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Australian Open: Fragwürdige Entscheidung bringt Zverev zum Toben

In einem denkwürdigen Halbfinale scheidet Alexander Zverev bei den Australian Open aus. Die Niederlage war vermeidbar. Doch sein gegner profitierte von einer krassen Fehlentscheidung. Diesem Match das Attribut "episch" zu geben, ist wohl nicht falsch. Nicht nur die reine Spielzeit von 5 Stunden und 27 Minuten machte das Halbfinale zwischen Alexander Zverev und Carlos Alcaraz bei diesen Australian Open zu einem denkwürdigen Spiel. Es war ein Duell, das alle Kriterien eines Spektakels erfüllte. Ein Drama, bei dem das Schicksal quasi minütlich die Seiten wechselte. Da war Zverev, der zu Beginn des Matches viele gute Gelegenheiten vergab, dem Weltranglistenersten aus Spanien davonzueilen. Der Deutsche mühte sich, er haderte und fand doch lange kein Mittel, seinen sechs Jahre jüngeren Kontrahenten in die Schranken zu weisen. Da war der schillernde Star, braun gebrannt und mit einem untrüglichen Gespür für die Sympathien des Publikums in der Rod Laver Arena. Das war mehrheitlich auf seiner Seite, und Alcaraz ließ keine Gelegenheit aus, es anzustacheln, aufzuwiegeln und am Ende fast völlig auf seine Seite zu ziehen. Der Mann aus El Palmar erwischte zunächst spielerisch nicht seinen besten Tag. Gegen Ende des dritten und möglicherweise schon vorentscheidenden Satzes plagte er sich unter Krämpfen über den Platz. Er schindete Zeit, sein Körper ächzte unter den Schmerzen. Alcaraz war ein gefesselter Riese. Und dennoch gab er nicht auf, wie wohl viele auf dem Centre Court befürchteten. Er zwang Alexander Zverev in den vierten und dann in den fünften Satz. Auch mit ein wenig unfreiwilliger Hilfe der Unparteiischen. Denn mitten im Match kam es zu einer Aufregerszene. Zverev: "Er hat Krämpfe!" Als Alcaraz gegen Ende des dritten Satzes eine Spielunterbrechung beantragte, tobt der Deutsche. Im MIttelpunkt seines Zorns stand Schiedsrichterin Marijana Veljovic. Die forderte Alcaraz nicht etwa auf, weiterzuspielen, als sich der Spanier beim Stand von 4:4 und 15:15 im dritten Satz extra Zeit viel Zeit ließ, um sich zu erholen. Sie gewährte dem Favoriten auch noch eine Behandlungspause, augenscheinlich wegen Krämpfen. Das fand Zverev gar nicht gut. "Verdammte Scheiße", ließ er die Schiedsrichterin wissen. "Warum starten Sie die Uhr nicht für 15 Sekunden?", schimpfte Zverev. "Ich muss erstmal sehen, ob er in Ordnung ist", antwortete Veljovic. "Er hat Krämpfe!", sagte Zverev. Worauf Veljovic entgegnete: "Das kann ich aber doch nicht wissen." Alcaraz saß derweil schon auf seiner Bank, ließ sich vom Physiotherapeuten den rechten Oberschenkel massieren und trank dazu Gurkenwasser. Die Flüssigkeit ist bei Leistungssportlern beliebt, verspricht sie doch schnelle Linderung bei Muskelkrämpfen. Drei Minuten lang ging das so. Und Alcaraz rettete die Pause wohl das Spiel. Seltsame Entscheidung zugunsten Alcaraz' Das Problem war allerdings: Das Reglement sieht eine solche medizinische Behandlungspause zwar bei Verletzungen jeglicher Art vor, nicht aber bei Muskelkrämpfen. Veljovic gewährte sie ihm trotzdem. "Das ist eine absolute Farce", sagte der viermalige Grand-Slam-Sieger Jim Courier beim australischen Sender "9News". "Die haben das total vermasselt. Deshalb