Große Kinofilme und erfolgreiche Streaming-Serien machten ihn einem weltweiten Publikum bekannt. Nun trauern Kollegen und Fans um Schauspieler Gerardo Taracena. Trauer um Gerardo Taracena. Der mexikanische Schauspieler ist im Alter von 55 Jahren gestorben. Die mexikanische Akademie für Filmkunst sowie sein Management bestätigten seinen Tod auf Instagram. Angaben zur Todesursache gibt es nicht. Zu einem Schwarz-Weiß-Foto Taracenas heißt es auf dem Account seiner Künstleragentur: "Wir betrauern den Tod von Gerardo Taracena, einem außergewöhnlichen Schauspieler und wichtigen Teil von Colours Talent. Sein Vermächtnis auf der Leinwand und in unseren Herzen wird für immer weiterleben. Unser Beileid gilt seinen Angehörigen." Darunter nehmen viele Fans Abschied: "Alles Liebe für seine Familie und engen Freunde. Wir werden dich immer in Erinnerung behalten, Gerardo" und "Eines unserer liebsten Talente im mexikanischen Kino", heißt es in den Kommentaren. Durchbruch mit "Apocalypto" Internationale Aufmerksamkeit erlangte Taracena vor allem durch seine Mitwirkung in Mel Gibsons Historienfilm "Apocalypto". In dem 2006 erschienenen Werk, das vollständig in der Sprache der Maya gedreht wurde, verkörperte er die Figur Stirnauge, einen grausamen Menschenjäger. Der Film öffnete ihm über Mexiko hinaus Türen zu weiteren Produktionen. In den folgenden Jahren war Taracena in mehreren bekannten Film- und Serienformaten wie dem Spielfilm "Sin nombre" sowie in den Serien "Queen of the South" und der Netflix-Produktion "Narcos: Mexico" zu sehen. In letzterer stellte er Pablo Acosta, den Anführer des Juárez-Kartells, dar. In Mexiko galt Taracena als prägender Charakterdarsteller. Die mexikanische Akademie für Filmkunst würdigte ihn als jemanden, der "von grundlegender Bedeutung für das mexikanische Kino" gewesen sei und "mit seiner Leinwandpräsenz einen intensiven, ehrlichen und zutiefst menschlichen Eindruck hinterlassen" habe. Weiter hieß es dort: "Seine Arbeit und sein unvergessliches Gesicht werden in der Erinnerung unseres Kinos bleiben". Für seine Leistungen wurde Taracena in seinem Heimatland dreimal für den Premio Ariel nominiert, den wichtigsten Filmpreis Mexikos. Die Nominierungen seien Ausdruck "einer Karriere, die von absoluter Hingabe, Ausdruckskraft und einem tiefen Engagement für sein Handwerk geprägt ist", erklärte die Akademie.