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Tarifauseinandersetzungen: Warnstreik mit spürbaren Auswirkungen auf Uniklinikum

Stern 

Planbare Operation verschoben? Der Warnstreik am Kieler Uniklinikum trifft Patientinnen und Patienten spürbar – und sorgt für wirtschaftlichen Druck. Wie lange bleibt alles im Ausnahmezustand?

Patienten des Kieler Uniklinikums müssen seit Montag mit Einschränkungen leben. "Der Warnstreik hat bereits spürbare Auswirkungen im planbaren Bereich", sagte ein Kliniksprecher der Deutschen Presse-Agentur. Das betreffe insbesondere nicht notfallmäßige Eingriffe. "Es kommt zu erheblichen Anpassungen und Verschiebungen."

"Sollte es wie angekündigt zu vier Streiktagen in Folge kommen, ist davon auszugehen, dass die Auswirkungen zunehmen", sagte der Sprecher. "Das bedeutet für viele Patientinnen und Patienten, dass geplante Eingriffe und Termine verschoben werden müssen; zugleich wirkt sich das auch auf das wirtschaftliche Ergebnis des UKSH aus."

Warnstreiks gehen weiter

Im Tarifstreit zwischen den Landes-Beschäftigten und den Bundesländern hatte die Gewerkschaft Verdi zu den erneuten Warnstreiks am Universitätsklinikum Schleswig-Holstein (UKSH) aufgerufen. Am Montag, Dienstag und Mittwoch würden dort Arbeitsniederlegungen gezielt so organisiert, dass eine spürbare wirtschaftliche Wirkung entstehe. Es seien an den jeweiligen Tagen unterschiedliche Bereiche betroffen. Darüber hinaus plant die Gewerkschaft einen Warnstreik am Donnerstag in Lübeck. Dort ist am Morgen (9.00 Uhr) auch eine Demonstration in der Innenstadt geplant.

Das UKSH hat nach Angaben des Sprechers rund 17.000 Beschäftigte. "Nach unseren vorläufigen Meldungen lag die Streikbeteiligung in den bisherigen Runden campusübergreifend bei rund 350 Mitarbeitenden."

Forderungen

Verdi und der Beamtenbund dbb fordern sieben Prozent mehr Einkommen, mindestens aber 300 Euro mehr. Insgesamt geht es um rund 2,2 Millionen Beschäftigte. Direkt verhandelt wird laut Verdi für mehr als 900.000 Tarifbeschäftigte im öffentlichen Dienst der Länder außer für Hessen, das eigenständig verhandelt. Das Tarifergebnis soll später auf die Landes-Beamtinnen und -Beamten und Versorgungsempfänger übertragen werden, so dass auch diese rund 1,3 Millionen Menschen betroffen sind.

Die Tarifpartner wollen ihre Verhandlungen am 11. Februar in Potsdam fortsetzen.

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