Neue Regelung für 2026: Handgepäck-Rucksack: Mit diesen Modellen fliegt es sich leichter
Damit der Rucksack als Handgepäck im Flugzeug einchecken darf, muss er gewisse Normen erfüllen. Welche das sind und worauf Sie beim Kauf achten sollten, verraten wir Ihnen.
Für lange, aber auch kurze Reisen ist ein Rucksack der ideale Begleiter: entweder als einziges Gepäckstück oder als sinnvolle Ergänzung zum restlichen Gepäck. Im Gegensatz zu einem Koffer muss dieser nicht hinter einem hergezogen und am Flugschalter abgegeben werden, stattdessen wird er einfach auf den Schultern getragen und darf sogar im Handgepäckpack verstaut werden – vorausgesetzt, er entspricht der Norm. Diese kann je nach Fluggesellschaft unterschiedlich ausfallen. Aus diesem Grund erklären wir Ihnen einmal die wichtigsten Grundregeln und geben Ihnen wertvolle Tipps, worauf Sie beim Kauf achten sollten, wenn Sie sich einen Handgepäck-Rucksack zulegen wollen.
Neue EU-Handgepäck-Regelung ab 2026
Geplant ist, dass Passagiere künftig eine persönliche Tasche (z. B. ein Rucksack oder eine Handtasche) sowie ein zusätzliches Handgepäckstück mit einem Gewicht von bis zu etwa sieben Kilogramm und einer maximalen Gesamtgröße von rund 100 Zentimetern ohne Aufpreis mit an Bord nehmen dürfen. Ziel der neuen Regelung ist es, zusätzliche Gebühren transparenter zu machen und ein Mindestmaß an kostenfreiem Handgepäck EU-weit zu garantieren. Einzelne Airlines können weiterhin strengere Vorgaben machen, dürfen das grundlegende Mitnahmerecht jedoch nicht vollständig einschränken.
Für Powerbanks, Ersatzakkus und E-Zigaretten gelten bei vielen Airlines strengere Sicherheitsregeln. Powerbanks dürfen weiterhin nur im Handgepäck transportiert werden, allerdings meist auf maximal zwei Stück pro Person begrenzt. Geräte mit einer Leistung zwischen 100 und 160 Wh benötigen in der Regel eine Genehmigung der Airline, stärkere Akkus sind nicht erlaubt. Zudem schreiben einige Fluggesellschaften vor, dass Powerbanks während des Fluges nicht benutzt oder geladen werden dürfen und unter dem Sitz verstaut werden müssen – nicht im Gepäckfach über den Sitzen.
Wichtige Kriterien für einen Reise-Rucksack
Es steht außer Frage, dass ein Rucksack bequem auf dem Rücken sitzen muss, damit man ihn voll beladen und schmerzfrei über einen längeren Zeitraum tragen kann. Unterstützt wird der Tragekomfort im Übrigen durch gepolsterte Schulter- und Beckengurte, die das Gewicht gleichmäßig verteilen. Das ist jedoch nicht das einzige Kriterium, auf das Sie vor dem Flug achten sollten. Zu den Wichtigsten zählen:
Die Größe
Wenn Sie Ihren Rucksack als Handgepäck mit sich führen wollen, sollten Sie sich an die maximal zugelassenen Maße halten, die bei den meisten Fluggesellschaften gleich sind. Hier lohnt sich in jeden Fall immer ein kurzer Blick auf die Webseite des Anbieters, bevor Sie sich für ein Modell bzw. Volumen entscheiden. Oftmals wird das Handgepäck am Flughafen nicht nachgemessen, sodass Sie keine Probleme bekommen sollten, wenn Ihr Rucksack augenscheinlich in die Norm passt.
Hinweis: Mit Blick auf die geplante EU-Regelung ab 2026 orientieren sich viele Hersteller bereits an Rucksäcken, deren Gesamtmaß unter 100 Zentimetern liegt. Diese Modelle eignen sich besonders gut für Vielflieger, da sie sowohl die aktuellen Airline-Vorgaben als auch mögliche zukünftige Mindeststandards erfüllen können.
Das Gewicht
Je nach Hersteller bringt ein Rucksack unterschiedlich viel Eigengewicht mit auf die Waage: Leichte Modelle wiegen um die 700 Gramm, schwere bis zu 1,7 Kilogramm. Auch wenn das Handgepäck am Flughafen für gewöhnlich nicht gewogen wird, sollten Sie das Gewicht bei der maximalen Tragkraft Ihres Rückens berücksichtigen. Gerade wenn Sie den Handgepäck-Rucksack über lange Strecken tragen müssen, macht sich jedes Kilo mehr oder weniger bemerkbar.
Die Funktion
Im Gegensatz zu einem klassischen Rucksack sind die Handgepäckstücke aufklappbar wie ein Koffer. Das ist beim Packen besonders praktisch. Darüber hinaus sind jene Modelle besonders komfortabel, die über mehrere Innen- und Außenfächer verfügen, in denen Sie Unterlagen und Kleinkram im Urlaub verstauen können. Verreisen Sie mit Ihrem Laptop, ist ein eigens dafür geschaffenes Fach im (wasserdichten) Rucksack durchaus nützlich. Genauso wie abschließbare Reißverschlüsse.
