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Afrika-Cup: Millionenstrafen nach Final-Eklat zwischen Marokko und Senegal

Das Afrika-Cup-Finale endete im Chaos. Der Kontinental-Verband CAF verhängt nun Strafen in Millionenhöhe – auch wegen des kuriosen Verhaltens der Balljungen. Der afrikanische Fußball-Verband CAF hat nach dem turbulenten Finale zwischen Senegal und Marokko (1:0) Mitte Januar Strafen in Millionenhöhe ausgesprochen. Senegals Trainer Pape Thiaw erhielt eine Sperre von fünf Spielen und muss 100.000 US-Dollar zahlen, weil seine Mannschaft nach einem umstrittenen Elfmeterpfiff in der Nachspielzeit geschlossen den Platz verlassen hatte. Insgesamt belaufen sich die Strafen für beide Verbände auf fast eine Million US-Dollar. Der senegalesische Verband wurde wegen diverser Vergehen zu 615.000 US-Dollar verurteilt. Zwei weitere Spieler erhielten Sperren. Thiaw habe mit seinem "unsportlichen Verhalten" beim 1:0 gegen Gastgeber Marokko "das Spiel in Verruf gebracht", begründete die CAF die Strafe. Auf Geheiß des Trainers hatte die Mannschaft am Sonntag, dem 18. Januar, den Platz verlassen. Bayern-Schreck Saibari erhält doppelte Strafe Auch Marokko muss 315.000 US-Dollar zahlen. Ein Großteil entfällt auf das Verhalten der Balljungen. Diese hatten Senegals Torwart Edouard Mendy bei regnerischem Wetter mehrfach das Handtuch geklaut. Mittelfeldspieler Ismaël Saibari wurde für drei Spiele gesperrt und muss zusätzlich 100.000 Dollar zahlen. Im Finale hatte er Senegals Ersatztorhüter Yéhvann Diouf bedrängt, während dieser das Handtuch von Mendy verteidigte. Der 25-Jährige hatte am Mittwoch in der Champions League für Eindhoven gegen Bayern München getroffen. Auch Marokkos Kapitän Achraf Hakimi erhielt eine Sperre über zwei Spiele. Eine Begegnung ist beim früheren Dortmunder für ein Jahr zur Bewährung ausgesetzt. Marokkos Protest, dem Senegal den Sieg abzuerkennen, lehnte die CAF ab. Der Gastgeber hatte argumentiert, der Senegal habe mit dem Verlassen des Platzes das Spiel aufgegeben. Der Verband folgte dem nicht. Mit der Rückkehr der senegalesischen Spieler konnte das Match fortgesetzt und beendet werden. Die Kriterien eines Abbruchs seien nicht erfüllt. In der Verlängerung hatte Pape Gueye das Siegtor erzielt. Der umstrittene Elfmeter in der Nachspielzeit war zuvor verschossen worden. Die Strafen beziehen sich nur auf CAF-Spiele und haben keine Auswirkungen auf die im Sommer stattfindende WM.

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