss, ist aber ehrlich gesagt ziemlich egal. 

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