NRW bleibt mit 35 Prozent aller Staustunden die klare Stau-Hochburg Deutschlands. Autofahrer müssen sich laut ADAC auf noch längere Wartezeiten durch Brückensanierungen einstellen. Die Staus auf deutschen Autobahnen haben sich im Jahr 2025 auf insgesamt 866.000 Kilometer summiert, wie der ADAC mitteilt. Dies bedeutet einen Anstieg um 7.000 Kilometer im Vergleich zum Vorjahr. Besonders betroffen war Nordrhein-Westfalen. Dort wurden laut ADAC rund 35 Prozent aller Staustunden registriert – deutlich mehr als in Bayern und Baden-Württemberg mit 13 und zehn Prozent der Staustunden. Die schlimmsten Staustrecken in NRW sind dabei die A3 zwischen Köln und Oberhausen, die A4 zwischen Aachen, Köln und Olpe, die A2 zwischen Dortmund und Oberhausen und die A1 zwischen Münster, Dortmund, Köln und Euskirchen. Insgesamt stieg die Zahl der Staustunden auf 478.000 – 30.000 mehr als 2024. Gleichzeitig sank die Zahl der registrierten Staus mit mindestens einem Kilometer Länge um 20.000 auf 496.000. Der Juli erwies sich mit 50.000 Stunden und 87.000 Kilometern als der staureichste Monat. Der stärkste Stautag war der 9. Januar 2025, als ein Wintereinbruch für insgesamt 6.300 Kilometer Stau sorgte. ADAC: Keine Entspannung für NRW in Sicht Eine Entspannung der Staulage auf den Autobahnen in Nordrhein-Westfalen sei laut ADAC auch 2026 nicht in Sicht. Das liege an der weiterhin stark sanierungsbedürftigen Verkehrsinfrastruktur in NRW, sowohl auf der Straße als auch auf der Schiene. Bundesweit liegen etwa 60 Prozent aller baustellenbedingten Verkehrseinschränkungen auf Autobahnen in NRW. Hinzu kommen alleine im Rheinland bis Ende 2026 rund 30 Großbaustellen bei der Bahn, darunter die beiden Generalsanierungen der Pendlerstrecken Köln-Wuppertal-Hagen und Troisdorf-Koblenz mit monatelangen Sperrungen. Ein Teil der Bahnpendler wird während der Sperrung auf das Auto umsteigen. Zudem sorgten die "dringend erforderlichen umfangreichen Baumaßnahmen zur Modernisierung hunderter maroder Autobahnbrücken" für zusätzliche Behinderungen. Sie seien aber alternativlos, um das Autobahnnetz zukunftsfit zu machen.