verliert Zverev gerade die Fassung", sagte Courier. Hinterher gab sich Zverev wortkarg zu der möglicherweise spielentscheidenden Szene. "Er hatte Krämpfe. Und normalerweise bekommst du dafür keine Behandlungspause zugesprochen", so der Hamburger nach dem Match. "Was kann ich tun? Es liegt nicht an mir, das zu entscheiden. Aber ich war offensichtlich nicht damit einverstanden." Nach Alcaraz‘ Behandlungspause ging es weiter. Und es schien, als würde das Match jetzt erst richtig beginnen. Als hätte es sich unter dem Gurkenwasser in einen anderen Aggregatzustand verwandelt. Von einer gewöhnlichen Partie Spitzensport in einen nervenaufreibenden Thriller mit Gänsehaut-Garantie, der sich immer schneller und waghalsiger in einen ekstatischen Taumel der Emotionen steigerte. Als hätte Alfred Hitchcock das Drehbuch geschrieben. Zverev brachte es später selber auf den Punkt: "Ich glaube, das war eine der besten Schlachten, die je auf einem Tennisplatz in Australien geschlagen worden sind." Recht hatte er. Zverev: "Bin einfach nur erledigt" Was für ein Match dieses Halbfinale doch war. Faszinierendes Können. Gewaltige Leidenschaft. Ein Wellenbad der Gefühle. Ein Spiel für die Ewigkeit. Die Zuschauer in der Rod-Laver-Arena dankten es den beiden Spielern mit stehenden Ovationen. Dass Zverev am Ende als Verlierer vom Platz ging, war allerdings das Dramatischste an diesem lauen Sommerabend in Victoria. Es war vielleicht seine unnötigste Niederlage überhaupt. Der 28-jährige hatte kaum zu verstehende Gewinnschläge auf den Platz gezaubert. Und ebenso unerklärliche Fehler gemacht. Am Ende waren es zu viele Fehler. In den entscheidenden Phasen agierte der Deutsche zudem zu zögerlich. Er bereue, dass er das Spiel nicht frühzeitig in seine Richtung gelenkt hatte, so der Deutsche. "Der zweite Satz", sagte er, "den hätte ich gewinnen müssen, vor allem da ich auch noch Aufschlag hatte." Die Frage ist: Warum spielte er so vorsichtig? Welche enormen Chancen er doch im Verlauf des gesamten Matches ungenutzt ließ. Nicht nur im zweiten Satz. Da hatte er bereits mit 5:2 in Führung gelegen – und schenkte ihn doch noch her. Er hatte im fünften Satz mit 5:3 vorne gelegen – und ließ Alcaraz immer wieder herankommen. Er sei in manchen Situationen wohl zu vorsichtig gewesen, habe nicht aggressiv genug gespielt, gab er später zu. Fragt sich nur, warum? Fast war es, als wolle Zverev sich und den Teil des Publikums, der mit ihm sympathisierte, einer sadistischen Lustbehandlung unterziehen. Vielen Zuschauern blieb dabei mehr als einmal das Herz stehen und auch Zverev war hinterher völlig fertig. "Ich hatte absolut nichts mehr im Tank", gab Zverev hinterher in der Pressekonferenz zu. "Ich habe gerade gar keine Emotionen mehr, ich bin einfach nur erledigt". Am Ende gewann der Spanier Alcaraz nach 5:27 Stunden verdient mit 6:4, 7:6, 6.7, 6.7, 7:5. "Wie, um alles in der Welt hast du dieses Match gewonnen?“, fragte Courier den 22-Jährigen noch auf den Platz. "Du musst an dich glauben, das ist alles. Ich habe nie daran gedacht, dass ich dieses Spiel verlieren könnte". Besser hätte man den entscheidenden Unterschied nicht benennen können. Zwei große Athleten standen sich an diesem Nachmittag in Melbourne gegenüber. Einer glaubte mehr an sich.

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