In Aachen gibt es jetzt weniger Platz für Autos am Ponttor: Eine Spur wurde gesperrt, um einem zweiten Radweg Platz zu machen. Das steckt dahinter. Die Stadt Aachen hat auf der Ludwigsallee vor der Kreuzung am Ponttor eine Autofahrspur gesperrt und einen zweiten Radweg eingerichtet. Auslöser dafür ist eine laufende Tiefbaustelle vor dem Haus Ludwigsallee 1c. Laut "Aachener Zeitung" lag die Baustelle ursprünglich teilweise in der Rechtsabbiegespur Richtung Roermonder Straße. Durch Hinweise von Radfahrern über den städtischen Mängelmelder habe sich aber gezeigt, dass Autos an dieser Stelle immer wieder auf den bestehenden Radfahrstreifen ausweichen mussten. Radfahrende seien dadurch behindert und gefährdet worden. Radfahrer wurden gefährdet, weil Autofahrer auf Radspur fuhren Um die Situation zu entschärfen, habe die Straßenverkehrsbehörde den Radverkehr auf die rechte Fahrspur verlegt. Der bestehende Radweg musste aber auch bestehen bleiben. Grund dafür ist eine fest verbaute Leitschwelle mit Pollern, die eine frühere Rückführung verhindert. Der neue Radweg führt nun bis zur Haltlinie an der Kreuzung. Für den Autoverkehr bedeutet das: Statt zwei Spuren steht jetzt nur noch eine zur Verfügung. Vor allem im Berufsverkehr kommt es dadurch zu Rückstaus auf der Ludwigsallee in Richtung Pontdriesch. Gibt es alternative Lösungen für das Problem? Eine alternative Lösung hätte die aktuell gesperrte Busspur Richtung Malteserstraße als zusätzliche Geradeausspur einbeziehen können. Diese Variante habe die Straßenverkehrsbehörde jedoch verworfen. Eine notwendige neue Markierung sei wegen der aktuellen Witterung nicht möglich. Markierungen würden bei Temperaturen um den Gefrierpunkt nicht halten. Auch das Abschrauben der Poller sei zu aufwendig. Die Stadt habe sich daher bewusst für eine einspurige Führung entschieden. Die Verkehrsführung bleibt zunächst bestehen. Am 5. Februar 2026 beginnen weitere Tiefbauarbeiten im Anschluss an die laufende Maßnahme. Eine Änderung sei erst bei deutlich besseren Wetterbedingungen vorgesehen.