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Fußball-Verhinderungsstrategie erfolgreich

Das 1:1 hat dem Fass den Boden ausgeschlagen. Wenn selbst gegen die formschwächste Mannschaft der Liga kein Sieg gewinnt, ist ein Trainerwechsel unausweichlich. So kann es schlicht nicht weitergehen. Dachte sich auch Bremens Sportchef Clemens Fritz, der am Tag nach dem Remis gegen Borussia Trainer Horst Steffen beurlaubt hat.

Damit tauscht ein weiterer Konkurrent im Abstiegskampf den Trainer aus, nachdem die Mainzer schon den ganz offensichtlich klügsten Move gemacht hatten und Urs Fischer verpflichteten. Dummerweise hat Borussia diese Patrone bereits verschossen; die Erkenntnis, dass Gerardo Seoane vielleicht nicht der richtige Mann sei, kam dann erst nach drei Spieltagen. Zuvor durften der Schweizer und Roland Virkus im Sommer noch am Kader weitere Fehlgriffe vornehmen, die nun Rouven Schröder und Eugen Polanski mal gut (Schröder), mal weniger gut (Polanski) auszubessern versuchen.

Borussia in den vergangenen Wochen beim Fußballspielen zuzugucken, verursacht körperliche Schmerzen. Nahezu der gesamte Kader, mit wenigen Ausnahmen, ist außer Form. Der Wunsch nach einer spielerischen Linie scheitert aktuell schon daran, dass kaum ein Angriff länger als drei bis vier Pässe dauert. Dann ist der Ball entweder beim Gegner oder im Seitenaus. Ich habe an dieser Stelle bereits nach dem absurd glücklichen 0:0 in Hamburg geschrieben, dass die einzige Variante, die aktuell einen Torerfolg wahrscheinlich macht, die Abfolge „Honorat über rechts, Pass auf Tabakovic, Tor“ ist. Und genau das hat in Bremen dann auch zum zu diesem Zeitpunkt unverdienten 1:0 für die Fohlen geführt. Vorausgegangen war ein schönes Direktspiel und das kurze Aufblitzen fußballerischer Klasse. Es sollte der einzige Moment dieser Art bleiben. Im Spiel zweier verunsicherter und grotesk schlechten Mannschaften war Borussia die noch schlechtere, oder wie es der Sky-Kommentator süffisant formuliert: „Was die Fußball-Verhinderungsstrategie betrifft, agieren beide Mannschaften hier auf höchstem Niveau.“

Natürlich schmerzt ein Ausgleichstreffer in der Nachspielzeit und natürlich hätte Borussia durch Machino wenige Minuten vorher den Sack mit dem 2:0 zumachen können. Zur Wahrheit gehört leider auch, dass der Treffer für Bremen mehr als verdient war und dass Sonntagsschüsse wie der von Keke Topp kaum zu verhindern sind. Und wie schon nach dem Remis in Hamburg lohnt auch diesmal ein Blick auf die Spielstatistiken: Werder Bremen, das zuvor neun Spiele auf einen Sieg wartete, hatte 68% Ballbesitz, 18:7 Torschüsse, 52% gewonnene Zweikämpfe und, festhalten bitte, 611 zu 292 (!) gespielte Pässe, von denen aus Borussias Sicht auch nur 72% angekommen sind. Ja, Borussias Laufleistung war diesmal sogar besser als die des Gegners, aber das lag vor allem darin begründet, weil man dem Gegner hinterhergelaufen ist. Werder Bremen, nicht dem FC Bayern, wohlgemerkt. Es ist das in Zahlen gegossene Katastrophenbild einer Mannschaft, die seit Wochen jeden Nachweis von Bundesligatauglichkeit komplett vermissen lässt.

Eugen Polanski, als gebürtiger Niederrheiner und zwischenzeitlich Verantwortlicher für einen Mini-Aufschwung noch immer mit Welpenschutz, flüchtet sich mittlerweile auch nur noch in Phrasen, betont nur noch einzelne Spielabschnitte, die aus seiner Sicht „in Ordnung“ waren. Dennoch wirkt er zusehends verzweifelt und ratlos, denn er findet weder mit seinen Aufstellungen noch im sogenannten „In-Game-Coaching“ Antworten auf die Hilf- und Lustlosigkeit seiner Spieler.

Borussia braucht natürlich keine Trainerdiskussion, mit Blick auf die kommenden Gegner und dem erwarteten, weiteren Verlauf der Saison wird diese aber unausweichlich werden. Man muss kein Prophet sein, um vorherzusagen, dass aus den Spielen gegen Leverkusen, Frankfurt, Freiburg, Union Berlin und den FC Bayern München mit viel Glück nur ein bis zwei Punkte ergattert werden. Dann hat der Verein Mitte März schon erste Abstiegsendspiele gegen St. Pauli, in Köln oder gegen Heidenheim. Na, wer freut sich nicht darauf, auswärts in Köln auf einen Sieg angewiesen sein zu müssen?

Es fällt schwer, in der aktuellen Lage Positives zu erkennen. Ein Strohhalm, der Hoffnung gibt, existiert nicht. Die Offensive um Honorat, Neuhaus und Reitz hat keinen einzigen Treffer in der Liga; man will sich gar nicht ausmalen, wo Borussia stünde, hätte Tabakovic bislang nicht die Erwartungen übererfüllt. Die linke Seite ist seit dem Ausfall von Hack nicht existent. Talente wie Wael Mohya bekommen kaum Einsatzminuten oder werden verkauft (Charles Herrmann), Wintertransfers wie Takai fallen direkt wieder aus oder werden aus unerklärlichen Gründen nicht eingesetzt (Sarco). Wenn man bei Spielern wie Sarco nicht 100% überzeugt ist, dass sie sofort auf dem Platz helfen, warum werden sie dann für ein halbes Jahr ausgeliehen? Und inzwischen glaubt niemand mehr ernsthaft, dass wir diese Saison noch einmal Tim Kleindienst oder Robin Hack im Vollbesitz ihrer Kräfte auf dem Platz sehen.

Machen wir uns nichts vor: Borussia ist aktuell ein Abstiegskandidat und es bleibt nur zu hoffen, dass man noch irgendwie diese drei bis vier Siege zustande bekommt, die es tabellarisch wahrscheinlich braucht. Jetzt muss absolut alles dem Ziel Klassenerhalt untergeordnet werden, denn ein Abstieg hätte für die finanziell offenbar schon jetzt gebeutelte und kader-strukturell katastrophal aufgestellte Borussia unabsehbare Folgen.

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