Wie eindrucksvoll man Realität und Virtualität miteinander verschränken kann, hat Bastian Kraft vor drei Jahren mit seiner "Zauberberg"-Inszenierung am Burgtheater demonstriert. Am Donnerstagabend trat er ebendort schließlich den Beweis an, dass er seine Trickkiste noch lange nicht ausgeschöpft hat und verwandelte Nestroys "Zu ebener Erde und erster Stock" in eine rasante Graphic Novel, die jedoch in ihrer optischen Opulenz über zweieinhalb Stunden zur Reizüberflutung geriet.