Start in die zweite Saisonhälfte mit Heimspiel
Am Sonntag geht die Europameisterschaft in Dänemark, Norwegen und Schweden mit dem Finaltag zu Ende. Mit sieben Nationalspielern stellte der Schweizer Meister und Cup-Sieger einen grossen Block an EM-Teilnehmern. Luka Maros feierte im Trikot der Schweizer Nationalmannschaft nicht nur sein Comeback nach längerer Verletzungspause Ende letzten Jahres, sondern konnte zusammen mit Luccas Meister und Dimitrij Küttel zum erfolgreichsten Abschneiden der Nati seit zwölf Jahren beitragen. Erstmals qualifizierte sich die Schweiz wieder für die Hauptrunde und bot auch den Favoriten die Stirn. Ariel Pietrasik durfte für Polen Tore werfen, Daniel Reznicky stand im Aufgebot Tschechiens und Leon Bergmann konnte im Tor von Österreich auf sich aufmerksam machen. Gleiches gilt für den künftigen Kadetten-Goalie Mathieu Seravalli, der gegen Montenegro mit 44 Prozent gehaltenen Würfen die Top-Quote der Europameisterschaft verbuchte und mit nun 34 Prozent auch nach Beendigung des Turniers die zweitbeste Fangquote aller Torhüter aufweist.
Odinn Thor Rikhardsson gehörte bei Island zu den Leistungsträgern, die ein Vordringen bis in den Halbfinal gegen Gastgeber Dänemark ermöglichten. Der Kadetten-Torjäger konnte 30 Treffer erzielen, kommt auf 77 Prozent erfolgreiche Würfe und wurde aufgrund seiner starken Leistungen für das All-Star-Team nominiert. Am Sonntag spielt er mit Island gegen Kroaten noch um die Bronzemedaille.
Vorbereitung
Die Kadetten mussten somit in der Vorbereitung ohne die Hälfte ihres Profikaders auskommen und dürften im ersten Spiel gegen Stäfa so kurz nach der Europameisterschaft auch noch auf ihren Topscorer Odinn Thor Rikhardsson verzichten müssen. Darüber hinaus konnte der angeschlagene Josip Peric nur eingeschränkt trainieren und noch nicht an den Testspielen teilnehmen. So standen bei der Teilnahme am Tournoi des Alpes in Chambery nicht die Ergebnisse, sondern der wertvolle Wettkampf für die verbliebenen Profis und zahlreiche junge Talente der Kadetten Espoirs im Vordergrund. Die wussten trotz der erwartbaren körperlichen Unterlegenheit gegen die französischen Erstligisten Chambery (31:36) und Nîmes (24:35) mit ihren mutigen Auftritten durchaus zu gefallen. Gleich sieben Nachwuchsspieler kamen zum Einsatz und nutzen ihre Chance. Drei von ihnen waren auch Teil des Aufgebots für das letzte Testspiel gegen den HBW Balingen-Weilstetten. Nach einem 12:17-Rückstand zur Pause setzte sich der deutsche Zweitligist in den Schlussminuten dank einiger Fehlwürfe der Kadetten und daraus resultierender erfolgreicher Konter noch auf 31:22 ab.
«Es war gut, dass die Spieler aus dem Nachwuchs viel im Training waren und von der ersten Mannschaft viel mitbekommen haben», freute sich Hrvoje Horvat über die gelungene Integration der eigenen Talente in der bekannten Situation im Januar während einer Welt- oder Europameisterschaft. «Das war», so der Kadetten-Trainer, «nützlich für beide Seiten.»
Der QHL-Start
Am Mittwoch wird Aufsteiger Handball Stäfa ein zweites Mal in dieser Saison in der BBC Arena zu Gast sein. Der Spitzenreiter, der bislang alle Spiele auf nationaler Ebene in dieser Saison gewinnen konnte und mit 18 Siegen in Serie in der Meisterschaft unangefochten auf Rang eins steht sowie kurz vor dem Jahreswechsel den elften Cup-Sieg feiern durfte, dürfte vor dem dritten Vergleich gewarnt sein. Beim 45:39-Heimsieg zeigte sich Stäfa vor allem in der Offensive stark, im zweiten Duell am Zürichsee liefen die Orangen lange einem Rückstand hinterher und konnten erst in der Schlussviertelstunde den knappen 36:34-Erfolg sicherstellen. Schon am Samstag folgt die nächste unangenehme Aufgabe in der kleinen Lachenhalle beim Tabellenfünften Wacker Thun.
Highlights in der European League
Auch die bevorstehenden Highlights in der Hauptrunde der European League werfen bereits ihre Schatten voraus. Tickets für die Heimspiele gegen Hannover-Burgdorf aus der Bundesliga am 24. Februar (18.15 Uhr) und Fredericia HK aus Dänemark am 10. März (18.15 Uhr) sind schon im Ticketshop der Kadetten erhältlich. Los geht es für die Kadetten auf internationalem Parkett am 17. Februar in Dänemark. Karten für den Gästefanblock bei Fredericia können über die Geschäftsstelle der Kadetten gebucht werden. In Hannover befindet sich der Gästeblock in Block K. Plätze können online gekauft werden. Alle vier Mannschaften, die Punkte gegen Nexe Nasice wurden mitgenommen, starten mit zwei Punkten. Der Erste qualifiziert sich direkt für die Viertelfinals, der Tabellenzweite- und dritte spielen Playoffs um den Einzug unter die besten acht Teams.
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