Darf sich Gil Ofarim im Dschungelcamp nicht zum Davidstern-Skandal äußern? Der Anwalt der Gegenseite findet deutliche Worte. Gil Ofarims Teilnahme am Dschungelcamp zieht aufgrund seines Davidstern-Skandals viel Aufmerksamkeit auf sich. 2021 hatte er einem Mitarbeiter des Leipziger "Westin"-Hotels Antisemitismus vorgeworfen, im Rahmen eines Gerichtsprozesses 2023 jedoch eingeräumt, gelogen zu haben. Das Verfahren wurde gegen eine 10.000-Euro-Zahlung eingestellt, Ofarim fiel öffentlich in Ungnade. Sowohl RTL-Zuschauer als auch Mitcamper hofften nun, er würde im Dschungel über den Skandal sprechen und aufrichtige Reue zeigen. Mit Verweis auf eine vermeintliche Verschwiegenheitserklärung umgeht er das Thema jedoch. Doch existiert dieses Dokument überhaupt? "Ich war sehr verwundert": Ofarims Ex-Frau reagiert auf seinen Dschungelcamp-Auftritt Ofarims Anwalt Dr. Alexander Stevens untermauerte seine Darstellung am Mittwoch in einem Instagram-Post. Der Jurist schrieb: "Es ist richtig, dass die Verfahrensbeteiligten sich seinerzeit auf eine Verpflichtung zum Schweigen verständigt haben." "Vereinbarte Unterlassungserklärung" Nun reagiert auch Daniel Baumgärtner, Rechtsanwalt des einst von Ofarim beschuldigten Hotelmitarbeiters. Wie die "Bild"-Zeitung berichtet, stellt er in einer Pressemitteilung klar: "Bestandteil der Beendigung des Verfahrens ist eine zwischen den Verfahrensbeteiligten bestehende und vereinbarte Unterlassungserklärung. Darin verpflichtet sich Gil Ofarim gegenüber unserem Mandanten, bestimmte Handlungen und Aussagen strafbewehrt zu unterlassen. Die Handlungen und Aussagen betreffen die dem Strafverfahren vor dem Landgericht Leipzig zugrunde gelegenen Vorwürfe." Konkret auf Ofarims Äußerungen im Dschungelcamp bezogen, fügt Baumgärtner deutlich hinzu: "Eine darüber hinausgehende Verschwiegenheitsverpflichtung ist nicht bekannt." Laut "Bild"-Bericht dürfe Ofarim demnach zwar seine Lügen nicht wiederholen, könnte sich aber zu einigen Punkten in dem Fall äußern und Reue zeigen. Auch Gil Ofarims Ex-Frau Verena Ofarim, die Mutter seiner Kinder, äußerte sich in einem Interview mit der "Bild"-Zeitung zu seiner Aussage, eine Verschwiegenheitserklärung unterzeichnet zu haben. Sie zeigte sich irritiert: "Ich war sehr verwundert über die im Dschungelcamp getätigte Aussage, wonach bestimmte Erklärungen notwendig gewesen seien, um den Kontakt zu den gemeinsamen Kindern zu behalten. Von einer solchen Situation wusste ich nichts, war daran nicht beteiligt und hatte mit dem genannten Verfahren keinerlei Berührungspunkte."