Handgepäck-Rucksack: 4 Modelle im Vergleich
1. Osprey Farpoint 40
Mit einem Fassungsvermögen von 40 Litern ist der Osprey Farpoint 40 ein beliebter Handgepäck-Rucksack unter Backpackern. Er wiegt 1600 Gramm und besitzt viele praktische Funktionen, wie etwa ein großes Hauptfach, ein Außenfach (mit zwei Fächern) und zwei Meshfächer sowie einen abnehmbaren Umhängegurt. Aufgrund seiner hochwertigen Verarbeitung ist er – laut Hersteller – besonders langlebig und stabil. Sowohl der Rücken als auch die Schulter- und Beckengurte sind gepolstert, dadurch wird ein hoher Tragekomfort garantiert. Es gibt ihn in unterschiedlichen Farben und verschiedenen Größen.
2. Inateck
Der rechteckige Reise-Rucksack von Inateck hat die Außenmaße von 53 x 33 x 21 cm Zentimetern und passt somit problemlos ins Handgepäckfach. Er besitzt zwei große Hauptfächer, zwei Fächer, in denen ein Laptop oder Tablet und Kleinkram verstaut werden kann, zwei Geldfächer, ein Fach für Hygieneartikel und noch weitere zusätzliche Fächer. Neben den zwei Griffen, die den Tragekomfort erhöhen sollen, wird der Rucksack mit einem Umhängegurt geliefert, damit Sie ihn auch über der Schulter tragen können. Mit einem Fassungsvermögen von 40 Litern eignet sich dieses Modell eher für kurze Businesstrips als auch Backpacker-Reisen.
3. Tatonka
Auch die Marke Tatonka ist bekannt für ihre Rucksäcke aus hochwertigen Materialien: Das Modell "Flightcase" fasst ebenfalls 40 Liter und passt in jedes Handgepäckfach. Das Hauptfach lässt sich wie bei seinen Vorgängern komplett aufklappen, um das Packen zu erleichtern. Es besitzt ein Außenfach, in dem ein Laptop verstaut werden kann, sowie eine Netztasche im Inneren. Die integrierten Tragegriffe (horizontal und vertikal) sollen den Tragekomfort erhöhen, das Gleiche gilt für den verstellbaren Tragegurt. Laut Hersteller stammt der Handgepäck-Rucksack aus einer fairen, sozialen und transparente Herstellung von Tatonka.
4. Lowe Alpine
Schlusslicht ist der Handgepäck-Rucksack von Lowe Alpine. Mit einem Kilogramm Eigengewicht ist das Modell noch ein Leichtgewicht und fasst trotzdem 36 Liter, sodass genügend Platz für Ihre Sachen ist. Dank seiner optimalen Abmessungen (55 x 33 x 23 Zentimeter) eignet sich der Rucksack für Flugzeugreisen und bietet – dank Tragegriff, verstaubarem Tragegurt und einstellbarem Nacken-/Schultergurt – ausreichend Komfort für Backpacker. Aber auch für kurze Geschäftsreisen oder kleine Roadtrips ist der Handgepäck-Rucksack ein idealer Begleiter, wenn Sie mit dem Flugzeug verreisen wollen und nicht viel Gepäck benötigen.
Wichtig: Diese Regeln gelten für Flugreisen
Wie groß oder schwer ein Handgepäck-Rucksack sein darf, hängt immer von der jeweiligen Fluggesellschaft ab. Eine einheitliche Regelung gibt es hier nicht. Bei Wikipedia gibt es beispielsweise eine kleine Übersicht der bekanntesten Airlines, aus der die wichtigsten Maße (und das maximale Gewicht) hervorgehen. Alternativ können Sie sich auch bei Ihrer Fluggesellschaft direkt erkundigen, was erlaubt ist – und was nicht. Für gewöhnlich gelten bei den meisten Anbietern diese Regeln:
Anzahl: Sie können ein großes Handgepäckstück wie einen Rucksack mit an Bord nehmen, das im Gepäckfach verstaut wird, als auch eine kleine Hand- oder Laptoptasche (alternativ geht auch ein kleiner Rucksack) – diese sollte jedoch in den Fußraum passen. Achten Sie im Idealfall schon bei der Buchung darauf, welche Regeln Ihre Fluggesellschaft vorgibt, damit Sie nichts draufzahlen müssen.
Maße: Wie groß ein Handgepäck-Rucksack sein darf, ist ebenfalls individuell. Bedenken Sie hierbei, dass Griffe und Außentaschen sowie Räder (beim Trolley) immer mit gemessen werden müssen. Das maximale Gewicht kann je nach Fluggesellschaft variieren.
Wer seinen Handgepäck-Rucksack neu anschafft, sollte daher nicht nur auf aktuelle Airline-Maße achten, sondern auch auf Modelle setzen, die zukunftssicher sind und sich an den geplanten EU-Vorgaben für 2026 orientieren.